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Veranstaltung

Semester: Wintersemester 2021

4.02.022 Paradise lost?! - Facetten der Mensch-Natur-Beziehung im Mittelalter -  


Veranstaltungstermine

  • Montag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (25.10.2021 - 31.01.2022)
  • Mo., 20.12.2021 14:15 - 15:45

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie diese Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020.
Der biblische Schöpfungsbericht liefert keine Erfolgsgeschichte für den Menschen: Der krönende Schlusspunkt des göttlichen Werks, der in völligem Einklang mit der Natur leben könnte, besiegelt durch den Sündenfall seine Vertreibung aus dem Garten Eden. Gottes Schöpfung hält von da an nur noch Mühsal für ihn bereit, das Paradies ist und bleibt unwiederbringlich verloren. Bestand hat neben dieser existenziellen Verlusterfahrung jedoch Gottes Herrschaftsauftrag an den Menschen, der die Natur insgesamt, insbesondere aber die Tierwelt betrifft. So solle der Mensch laut Gen. 1,28 herrschen "über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen“; Domestizierung und Ausbeutung erscheinen in der Folge als gottgewollter Zugriff auf Natur und Tierwelt. Damit sind bereits im biblischen Schöpfungsbericht ambivalente Deutungen der Mensch-Natur-Beziehung angelegt. Welche Grundhaltung prägt nun aber diese Beziehung im Mittelalter? Ist es die Sehnsucht nach dem (verlorenen) Paradies, der Wunsch nach einem dem menschlichen Gestaltungswillen unterworfenen Herrschaftsraum oder kommen ggf. noch andere Größen ins Spiel? Diesen (und anderen) Fragen wird das Seminar nachgehen und dazu anhand verschiedener Quellengattungen und Forschungszugriffe konkrete Ausprägungen der Mensch-Natur-Beziehung im Mittelalter in den Blick nehmen. Damit wird zugleich die methodische Grundlage für die Modulprüfung in Form einer schriftlichen Hausarbeit geschaffen, die durch verpflichtende Recherche- und/oder Schreibaufgaben im Seminarverlauf vorbereitet wird.

organisatorischer Hinweis: Das Seminar startet in der zweiten Veranstaltungswoche und umfasst 9 Präsenzsitzungen und 4 Courseware-Einheiten.

DozentIn

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Hybrid (Online und Präsenz)

empfohlenes Fachsemester
--

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
5

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Der biblische Schöpfungsbericht liefert keine Erfolgsgeschichte für den Menschen: Der krönende Schlusspunkt des göttlichen Werks, der in völligem Einklang mit der Natur leben könnte, besiegelt durch den Sündenfall seine Vertreibung aus dem Garten Eden. Gottes Schöpfung hält von da an nur noch Mühsal für ihn bereit, das Paradies ist und bleibt unwiederbringlich verloren. Bestand hat neben dieser existenziellen Verlusterfahrung jedoch Gottes Herrschaftsauftrag an den Menschen, der die Natur insgesamt, insbesondere aber die Tierwelt betrifft. So solle der Mensch laut Gen. 1,28 herrschen "über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen“; Domestizierung und Ausbeutung erscheinen in der Folge als gottgewollter Zugriff auf Natur und Tierwelt. Damit sind bereits im biblischen Schöpfungsbericht ambivalente Deutungen der Mensch-Natur-Beziehung angelegt. Welche Grundhaltung prägt nun aber diese Beziehung im Mittelalter? Ist es die Sehnsucht nach dem (verlorenen) Paradies, der Wunsch nach einem dem menschlichen Gestaltungswillen unterworfenen Herrschaftsraum oder kommen ggf. noch andere Größen ins Spiel? Diesen (und anderen) Fragen wird das Seminar nachgehen und dazu anhand verschiedener Quellengattungen und Forschungszugriffe konkrete Ausprägungen der Mensch-Natur-Beziehung im Mittelalter in den Blick nehmen. organisatorischer Hinweis: Das Seminar startet in der zweiten Veranstaltungswoche und umfasst 10 Präsenzsitzungen und 3 Courseware-Einheiten.

(Stand: 16.01.2022)