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VA-Details

Semester: Wintersemester 2021

4.03.2207 Schuldfrage, Verlust der Mitte und Eichmann-Prozess. Stichworte zur intellektuellen Gründung der Bundesrepublik Deutschland -  


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 20:00 - 22:00, wöchentlich (21.10.2021 - 03.02.2022)

Beschreibung

Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik spiegeln sehr gut einige philosophische, zeit- und kunstgeschichtliche Texte, die in den ersten beiden Jahrzehnten nach 1945 entstanden. Karl Jaspers´ Die Schuldfrage, Eugen Kogons Der SS-Staat, Hans Sedlmayrs Der Verlust der Mitte sind unter anderem wichtige Zeugnisse dieser Versuche, die jüngste deutsche Vergangenheit zu verstehen und zu bewältigen. Später waren es Hannah Arendt mit ihrer Hamburger Lessing-Rede und dem Buch Eichmann in Jerusalem sowie der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich mit Die vaterlose Gesellschaft welche den Diskurs prominent mit bestimmten, sieht man von der Kritischen Theorie ab, die seit Adornos Essays zur jüngsten Vergangenheit und mit Jürgen Habermas Strukturwandel der Öffentlichkeit entscheidende Impulse zur Diskussion und ihrer gesellschaftlichen Verortung setzten. Die Auschwitz-Prozesse können dabei als innerdeutsche Zäsur gelten, nach der der öffentliche Diskurs über die deutsche Schuld vor 1945 in den großen Medien nicht mehr marginalisiert werden konnte.
Das Seminar versucht, ausgewählte Texte der genannten Autoren im zeit- und ideengeschichtlichen Horizont der intellektuellen Gründung der Bundesrepublik vorzustellen und anschließend zu diskutieren. Die genaue Lektüre der Grundtexte (ca. 30 Seiten pro Woche) wird für die einzelnen Sitzungen vorausgesetzt. Prüfungsleistungen sollen vor allem in Form von Hausarbeiten erfolgen, deren Themen sich aus einzelnen Schwerpunkten der Diskussion bilden können.

DozentIn

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Hybrid (Online und Präsenz)

Lehrsprache
--

empfohlenes Fachsemester
--

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik spiegeln sehr gut einige philosophische, zeit- und kunstgeschichtliche Texte, die in den ersten beiden Jahrzehnten nach 1945 entstanden. Karl Jaspers´ Die Schuldfrage, Eugen Kogons Der SS-Staat, Hans Sedlmayrs Der Verlust der Mitte sind unter anderem wichtige Zeugnisse dieser Versuche, die jüngste deutsche Vergangenheit zu verstehen und zu bewältigen. Später waren es Hannah Arendt mit ihrer Hamburger Lessing-Rede und dem Buch Eichmann in Jerusalem sowie der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich mit Die vaterlose Gesellschaft welche den Diskurs prominent mit bestimmten, sieht man von der Kritischen Theorie ab, die seit Adornos Essays zur jüngsten Vergangenheit und mit Jürgen Habermas Strukturwandel der Öffentlichkeit entscheidende Impulse zur Diskussion und ihrer gesellschaftlichen Verortung setzten. Die Auschwitz-Prozesse können dabei als innerdeutsche Zäsur gelten, nach der der öffentliche Diskurs über die deutsche Schuld vor 1945 in den großen Medien nicht mehr marginalisiert werden konnte. Das Seminar versucht, ausgewählte Texte der genannten Autoren im zeit- und ideengeschichtlichen Horizont der intellektuellen Gründung der Bundesrepublik vorzustellen und anschließend zu diskutieren. Die genaue Lektüre der Grundtexte (ca. 30 Seiten pro Woche) wird für die einzelnen Sitzungen vorausgesetzt. Prüfungsleistungen sollen vor allem in Form von Hausarbeiten erfolgen, deren Themen sich aus einzelnen Schwerpunkten der Diskussion bilden können.

(Stand: 09.06.2021)