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Semester: Wintersemester 2020

3.01.177 Tempus und Aspektualität im Gegenwartsdeutschen -  


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (21.10.2020 - 03.02.2021)

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab 26.08.2020, 8 Uhr bis 31.10.2020, 23:59 Uhr.
(Einzelheiten zum Anmeldeverfahren unter
a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/
b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/)

Im Gegenwartsdeutschen flektieren Verben nach Genus verbi, Tempus, Modus, Person und Numerus. Mithilfe der Kategorisierung Tempus situiert jedes Verb eine Handlung oder einen Zustand in einer bestimmten Zeit; es wird also das Ereignis/der Zustand relativ zum Äußerungszeitpunkt zeitlich lokalisiert (vergangen, gegenwärtig oder zukünftig). Tempus wird mit grammatischen Mitteln der Flexion ausgedrückt.

Neben diesen grammatischen Mitteln gibt es auch lexikalische Mittel, um Zeitstrukturen auszudrücken, im Sinne von Tempus vor allem Zeitadverbien.

'Er geht ins Kino.'
'Er geht morgen ins Kino.'

Beide Sätze stehen im Präsens, der zweite drückt aber eine futurische Handlung aus. Der Satz könnte also auch lauten 'Er wird morgen ins Kino gehen.'

'He is swimming.'
'He swims.'

Diese beiden Sätze werden mit 'Er schwimmt.' übersetzt. Der Unterschied liegt nicht in der Zeit-form: Beide Sätze des Englischen stehen im Präsens. Die Sätze im Englischen unterscheiden sich hinsichtlich der internen Zeitstruktur des Ereignisses: das Progressive steht für den Hand-lungsverlauf. Man könnte den Satz also auch mit 'Er ist am Schwimmen.' übersetzen. Wird diese Bedeutung mit den Mitteln der Flexion ausgedrückt, nennt man das Aspekt. Das Englische kennt Aspekt als grammatische Kategorie und beispielsweise auch das Russische. Das Deutsche kennt eine solche grammatische Kategorie nicht. Im Deutschen sprechen wir von Aspektualität, da der Verlauf oder die Abgeschlossenheit einer Handlung mit lexikalischen Mitteln ausgedrückt werden.

In den älteren Sprachstufen des Deutschen war das anders. Aus einer Form des Aspekts hat sich das Perfekt als Tempus herausgebildet. Historisch gab es also Temporalität und Aspekt (s. das MM von Frau Bußmann), im Gegenwartsdeutschen gibt es Tempus und Aspektualität.

Wenn Sie sich besonders für das Thema interessieren, dann können Sie die beiden Mastermodule (Buchmann und Bußmann) zusammen belegen. Diese Option ist aber nicht verpflichtend.

Hinweise zum Ablauf des Seminars und zur Lektüre werden kurz vor Semesterstart bekannt ge-geben.


Prüfungsart: Hausarbeit

DozentIn

SWS
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empfohlenes Fachsemester
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Webmastt+ilervdqm (in8tnbsfoport6qzhal-sbttu6v6vdiumydgim@uolqin.de) (Stand: 21.08.2020)