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Zahlen und Fakten

  • Dauer: 4 Semester
  • Abschluss: Master of Arts
  • Sprache: Deutsch
  • zulassungsbeschränkt
  • Besondere Zugangsvoraussetzungen

Studiengang

Sportwissenschaft - Master

Ausrichtung und Ziele

Sport hat eine große Relevanz sowohl für die soziale Integration als auch als ein gesamtgesellschaftlich bedeutsames Feld der (Re-)Produktion sozialer Heterogenität und Ungleichheiten. Nach wie vor hängen das Sportengagement sowie die gesundheitliche und die psycho-motorische Entwicklung von soziokulturellen Determinanten ab und haben die vielfältigen Erscheinungsformen des organisierten, kommerziellen und informellen Sporttreibens neben inkludierenden stets auch exkludierende Effekte. Der Masterstudiengang mit den Schwerpunkten „Soziale Heterogenität im Sport“ und „Talent im Sport“ soll zu einer theoretisch fundierten und empirisch informierten, kritischen Reflexion auf diese Zusammenhänge befähigen, damit Möglichkeiten zur Abdämpfung sozialer Ungleichheiten und Spaltungen durch organisatorisch und inhaltlich adäquate Sportmodelle eröffnen und die Kompetenz zur Entwicklung und Evaluation bspw. milieu- und gendersensibler Sport-, Bewegungs- und Gesundheitsangebote vermitteln.

Zu diesem Zweck richtet er einen kritischen, geistes-, sozial-, kultur- und naturwissenschaftlich informierten Blick auf Organisationsformen, institutionelle Rahmenbedingungen sowie (wissenschaftliche) Diskurse und Praktiken des Breiten- wie des Leistungssports. Im Hinblick auf den Leistungssport werden dabei vor allem Diskurse und Praktiken der Talentkonstruktion, der Talentdiagnostik, der Talentselektion, des Talenttransfers und der Talententwicklung fokussiert. Dabei geht es um eine wissenschaftlich fundierte und stets weiter zu entwickelnde Analyse und Synthese von Modellen, Instrumentarien und Maßnahmen zur sportlichen Begabung und zum sportlichen Talent. Insofern verstehen sich die Inhalte des Masterstudiengangs als wissenschaftliche Beiträge zur (Selbst-)Aufklärung des (Leistungs-)Sports sowohl über seine eigenen Prämissen als auch über seine intendierten wie nicht intendierten Effekte.

Der Masterstudiengang ist somit ein Baustein zu einer autonomen, verbandsunabhängigen und reflexiven Sportwissenschaft, von der letztlich auch eine Sportentwicklung profitieren kann, die es sich zur Aufgabe macht, möglichst vielen Menschen in der ausdifferenzierten und heterogen zusammengesetzten Gesellschaft der Moderne gerecht zu werden.

Studienaufbau und Studieninhalte

Der Masterstudiengang „Sportwissenschaft“ ist als 120-KP-Studiengang konzipiert und sieht eine Regelstudienzeit von 4 Semestern vor.

Er umfasst im Grundlagenbereich die Pflichtmodule „Propädeutikum“ (spo805), „Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf den Sport“ (spo815), „Naturwissenschaftliche Perspektiven auf den Sport“ (spo825) und „Forschungsmethoden I“ (spo835) mit insgesamt 36 KP.

Das im 2. Studiensemester verpflichtend zu belegende Modul „Interdisziplinäre Perspektiven auf den Sport“ (spo845) knüpft inhaltlich an die ersten drei Module des Grundlagenbereichs an und kennzeichnet den Beginn der Spezialisierungsphase.

In der Spezialisierungsphase können die Studierenden im 3. Studiensemester entweder ein auf den Schwerpunkt „Soziale Heterogenität im Sport“ (spo875) oder ein auf den Schwerpunkt „Talent im Sport“ (spo885) ausgerichtetes 12 KP-Modul wählen. Das ebenfalls im 3. Semester stattfindende Pflichtmodul „Forschungsmethoden II“ (spo865) baut auf den methodischen Grundlagen des vorherigen Semesters auf und ist inhaltlich mit den zeitgleich stattfindenden Wahlpflichtmodulen gekoppelt.
Der Anwendungsbereich umfasst die zwei Module „Sportwissenschaftliches Praktikum I“ (spo855) und „Sportwissenschaftliches Praktikum II“ (spo895) mit insgesamt 24 KP.

Im Masterabschlussmodul wird im 4. Semester die Masterarbeit (27 KP), begleitet von einem Kolloquium (3 KP), angefertigt.

Lehr- und Lernformen

Vorlesungen gibt es im Fachmaster nicht. Die Module setzen sich vorrangig aus Seminaren sowie aus einer Forschungswerkstatt und Praktika zusammen.

Gründe für ein Studium

  • Das Institut für Sportwissenschaft der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg ist ein Institut mit derzeit vier Professuren, an dem die Kommunikation innerhalb der und zwischen den verschiedenen Statusgruppen sehr gut funktioniert. Die Fachschaft leistet hierzu mit ihren Betreuungen der Studienanfänger*innen, vor allem in der Orientierungswoche, einen wertvollen Beitrag.

Sprachkenntnisse

Für ein Studium dieses Studiengangs an der Universität Oldenburg müssen Studierende mit der Bewerbung ausreichende deutsche und englische Sprachkenntnisse nachweisen:

Deutschkenntnisse
  • die Hochschulzugangsberechtigung oder ein Hochschulabschluss wurde in deutscher Sprache erworben oder
  • DSH 2 (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) oder
  • TestDaF mit Niveau 4 in allen Teilbereichen
  • durch andere anerkannte Sprachzertifikate auf dem gleichen Niveau.

Englischkenntnisse
  • ein erster Hochschulabschluss wurde in englischer Sprache in einem Land mit Englisch oder Deutsch als Amtssprache erworben oder
  • Sprachtest auf Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) oder
  • einfacher Durchschnitt der Punktzahlen im Fach Englisch der vier letzten Kursstufenhalbjahre von mindestens 5 Punkten (Note 4,0) in der Sekundarstufe II.

Der Nachweis der Sprachkenntnisse muss spätestens bei der Einschreibung vorliegen. Bewerber, die vor der Aufnahme des Fachstudiums noch einen studienvorbereitenden Deutschkurs benötigen, müssen die Englischkenntnisse bereits mit der Bewerbung vorlegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Sprachliche Voraussetzungen

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Der Masterstudiengang „Sportwissenschaft“ ist forschungs- und berufsfeldbezogen. Die Studierenden erweitern und vertiefen ihre sportwissenschaftlichen Kenntnisse und werden an der Schnittstelle sozial-, kultur- und naturwissenschaftlicher Perspektiven an interdisziplinäre Forschungsaufgaben in der Verschränkung von theoretischem, empirischem und praktischem Wissen herangeführt.
Der Studiengang bereitet auf eine Reihe unterschiedlicher Berufs- und Tätigkeitsfelder vor, z. B.:
  • Talentidentifikation, -selektion und -steuerung
  • Leistungsdiagnostik/-steuerung, Organisationsentwicklung
  • Karriereplanung/-begleitung
  • Prävention im/durch Sport

Zu den potenziellen Arbeitgeber*innen zählen insbesondere
  • die (Sport-)Wissenschaft
  • Sportinstitutionen (z. B. Vereine, Verbände)
  • Gesundheitseinrichtungen
  • Krankenkassen
  • Volkshochschulen
  • privatwirtschaftliche Unternehmen (z. B. Talententwicklung)

Informieren Sie sich weiter über das Berufsfeld Sport

Zugangsvoraussetzungen

'- Bachelorabschluss oder diesem gleichwertigen Abschluss mit dem Studienfach Sportwissenschaft im Umfang von mind. 60 KP oder einem anderen fachlich geeigneten Studiengang.

Englischkenntnisse und Deutschkenntnisse laut Zugangsordnung
Weitere Details siehe Sprachkenntnisse auf dieser Seite.

Bewerbung/Zulassungsmodalitäten

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Eine Bewerbung ist nur zum Wintersemester möglich. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbungen den vollständig ausgefüllten Übersichtsbogen bei.
Bewerbung zum Wintersemester bis 15.07.
(Stand: 22.06.2021)