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Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen": Projektvorschläge

Subjektivierung als Thema ökumenisch-theologischer Forschung

Projektvorschläge für theologische Dissertationen oder Habilitationen zur Bewerbung um Förderung im Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive", ab 01. 10. 2010

Religion, Religionsgemeinschaft, Kirchen können als spezifische Felder von Subjektivierung von Gläubigen oder auch religiösen Funktionsträgern (Amtsinhabern) verstanden werden. Das soll hier vor allem in Bezug auf die ökumenische Forschung (interkonfessionelle Dialogökumene und interkulturelle Ökumene) thematisiert werden. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Kollegs ermöglicht es dabei, dass ein besonderes Augenmerk auf die empirisch zu erhebenden Befunden geworfen werden kann. Die folgenden Projektvorschläge sind auch als Anregung zu verstehen, eventuelle eigene Projekte für den Rahmen des Graduiertenkollegs zuzuschneiden. 

1. Subjektivierung als Konzept der Entstehung von christlicher Identität

  • Welche Konzepte lassen sich in der theologischen Theoriebildung dafür entdecken und wie lassen sie sich empirisch aufzeigen?
  • Gibt es konfessionelle bzw. kulturelle Unterschiede?
  • Welche Rolle spielen Gefühle (Schmerz, Freude, Klage) im Subjektivierungsgeschehen?

Material:
Akademische theologische Literatur verschiedener Epochen / Konfessionen / Kulturen; religionspädagogische Forschung, katechetische Forschung über Konzepte christlicher Erziehung, praktisch-theologische Forschung über Gottesdienst und Spiritualität, Biographienforschung, empirische Untersuchung z.B. unter konfessionsverschiedenen Ehepaaren / Familien oder in kirchlichen Bildungseinrichtungen, missionstheologische Fallstudien zu jungen Kirchen in der sog. Dritten Welt, Gottesdienstformen.

2. Subjektivierung als Thema in der ökumenischen Forschung

  • Welche Elemente christlicher Glaubenspraxis lassen sich als Subjektivierungspraktiken verstehen (Gebet, Gottesdienst, Sakramente)?
  • Welche Rolle spielen Körper und Leiblichkeit in christlichen Subjektivierungspraktiken (z.B. Sakramentsverständnis und -praxis)?
  • Inwiefern können Themen des ökumenischen Dialogs als Dispute über Formen und Praktiken der religiösen Subjektiverung verstanden werden (Säuglings- oder Erwachsenentaufe, Eucharistie, Kirchenverständnis, Amtsverständnis, Frauenordination)?

Material:
Akademische theologische Liteatur verschiedener Epochen / Konfessionen / Kulturen, praktisch-theologische Forschung, empirische Untersuchungen als Fallstudien zu den jeweiligen Themenbereichen (z.B. Umfrage unter Täuflingen, Amtsinhabern, Gemeindemitgliedern).

3. Habitus-Formen christlicher Subjektivierung

  • Gibt es christliche Habitus-Formen, die sich als Elemente konfessioneller Mentalität beschreiben lassen?
  • Inwiefern lassen sie sich als Produkte interkultureller Wechselwirkungen beschreiben (z.B. Gehorsam, Vergebungsbereitschaft, Friedensarbeit, Mode (Schmuck, Kleidung), Anti-Alkoholismus, Bekenntnis / Zeugnis / Martyrium, Geschlechterbilder, Disput um Frauenordination innerhalb lutherischer Kirchen)?

Material:
Akademische theologische Literatur, katechetische Forschung, praktisch-theologische Forschung, kirchenhistorische Studien, missionswissenschaftliche Fallstudien, empirische Untersuchungen unter Mitgliedern religiöser Orden / Gemeinschaften, christlichen Gemeinden in nicht-christlicher Umgebung, jungen Kirchen der Dritten Welt, lutherischen Gemeinden ohne Frauenordination.

4. Metaphernkomplexe des christlichen Sprachstroms und ihre Verbindung zu Praktiken der Subjektivierung

  • Inwiefern lassen sich Bezüge herstellen zwischen der theologischen Relevanz bestimmter Leitmetaphern und entsprechenden Formen christlicher Subjektierung - etwa von Inkarnation und Sakramentalität, von Bundestheologie und reziproker Gottesdienststruktur, von (Gottes)Gabe und Subjektivierung der Gläubigen als Empfangende - und inwiefern können darin konfessionelle Spezifika ausgemacht werden?
Webmaster (Stand: 11.09.2018)