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Einladung zur Summer School anlässlich des Reformationsjubiläums

„Es reicht. Theologische Überlegungen zu Verlust und Aufbruch als Herausforderung von Reformation und Gegenwart“

in Kooperation mit Lehrenden und Studierenden des United Theological College, Bangalore

7.– 13. August 2017 in Wittenberg

 

In interkultureller Perspektive wollen wir fragen, wie die Reformation in Deutschland und Indien gewirkt hat und weiterhin wirken kann. Näheres zum Inhalt entnehmen Sie bitte der offiziellen Website (http://www.summerschool2017.org) sowie folgendem Programmtext:

„Kann die Auseinandersetzung mit der Reformation zu einem neuen Verständnis von Verlust führen, das vor allem auf dem Gedanken beruht, Vergangenes zu überwinden und einen neuen Aufbruch zu wagen? Diese Frage ist angesichts der gegenwärtigen Situation gesellschaftlicher Umbrüche von besonderer Relevanz. Das Bedürfnis, in alten und überholten Strukturen und Weltbildern zu verharren, kann den Aufschwung reaktionärer Bewegungen befördern. Die Reformation gilt als grundlegendes religiöses Innovations- und Umbruchgeschehen. Die daraus resultierende religiös-kulturelle Differenzierung und Pluralisierung ist zu einer nachhaltigen Signatur Europas und der westlichen Welt geworden. Die außereuropäische Ausbreitung des Protestantismus geschah zunächst durch Glaubensmigrant_innen. Dieser Phase folgten gezielte missionarische Aktivitäten der verschiedenen protestantischen Kolonialmächte. Diese historische Asymmetrie soll während des Seminars erschlossen und auf ihre Folgewirkungen für die christlichen Kirchen in der deutschen bzw. indischen Gesellschaft hin befragt werden. Das Erstarken reaktionärer Bewegungen und die zunehmende (religiöse) Radikalisierung sind keine Entwicklungen, von denen nur europäische Länder als Reaktion auf die globalpolitischen Ereignisse betroffen sind, sondern sie lassen sich ebenso in Indien beobachten. Welches Potential bietet die Reformation als ethische, politische und religiöse Erneuerungsbewegung, um auf die gegenwärtigen Ereignisse – in Deutschland oder in Indien angemessen zu reagieren? In der Begegnung von indischen und deutschen Studierenden und Dozent_innen soll die Bedeutung von Verlust und Aufbruch aus unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen und theologischen Kontexten heraus angesichts reformatorischer Potentiale gemeinsam untersucht werden.“

Wir freuen uns über Bewerbungen aus folgender Zielgruppe an der Universität Oldenburg:

-          Studierende des Fachs Ev. Theologie ab dem 3. Fachsemester des Bachelorstudiums

-          Studierende des Fachs Ev. Religion im Masterstudium

-          Studierende des Masterstudiengangs Ökumene und Religionen

Die Summer School kann in allen Disziplinen im Umfang von drei KP als Seminar angerechnet werden. Die konkreten Zuordnungen entnehmen Sie bitte dem Vorlesungsverzeichnis. Gute Englischkenntnisse sind eine Voraussetzung für die Teilnahme. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn Sie sich bereits mit Indien und/oder Interkultureller Theologie bzw. Postkolonialer Theologie auseinandergesetzt haben. Zur inhaltlichen Vorbereitung der Teilnehmenden findet am 30. Juni 2017, 13–18 Uhr, eine Blockveranstaltung statt.

Für die Teilnehmenden der Summer School entstehen keine Kosten, da das Oldenburger Projekt Freiheitsraum Reformation für Reise, Unterkunft und Verpflegung eine Grundfinanzierung zur Verfügung stellt. Dennoch wird allen Bewerberinnen und Bewerbern empfohlen, sich zusätzlich bei der Stiftung Mercator um ein Stipendium für die Summer School zu bewerben; denn Stipendiatinnen und Stipendiaten dieser Stiftung wird die Teilnahme an der Summer School garantiert. Bitte nutzen Sie hierfür das im Bereich “Links” bereitgestellte Formular.

Bitte senden Sie folgende Bewerbungsunterlagen bis zum 28. Februar 2017 an Bernhard Ortmann (bernhard.ortmann@uol.de):

-          Kurze Angaben zum Lebenslauf

-          Motivationsschreiben (1–2 DIN A4-Seiten)

Inyo3kfternetko6xjgordinanvsctooy+r (theologie@uol.de) (Stand: 21.08.2020)