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Performanz und Subjektivierung in der Wissenschaft: Erkenntnis als sozialer Prozess

Das Projekt geht von der – nicht gerade neuen, aber gerne verdrängten – These aus, dass für Genese und Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnis nicht allein wissenschaftliche Methoden und Qualität verantwortlich sind. Vielmehr ist auch der richtige Auftritt entscheidend. Irgendjemand muss sich zu einem spezifischen Subjekt formen, um von Seinesgleichen als Wissenschaftler anerkannt werden, und seine wissenschaftliche Erkenntnis performativ präsentieren. Der Wandel vom Novizen zum Mitspieler verdankt sich komplexen Subjektivierungsprozessen; aus ihnen entstehen "Denkkollektive" und "Denkstile" (L. Fleck).

Publikationen bislang:

„Ich sehe das, was Du nicht siehst“. Zu den theoretischen Grundlagen geschichtswissenschaftlicher Arbeit, in: Eckel, Jan/Etzemüller, Thomas (Hg.): Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2007, S. 27-68

Der „Vf.“ als biographisches Paradox. Wie wird man zum „Wissenschaftler“ und (wie) lässt sich das beobachten?, in: Alkemeyer, Thomas/Budde, Gunilla/Freist, Dagmar (Hg.): Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung, Bielefeld 2013, S. 175-196

Ins „Wahre" rücken. Selbstdarstellung im Wissenschaftsbetrieb, in: Merkur 69, 2015, H. 797, S. 31-43 (auch in: Eurozine, Okt. 2015)

"Arme Irre", Pseudowissenschaftler und Friedrich Kittler. Das Antiakademische als Funktion und innere Haltung, in: Mittelweg 36 26, 2017, H. 4-5, S. 70-87

Webmaster Thomas Etzemüller (Stand: 10.09.2018)