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Kommentar und Semiarplan

Kommentar:

Zur Konzeption eines Forschungsprojektes sollen Ordnungsentwürfe und -praktiken von Experten in Nordwesteuropa von den 1920er Jahren bis Ende der 1950er Jahre diskutiert werden. Diese Experten, vor allem Ingenieure und Mediziner, reagierten auf die grundlegenden Umwälzungen der sozialen Ordnung und Lebenswelten im Gefolge der Industrialisierung, indem sie die Gesellschaft unter einer biologischen Perspektive als „Körper“ deuteten, der zu desintegrieren drohte. Dagegen versuchten sie, mit den technischen Mitteln der Moderne, die bedrohte Gesellschaftsverfassung in einer stabilen Gemeinschaft zu reintegrieren, um die Folgen der Moderne zu überwinden. So entstand ein spezifisches Ordnungsdispositiv, das weitgehend stabil bis in die 1950er Jahre überdauerte, in weiten Teilen der westlichen Welt anzutreffen ist, politische und weltanschauliche Lager übergriff und eine erhebliche politisch-gesellschaftliche Wirkkraft entwickelte. Es entfaltete aber national unterschiedliche Ausprägungen; in Deutschland radikalisierte es sich bis zur nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Hier soll nun der Blick von diesem Extremfall abgewendet werden, um das Ordnungsdenken im gesamten europäischen 20. Jahrhundert zu untersuchen.

Seminarplan:

Wird je Semester abgesprochen

Webmd5wastfcer Tnlhomas Etzemülleryti (thomasijfy.etzemueosqdellerpl+m@ukrdj6ol.deddke) (Stand: 07.11.2019)