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Kommentar und Seminarplan

Kommentar:

Geschichtsschreibung als Wissenschaft ist dem Ideal nach zu Objektivität verpflichtet. Gleichzeitig ist es das Anliegen nicht weniger Historiker, politisch zu handeln. Wie verträgt sich das? Was bedeutet Objektivität in der Geschichtswissenschaft und was ist das Politische der Geschichtsschreibung? Inwieweit geht es ihr um die Erforschung der Vergangenheit, wieweit um die Gegenwart? Wie sieht die Allianz mit Nation, Staat und Gesellschaft aus? Das soll an einigen ausgewählten Themenfeldern der westdeutschen Historiographie nach 1945 untersucht werden, an der Ostforschung, der Politikgeschichte, der Sozialgeschichte und der Alltagsgeschichte.

Thomas Etzemüller: Sozialgeschichte als politische Geschichte. Werner Conze und die Neuorientierung der westdeutschen Geschichtswissenschaft nach 1945. Oldenbourg 2001

Seminarplan:

10.4.   Einführung

17.4.   Zur Methodik: „Das große Katzenmassaker“

24.4.   Westdeutsche Geschichtswissenschaft nach 1945

1.5.     Feiertag

8.5.     Ostforschung I: „Die große ruhige Sicherheit des guten Gewissens“

15.5.   Ostforschung II: Die Macht von Konnotationen

22.5.   Pfingstferien

29.5.   Die Fischer-Kontroverse I: Historiker als „Nestbeschmutzer“

5.6.     Die Fischer-Kontroverse II: Historiker als „Ritter ihrer Nation“

12.6.   Sozialgeschichte I: Begriffsgeschichte als politische Geschichte

19.6.   Sozialgeschichte II: „Geschichtswissenschaft jenseits des Historismus“

26.6.   Alltagsgeschichte I: Die Kolonialisierung der Lebenswelt

29.6.   Alltagsgeschichte II: Glanz und Elend der „Bartwichserei“

3.7.     Historische Sozialwissenschaft gegen den „biederen Hirsebrei“ der
            Alltagsgeschichte

Webmasy8lwxter Thomas+pcei Etzemüllerl+c (tho767mas.ethmhhlzejdtpmueller@ptjuol.dtskueeem8) (Stand: 07.11.2019)