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Kommentar und Seminarplan

Kommentar: 

Für Historiker ist der Umgang mit "Hinterlassenschaften" der Geschichte interessant. In der DDR beispielsweise waren die ersten Jahre der öffentlichen Aufarbeitung der SED-Diktatur durch eine umfassende "Stasi-Debatte" geprägt. Seit Mitte der 1990er Jahre ist dann die nostalgische Verklärung der DDR-Vergangenheit als "Ostalgie" zum Begriff geworden. Vom "Ampelmännchen", über die "Zonenkinder", "Good Bye Lenin" und "Die DDR-Show" ist dieses Phänomen in den Medien und damit auch geschichtkulturell mittlerweile stark verankert. In Westdeutschland kann man etwas Ähnliches mit den "Fuffzigern" beobachten. Besonders in den 1970er Jahren galten sie als "restaurativ" und "vermufft", am Ende dieser Aufbruchszeit, in den 1980er Jahren, begeisterte man sich plötzlich für Nierentische, Pettycoats und Oswald Kolle-Filme. Welche Funktion haben nostalgische Rückblicke auf die jüngsten Vergangenheiten? Was genau ist ein nostalgisches Geschichtsbild und welche Herausforderungen ergeben sich hieraus für die Geschichtswissenschaft? An ausgewählten Beispielen soll vergleichend untersucht werden, wie in spezifischen historischen Situationen ein neues Bild der Vergangenheit entsteht, das noch wenige Jahre zuvor völlig undenkbar gewesen wäre.

Seminarplan:

25.10.             Einführung

 

1.11.               Themenfindung, Bildung der Arbeitsgruppen

15.11.             Einzeltreffen mit den Arbeitsgruppen

5.12.               Einzeltreffen mit den Arbeitsgruppen

10.1.2007      Einzeltreffen mit den Arbeitsgruppen

9.-11.2.          Blockveranstaltung in Eisenhüttenstadt

Webmastqhter Tho9dmmas Etzemüllesi38rv1igv (thomas.etzemuwsuwellebmsufr@uol.d1n2wde/ya) (Stand: 07.11.2019)