Hochschulfinanzierung

Hochschulfinanzierung

Die Hochschulfinanzierung in Niedersachsen muss auskömmlich sein

In einem Offenen Brief hat sich ver.di sowie die Mehrheit der Personalräte an niedersächsischen Hochschulen bezüglich der aktuellen Situation der Hochschulfinanzierung in Niedersachsen an Ministerpräsident Weil und den Wissenschaftsminister Thümler gewandt.

Gefordert wird eine hochschulpolitische Kehrtwende in Niedersachsen. Es gilt, die globalen Minderausgaben zurückzunehmen und auf weitere Sparvorgaben zu verzichten. Der hohe Befristungsgrad an den Hochschulen ist unverzüglich einzudämmen.

Die globale Minderausgabe, die von den Hochschulen eingespart werden muss, beträgt ca. 120 Millionen Euro in den Jahren 2020-2024. Weitere pandemiebedingte Sparauflagen sind bereits angekündigt. Angesichts der hohen Fixkosten, der gestiegenen Energiekosten und einem Sanierungsstau von insgesamt ca. 4,3 Milliarden Euro bleibt den Hochschulen wahrscheinlich nur die Möglichkeit, bei den Personalkosten zu sparen. Der Verlust des Arbeitsplatzes, Arbeitsverdichtung, Qualitätseinbußen bei Forschung und Lehre, das Einstampfen von Studiengängen, das Abbrechen guter Lehr- und Forschungsformate aufgrund fehlender Anschlussfinanzierung sowie fehlende Planungssicherheit für die Hochschulen sind die verheerenden Folgen. 90 Prozent Befristungsgrad im wissenschaftlichen Mittelbau und 20 Prozent in Technik und Verwaltung sind ein Armutszeugnis für die Fürsorgepflicht des Landes Niedersachsen als Arbeitgeber den Beschäftigten gegenüber.

Was es braucht, ist eine auskömmliche grundständige Finanzierung der Hochschulen durch das Land, gepaart mit strikten Vorgaben an die Hochschulen, die jetzt bereits vorhandenen Mittel konsequent für die Entfristung von Beschäftigungsverhältnissen zu verwenden.

Im Folgenden ist der Offene Brief abgebildet und alternativ als PDF abrufbar.

(Stand: 04.05.2021)