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Uni-aktuell Januar 08

uni-aktuell Januar 08

Schöne neue Uni-Welt

*Die Erfolgsmeldungen überschlagen sich. Im Weihnachtsbrief des Präsidenten werden zahlreiche Forschungsaktivitäten aufgezählt, das UNI-INFO bildet auf Seite 1 die steile Erfolgsleiter ab, die Presse berichtet fast täglich von Oldenburger Errungenschaften. Was bei dieser euphorischen Berichterstattung zu kurz kommt, ist der Blick auf die Situation der Beschäftigten und der Studierenden an der Universität Oldenburg.
 

*Auch das „Halbzeit-Fazit 2007“ des Präsidenten kommt ohne die  arbeitenden und studierenden Menschen aus. Die Rede ist von Führungs- und Steuerungsstrukturen, von Exzellenz und Leitbildern - über schwierige Arbeits- und Studienbedingungen, gestiegene Energiekosten, Kürzungsrunden, finanzielle Engpässe oder befristete Arbeitsverhältnisse wird geschwiegen.


*Ohne das Engagement der Beschäftigten werden die Herausforderungen der nächsten Jahre schwer zu bewältigen sein. Das Projekt Finanzmanagement bringt nicht mehr Geld ins Haus, sondern benötigt mehr Einsatz der Kolleginnen und Kollegen. Der Bologna-Prozess hat das Studium verändert, Studiengänge wurden neu geschaffen, Leistungskontrollen vervielfacht und die Betreuungsintensität ist gestiegen.


*Die übergroße Mehrheit des wissenschaftlichen Personals ist befristet beschäftigt und die prekären Beschäftigungsverhältnisse als wissenschaftliche Hilfskräfte oder Lehrbeauftragte steigen ständig an. Aus Studiengebühren werden billige Arbeitskräfte eingestellt, die den personellen Mangel vertuschen. Im Dienstleistungsbereich wachsen die Belastungen und die ungesicherten Vertragsverhältnisse. Eine Lobby für die große Gruppe der befristet Beschäftigten gibt es an dieser Universität nicht.


*Mit den neuen Tarifverträgen ändern sich die Grundlagen für die Eingruppierungen. Eine neue Entgeltordnung (EGO) wird zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ausgehandelt und demnächst in Kraft treten. In der EGO soll sich die gesamte Palette der Tätigkeiten im Wissenschaftsbereich widerspiegeln: von studentischen Hilfstätigkeiten über Dienstleistungen bis zu professoralen Aufgaben. Daneben stehen Fragen der neuen Leistungsentgelte und die Einführung eines Beurteilungssystems auf der Tagesordnung.


*Um diesen großen Umbrüchen und Herausforderungen gerecht zu werden, brauchen wir einen starken Personalrat. Am 2. April sind Neuwahlen für den Personalrat. Die ver.di Betriebsgruppe und insbesondere die ver.di – Kandidatinnen und Kandidaten fordern die Hochschulleitung auf, sich den ständig verschlechternden  Arbeitsbedingungen der Beschäftigten mit dem Ziel der Verbesserung zu stellen.
Das Verschweigen der Probleme muss ein Ende haben!
 

Für mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Sicherheit
und für eine wirksame Verbesserung der Arbeitsbedingungen
!

Verd5mkvmi-gdeWebmhkfqpaster (verdk1i@2iuol.dehhkt) (Stand: 07.11.2019)