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Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein

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Department für Versorgungsforschung
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
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26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

Symposium „Gesundheitsökonomische Perspektiven in der Versorgungsforschung“

im Schlauen Haus, 9. und 10. Januar 2020

Anmeldungen bis zum 05.01.2020 an versylhjorgbae2undxdgsjqlforschung@uolzfcos.dhrmze

Flyer

Die Niedersächsische Ärztekammer gewährt insgesamt 7 Fortbildungspunkte.

Programm Donnerstag, 09.01.2020

14:00-14:15 Uhr, Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang
Begrüßung: Geschichte und aktuelle Entwicklung der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften

14:15-14:30 Uhr, Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein
Der Forschungsschwerpunkt Versorgungsforschung und was Gesundheitsökonomie damit zu tun hat

14:30-15:00 Uhr, Dr. Alexander Poppinga
Bedeutung gesundheitsökonomischer Forschung für den klinischen Alltag

15:00-15:45 Uhr, Prof. Dr. Jürgen Wasem 
Gesundheitsökonomie in Deutschland: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

15:45-16:15 Uhr
Kaffeepause

16:15-16:45 Uhr, Prof. Dr. Martin Siegel, TU Berlin
Die sozio-ökonomische Dimension der Gesundheitsversorgung

Monetäre und nicht-monetäre Kosten der Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung rücken zunehmend in den Fokus der Versorgungsforschung. Zuzahlungen sind ein Beispiel für monetäre Kosten, die häufig zur Finanzierung des Gesundheitssystems und zur Steuerung der Inanspruchnahme erhoben werden. Reisezeiten sind ein Beispiel für nicht-monetäre Kosten der Inanspruchnahme, die nur indirekt von der Politik gestaltet werden können. Insbesondere vor dem Hintergrund des dritten SDG sollte die Gesundheitsversorgung nicht nur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, sondern auch bezüglich Fragen der Gerechtigkeit, des Zugangs und dem Schutz vor sozialen und finanziellen Risiken evaluiert werden.

16:45-17:15 Uhr, PD Dr. Lars Schwettmann, Helmholtz Zentrum München
Die dunkle Seite der Evaluation? Die Anwendung gesundheitsökonomischer 
Methoden bei der Bewertung von Versorgungskonzepten

Die Auflegung des Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hatte zum Ziel, die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland qualitativ weiterzuentwickeln. Anders als etwa bei der Bewertung neuer Arzneimittel, fokussieren sich Evaluationen von Versorgungskonzepten in der Tat häufig auf deren Wirksamkeit und Wirkung, während Ressourceneffekte seltener einbezogen werden. Gesundheitsökonomische Methoden, die Kosten und Effekte von alternativen gesundheitsbezogenen Interventionen unter Alltagsbedingungen betrachten, können eine wesentliche Ergänzung darstellen und die Entscheidungsgrundlage insbesondere vor dem Hintergrund immer knapper werdender Ressourcen deutlich verbessern. Ihre konsequente Anwendung wird jedoch zumindest in Deutschland vielfach mit Skepsis gesehen. Im Rahmen des Beitrags sollen Vorbehalte diskutiert und einige aktuelle methodische Entwicklungen anhand ausgewählter Projekte aufgezeigt werden.

17:15-17:45 Uhr, PD Dr. Cornelia Henschke, TU Berlin
(Technologische) Innovationen in der Patientenversorgung - (un)begrenzte Möglichkeiten

Von Herzklappenklappenersatz bis hin zu digitalen Gesundheitsanwendungen. Innovationen im Gesundheitswesen sind ein Wachstumstreiber der Gesundheitswirtschaft und haben wesentlich zu einer verbesserten Diagnosestellung sowie Behandlung von Krankheiten beigetragen. Jedoch können sie auch mit Gefahren für den Patienten einhergehen. Aber welche Innovationen sind es ‚wert‘ in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen und finanziert zu werden? Wie können wir eine bestmögliche Patientenversorgung sicherstellen unter Beachtung begrenzter Ressourcen und ohne das Patientenwohl zu gefährden? 

Programm Freitag, 10.01.2020

9:00-9:30 Uhr, Dr. Jan Zeidler, Universität Hannover
GKV-Routinedatenanalysen als Instrument der gesundheitsökonomischen Versorgungsforschung

Für die systematische Erschließung von Wirtschaftlichkeitsreserven sind Informationen über die Versorgungssituation unter Alltagsbedingungen erforderlich. Um ein ganzheitliches Abbild der Strukturen, Prozesse und Outcomes unseres Gesundheitssystems zu generieren und den Nutzen sowie die Kosten etablierter und neuer Gesundheitsangebote systematisch bewerten zu können, wird die aus klinischen Studien und Primärdatenerhebungen generierte Evidenz daher heute systematisch durch ökonomische Informationen aus der routinedatenbasierten Versorgungsforschung ergänzt. Aufgrund ihrer Beschaffenheit können GKV-Routinedaten hierbei einen wichtigen Beitrag leisten und stellen daher heute eine wichtige Grundlage für wissenschaftliche Studien in der Gesundheitsökonomie dar. Anhand von Anwendungsbeispielen werden aktuelle gesundheitsökonomische Fragestellungen diskutiert und Lösungen für methodische Herausforderungen in der gesundheitsökonomischen Evaluation mit GKV-Routinedaten aufgezeigt.

9:30-10:00 Uhr, Prof. Dr. Thomas Reinhold, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Routinedaten in der gesundheitsökonomischen Versorgungsforschung - Erfahrungen aus aktuellen Projekten

Die Nutzung von Routinedaten im Gesundheitswesen ist für die Analyse in wissenschaftliche Projekten seit Jahren etabliert. Dennoch zeigen sich in der praktischen Erfahrung immer wieder Herausforderungen, sowohl bei der Datenakquise, der Datenverknüpfung als auch bei der konkreten Datennutzung. Der Vortrag thematisiert eigene Erfahrungen aus aktuellen Forschungsprojekten am Beispiel von GKV-Routinedaten verschiedener Krankenkassen sowie am Beispiel von klinischen Routinedaten.

10:00-10:30 Uhr, PD Dr. Martin Emmert, Universität Erlangen-Nürnberg
Public Reporting als Instrument zur Steigerung der Versorgungsqualität? Ergebnisse der Qualitätsberichterstattung der Metropolregion Nürnberg

Public Reporting wird ein positiver Einfluss auf die Versorgungsqualität im Gesundheitswesen nachgesagt. Einerseits sollen Patienten und Einweiser informierte Entscheidungen bei der Wahl medizinischer Leistungserbringer treffen (Selection), andererseits sollen Leistungserbringer zu einer verbesserten Versorgungsqualität motiviert werden (Change). Im Rahmen des Vortrags werden Ergebnisse der Versorgungsforschung zu diesen beiden Wirkmechanismen am Beispiel der Qualitätsberichterstattung der Metropolregion Nürnberg vorgestellt. Ebenso werden aktuelle Herausforderungen für ein wirksames Public Reporting im deutschen Gesundheitssystem thematisiert. 

10:30-11:00 Uhr
Kaffeepause

11:00-12:15 Uhr
Podiumsdiskussion, Moderation: Prof. Dr. Jochen Mierau, Universität Groningen
Durch internationale Vergleiche zu mehr Wissen - auch eine Zukunftsperspektive für die Gesundheitsökonomie?
Es diskutieren:
PD Dr. Martin Emmert, Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Cornelia Henschke, TU Berlin
Prof. Dr. Thomas Reinhold, Charité – Universitätsmedizin Berlin
PD Dr.    Lars Schwettmann, Helmholtz Zentrum München
Prof. Dr. Martin Siegel, TU Berlin
Dr. Jan Zeidler, Universität Hannover

Wenubmasj3terjc (da0yqvidw+.s73oass@uolusmtz.deaj) (Stand: 05.12.2019)