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Dissertation

Thema

Strategische Unternehmensplanung in einer Data Warehouse Umgebung unterstützt durch ein Wissensmanagementsystem

Kurzbeschreibung

Die Konzeption des Einsatzes von Data Warehouse Technologie für die Entwicklung von kennzahlbasierten Planungsszenarien verbunden mit Wissensmanagementsystemen bildet das Thema dieser Dissertation.

Das Data Warehouse ist als zentrale Datenquelle des unternehmensweiten Berichtswesens nicht nur für vergangenheitsorientierte Auswertungen relevant, sondern auch für das zukunftsorientierte Reporting der strategischen Planung von Bedeutung. Über das Data Warehouse werden Vergleiche zwischen Ist- und Plan-Daten ermöglicht, die konsistent und somit vergleichbar mit anderen strategischen Berichten sind. Um Ist-Plan-Vergleiche leisten zu können, muss das Data Warehouse in der Lage sein, nicht nur Massendaten multidimensional abzulegen, sondern auch bestimmte Daten wie eine relationale Datenbank zu speichern. Die Fähigkeit zur transaktionalen Verarbeitung ist für das unmittelbare Erfassen, Ändern und Löschen von Plandaten durch den Anwender erforderlich. Bei der kennzahlbasierten strategischen Planung ist die Interaktion mit dem Anwender unerlässlich, es muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, Plan-Kennzahlen einzutragen oder Verteilungsregeln zu ändern. Dabei ist die einzugebende Datenmenge vergleichsweise gering und der Abstraktionsgrad der Daten in der Regel sehr hoch, da die Präzision der Aussagen über zukünftige Sachverhalte mit dem Detaillierungsgrad abnimmt. Die Auswirkungen auf niedrigerer Ebene lassen sich allerdings über das Data Warehouse nachvollziehen, wenn die Planung hierarchisch nach den Top-Down und Bottom-Up Verfahren erfolgt.

Plan-Daten werden auf der Grundlage von Informationen gebildet, mit deren Hilfe eine Aussage über Ereignisse in der Zukunft möglich ist. Zusammengefasst werden die Informationen oftmals in Dokumenten und müssen erst aus diesen extrahiert werden. Allerdings ist es nicht wünschenswert, dass der Anwender manuell Daten aus elektronisch vorliegenden Dokumenten in das Planungsszenario überträgt. Dieser Erfassungsaufwand kann reduziert werden, indem die Dokumente selbst eine Datenquelle für das Data Warehouse bilden. Dies können sie aber nur, wenn sie strukturiert abgelegt werden, kontextbezogen identifizierbar sind und sich für eine Datenextraktion eignen. Um diese Aufgaben zu erfüllen kann ein Wissensmanagementsystem eingesetzt und mit dem Data Warehouse verknüpft werden, so dass die in den Dokumenten enthaltenen Informationen für die strategische Planung im Data Warehouse verfügbar sind.

Um die strategische Planung optimal zu unterstützen, gilt es eine Vorgehensweise zu konzipieren, welche den Prozess der Ablage von Dokumenten und der Datengewinnung aus diesen Dokumenten sicherstellt sowie letztendlich die Daten in ein bestehendes Datenmodell für die kennzahlbasierte strategische Planung im Data Warehouse integriert. Es gilt die Anforderungen an die strategische Planung zu berücksichtigen und neue Konzepte zu entwickeln, welche einen geschlossenen Planungsprozess ermöglichen. Dabei sollen besonders die Bedingungen in einem Data Warehouse und die Verwendung von unstrukturierten Daten, die in einem Wissensmanagementsystem abgelegt sind, Beachtung finden.

VLBA-Webmaster (vlbavpm-admin@uluolfkg.deasm) (Stand: 07.11.2019)