Contact

Press & Communication

+49 (0) 441 798-5446

Events (German)

all events

Press releases (German)

Veranstaltungsankündigung

  • 015/26 30. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Kompositionswettbewerb: Elektronische Musik im Fokus Einsendeschluss ist der 30.April

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    30. Januar 2026   015/26    Veranstaltungsankündigung

    Kompositionswettbewerb: Elektronische Musik im Fokus

    Einsendeschluss ist der 30.April

    Oldenburg. Komponistinnen und Komponisten können ihre selbstkomponierten Werke beim diesjährigen 23. Internationalen Wettbewerb um den Carl von Ossietzky-Kompositionspreis einreichen. Das Institut für Musik der Universität Oldenburg sucht in diesem Jahr Stücke, die Verbindungen schaffen: zwischen experimentell-zeitgenössischer Musik und populären Musikkulturen sowie zwischen analog-physischen, elektroakustischen und digital-elektronischen Musikinstrumenten.

    Spielbare Live-Elektronik soll in den eingereichten Kompositionen mit herkömmlichen Musikinstrumenten zu einem hybriden Klangkörper verschmelzen. Ein Ensemble von maximal zehn Musiker*innen muss – neben den üblichen Orchester- und Bigbandinstrumenten sowie Gesangs- und Sprechstimmen – mindestens zwei verschiedene elektronische oder virtuell-digitale Instrumente/ Controller beinhalten.

    Eingereichte Werke sollen einen mittleren Schwierigkeitsgrad haben, mit dem Ziel, dass Studierende die Musik uraufführen können. Für Ende des Jahres ist eine Aufführung ausgewählter Werke geplant. Die Kompositionen sollten eine maximale Aufführungsdauer von 20 Minuten haben und bislang weder veröffentlicht noch aufgeführt sein.

    Für die Teilnahme gibt es keine Altersbegrenzung. Kompositionen von Teams sind auch möglich. Die eingesendeten Werke sollen von geschulten Laien oder interessierten Musikstudierenden leicht aufzuführen sein. Die inhaltliche Ausrichtung ist freigestellt. Die Jury vergibt drei Hauptpreise in Höhe von 1.000, 700 und 500 Euro sowie einen Förderpreis in Höhe von 500 Euro für junge Komponist*innen. Einsendeschluss ist Donnerstag, der 30. April. Weitere Details zur Ausschreibung sind auf der Website zu finden.

    Weblinks

    Kontakt

    Volker Schindel, Tel.: 0441/798-4907, E-Mail:

  • 014/26 30. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Niedersachsen als Drehkreuz: Sorgt die Wasserstofftransformation bald für einen Wirtschaftsboom?

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    30. Januar 2026   014/26    Veranstaltungsankündigung

    Niedersachsen als Drehkreuz: Sorgt die Wasserstofftransformation bald für einen Wirtschaftsboom?

    Oldenburg. Bis 2040 könnten durch die Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen bis zu 60.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und eine Wertschöpfung von 200 Milliarden Euro erzielt werden – vorausgesetzt, die Transformation gelingt. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niedersachen mit dem Titel „Die Grüne Wasserstofftransformation in Niedersachsen“ hervor. Doch was bedeutet diese Prognose konkret für Beschäftigte, Betriebe und Regionen in Niedersachen? Welche Branchen stehen vor einem Umbruch, wo entstehen Jobs und wo braucht es vorausschauende Qualifizierungen? Diesen Fragen geht die Autorin der Studie, Anke Mönning, in einem Vortrag am Mittwoch, 18. Februar, von 14.00 bis 17.00 Uhr im BIS-Saal der Universität Oldenburg (Uhlhornsweg 49-55) nach. Anmeldungen sind bis zum 14. Februar über das Online-Formular der Kooperationsstelle Hochschule Gewerkschaften unter l.uol.de/anmeldung-wasserstofftransformation möglich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

    Laut der Studie eignen sich Niedersachsens Häfen, Speicher und Elektrolyseprojekte als Drehkreuz für die deutsche Wasserstoffwirtschaft, sofern die Infrastruktur, die Qualifizierung und die Absatzmärkte mitwachsen. Nach einem Impulsvortrag von Mönning werden in einem Workshop die regionalen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für eine faire und nachhaltige Wasserstofftransformation diskutiert.

    Die Veranstaltung ist ein Angebot der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen, Arbeit und Leben Niedersachsen, des Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks und des DGB Niedersachsen.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Claudia Czycholl, E-Mail:

  • 012/26 26. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Oldenburger Krebsinformationstag: Neue Entwicklungen stehen im Mittelpunkt Veranstaltung für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte am 7. Februar
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    26. Januar 2026   012/26    Veranstaltungsankündigung

    Oldenburger Krebsinformationstag: Neue Entwicklungen stehen im Mittelpunkt

    Veranstaltung für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte am 7. Februar

    Oldenburg. Neue Entwicklungen, neue Chancen, neue Herausforderungen – unter dieser Überschrift steht der 3. Oldenburger Krebsinformationstag der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO), der am Samstag, 7. Februar, von 9.30 bis 14.00 Uhr im CORE Oldenburg (Heiligengeiststr. 6-8) stattfindet. Organisiert von den beiden Universitätskliniken für Innere Medizin – Onkologie am Klinikum und Pius-Hospital Oldenburg, bündelt die Veranstaltung die Expertise der UMO rund um das Thema Krebs. Patientinnen und Patienten, Angehörige und alle Interessierten erhalten Einblicke in neue Diagnostik- und Therapieansätze sowie in laufende Forschungsprojekte. Außerdem präsentieren sich verschiedene Selbsthilfegruppen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

    „Die geplanten Vorträge zeigen eindrücklich, wie sehr Optimierung und Personalisierung inzwischen die Behandlung von Krebs prägen und wie individuell wir Patientinnen und Patienten begleiten können“, sagt Prof. Dr. Frank Griesinger, der die Universitätsklinik für Onkologie am Pius-Hospital leitet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Cyrus Khandanpour, seit Dezember Direktor der Universitätsklinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum, eröffnet er den Tag mit einem Vortrag über neue Therapien.

    Mit den Nebenwirkungen dieser neuen Therapien kennen sich die onkologischen Fachkrankenpflegerinnen Gabriele Bohmann-Kemper und Friederike Niemann vom Pius-Hospital sowie Kirsten Makiewicz vom Klinikum aus. Sie informieren darüber, wie sie diesen pflegerisch begegnen – und was Patientinnen und Patienten selbst tun können, um Nebenwirkungen einzudämmen.

    Griesinger berichtet in einem weiteren Vortrag über die Möglichkeiten, Krebs ohne Gewebeentnahme, zum Beispiel durch Blutuntersuchungen, zu diagnostizieren sowie darüber, welche Rolle Präzisionsonkologie spielt und in Zukunft spielen wird – etwa durch Unterstützung von künstlicher Intelligenz bei der Diagnostik.

    Dr. Kay Willborn von der Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik am Pius-Hospital informiert über die Entwicklung moderner Bestrahlungstechniken. Aktuelle Therapiemöglichkeiten bei Tumoren und Metastasen im Gehirn und am Rückenmark stehen im Vortrag von Prof. Dr. Johannes Woitzik vom Evangelischen Krankenhaus Oldenburg im Mittelpunkt.

    Die individuellen Eigenschaften eines Tumors spielen inzwischen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung einer Erkrankung. Sie beeinflussen, welche Therapien Ärztinnen und Ärzte vorschlagen. Wie die Bestimmung des „Fingerabdrucks“ einer Krebserkrankung und die personalisierte Behandlung zusammenhängen, erklären Prof. Dr. Marc-Philipp Hitz und PD Dr. Lukas Heukamp. Hitz ist Direktor des Universitätsinstituts für Medizinische Genetik am Klinikum. Heukamp ist am Oldenburger Standort des Hamburger MVZ HPH Instituts für Pathologie und Hämatopathologie tätig.

    Neben diesen Vorträgen erwarten Besucher*innen ein Yoga-Angebot mit der onkologischen Fachkraft Kristin Schulze sowie diverse Informations- und Beratungsangebote, etwa von den Sozialdiensten und Psychoonkologien. Zahlreicher Selbsthilfegruppen informieren über ihre Angebote für Betroffene verschiedener Krebserkrankungen. Ebenso finden Interessierte Informationen über Ernährung und Palliativversorgung.

    Weblinks

    Bilder

      

    Cyrus Khandanpour ist seit Dezember Direktor er Universitätsklinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum Oldenburg. Foto: Markus Hibbeler

    [Bild herunterladen]

     
      

    Frank Griesinger ist Direktor der Universitätsklinik für Onkologie am Pius-Hospital Oldenburg. Foto: Michael Stephan

    [Bild herunterladen]

  • 011/26 23. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Online-Vortrag zur „Rechten Mobilisierung in der Arbeitswelt“

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    23. Januar 2026   011/26    Veranstaltungsankündigung

    Online-Vortrag zur „Rechten Mobilisierung in der Arbeitswelt“

    Oldenburg. Seit vielen Jahren sind rechtsextreme Akteure und Akteurinnen verstärkt in Betrieben und Einrichtungen aktiv, um dort Einfluss auf Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen zu nehmen. Doch welche Strategien und Strukturen nutzen sie dafür? Und welche Handlungsoptionen haben beispielsweise Betriebsräte und Beschäftigte, um dem entgegenzuwirken? Über diese Themen spricht Dr. Björn Allmendinger, stellvertretender Geschäftsführer von Arbeit und Leben Niedersachsen, in einem Online-Vortrag am Donnerstag, 12. Februar, ab 18.00 Uhr. Schwerpunkt des Vortrags ist die Art und Weise der Einflussnahme, sei es durch gezielte politische Kampagnen, „rechte“ Listen bei Betriebsratswahlen oder den Aufbau von vermeintlichen Arbeitnehmervertretungen wie der Scheingewerkschaft „Zentrum“. Anmeldungen sind bis zum 8. Februar über das Online-Formular der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften unter l.uol.de/aul-vortrag möglich. Der Vortrag ist kostenfrei.

    Dr. Björn Allmendinger ist neben seiner Tätigkeit als stellvertretender Geschäftsführer von Arbeit und Leben Niedersachsen als Lehrbeauftragter am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover aktiv.

    Der Vortrag ist Teil der Reihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg. Er findet in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Weser-Ems statt.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Claudia Czycholl, E-Mail:

  • 007/26 20. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Tango-Oper: „María de Buenos Aires“ Karten erhältlich für den 16. und 17. Juni im Theater Laboratorium
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    20. Januar 2026   007/26    Veranstaltungsankündigung

    Tango-Oper: „María de Buenos Aires“

    Karten erhältlich für den 16. und 17. Juni im Theater Laboratorium

    Oldenburg. Studierende der Universität Oldenburg und der Hochschule für Künste Bremen bringen die ikonische Tango-Oper „María de Buenos Aires“ (1968) des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla und des uruguayischen Librettisten Horacio Ferrer auf die Bühne. Die aufwändige Inszenierung wird von einem elfköpfigen musikalischen Ensemble begleitet. Die Aufführungen finden statt am Dienstag, 16. Juni, und am Mittwoch, 17. Juni, jeweils um 20.00 Uhr im Theater Laboratorium (Kleine Straße 8). Der Eintritt kostet 30 Euro pro Person, ermäßigt 10 Euro. Tickets sind unter verein-mtp.reservix.de erhältlich. Das Stück wird auf Spanisch aufgeführt und ist mit deutschen Übertiteln versehen.

    Bereits im Sommer 2025 stieß die Vorstellung beim Publikum auf große Resonanz, weshalb es nun die Wiederaufnahme der Produktion gibt. Studierende und Berufsmusiker*innen haben unter der Leitung von Volker Schindel, künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musik der Universität, gemeinsam am Stück gearbeitet. Die musikalische Leitung liegt in diesem Jahr bei dem professionellen Bandoneonisten Rocco Heins, der auch selbst musizieren wird und mit seinem Instrument, dem Bandoneón, einen wichtigen Anteil am melancholischen Klang des Tangos hat. Die ausgebildete Opernsängerin und Solistin Marija Jokovic singt die Hauptrolle der María, in die männliche Hauptrolle schlüpft der Student Jan-Daniel Moulai.

    Die „Tango-Operita“ („Tango-Operchen“), wie Piazzolla und Ferrer ihr Werk bezeichneten, ist ein poetisches Musiktheater über den Mythos der Stadt Buenos Aires und ihre Menschen. María steht sinnbildlich für die Stadt, die sich über den Tango ausdrückt. Ihr Lebensweg verläuft zwischen Realität und Fantasie: von ihrer Kindheit über ihre Zeit als Prostituierte bis hin zu ihrem Tod und ihrer Rückkehr als Geist. Das Stück gilt bis heute als Hommage an den Tango.

    Weblinks

    Bilder

      

    Im Instrumentalensemble spielen Studierende und Berufsmusiker*innen gemeinsam. Einen wichtigen Anteil am melancholischen Klang des Tangos hat das Bandoneon. Foto: Ngating Wong

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Volker Schindel, Tel.: 0441/798-4907, E-Mail:

  • 005/26 9. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Abschlusskonzert der Uni-Bigband
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    9. Januar 2026   005/26    Veranstaltungsankündigung

    Abschlusskonzert der Uni-Bigband

    Oldenburg. Swing, Modern Jazz und lateinamerikanische Musik erklingen am Freitag, 16. Januar, an der Universität Oldenburg, wenn die Uni-Bigband wieder auf der Bühne steht. Das Abschlusskonzert zum Semesterende unter Leitung von Christian Kappe beginnt um 20.00 Uhr in der Uni-Aula (Einlass ab 19.30 Uhr, Gebäude A11, Ammerländer Heerstraße 69). Neben verschiedenen Klassikern zählen auch zeitgenössische Titel zum aktuellen Repertoire des Jazzorchesters. Instrumental- und Gesangsstücke unter anderem von Ethel Waters, Bob Mintzer, John Daversa, Pat Metheny, Diana Krall sowie der Gruppe Radiohead gehören zu den Highlights des Abends. Karten für 12 Euro (ermäßigt für 6 Euro) sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Die Fachschaft Musik bietet im Foyer Getränke an.

    Weblinks

    Bilder

      

    Ihr Semesterabschlusskonzert hat Tradition: Auch in diesem Jahr spielt die Big Band der Uni Oldenburg wieder ein buntes Programm. Foto: Robin Schmalenberg

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Christian Kappe, Tel.: +49(0)177 801 3925, E-Mail:

Verschiedene

  • 019/26 5. Februar 2026 Wissenschaftliche Tagung / Veranstaltungsankündigung Nutzung von Freiräumen als Antwort auf Ungleichheit, Diversität und Digitalisierung in der Schule Schulmanagement-Tagung an der Universität Oldenburg

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    5. Februar 2026   019/26    Wissenschaftliche Tagung / Veranstaltungsankündigung

    Nutzung von Freiräumen als Antwort auf Ungleichheit, Diversität und Digitalisierung in der Schule

    Schulmanagement-Tagung an der Universität Oldenburg

    Oldenburg. Soziale Ungleichheiten, migrationsbedingte Diversität, die Digitalisierung und neue Familienformen fordern Schulen in ihren etablierten Strukturen heraus, sodass diese gezwungen sind, sich strukturell zu wandeln. Neue Freiräume könnten bei dieser Umstellung helfen, doch wie können Schulen diese fördern, gestalten und nutzen? Die 33. Schulmanagement-Tagung an der Universität Oldenburg bietet unter dem Titel „Freiräume nutzen: Schulentwicklung im gesellschaftlichen Wandel“ Antworten auf diese Frage. Die Tagung findet statt am Donnerstag, 19. März, von 8.30 bis 14.30 Uhr im Hörsaalzentrum (Gebäude A14, Uhlhornsweg 86). Sie richtet sich an Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogisches Personal mit Führungsaufgaben und bietet praxisnahe Impulse aus Forschung und Schule. Interessierte können sich bis zum 5. März über die Webseite der Tagung anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro.

    Den Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Hochschullehrer für Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund und einer der profiliertesten Bildungs- und Migrationssoziologen Deutschlands. El-Mafaalani wird einen soziologischen Blick auf die Entwicklung unserer Gesellschaft werfen und diesen mit Erkenntnissen aus der Bildungsforschung verbinden.

    Im Anschluss bietet die Tagung in zwei Zeitblöcken die Möglichkeit, an verschiedenen Impulsangeboten teilzunehmen. Zu den Themen, von denen viele anhand von Praxisbeispielen erläutert werden, zählen unter anderem Methoden zur partizipativen und demokratischen Schulentwicklung, Konzepte für eigenverantwortliches und individualisiertes Lernen sowie Zukunftsimpulse für Lehr-, Unterrichts-, und Schulkonzepte.

    Die jährliche Schulmanagement-Tagung wird vom Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum, der Arbeitsstelle Schulentwicklung und dem Oldenburger Fortbildungszentrum der Universität Oldenburg veranstaltet. Alle Details zum Programm, den Referentinnen und Referenten sowie den Vorträgen finden sich unter:

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Verena Niesel, Tel.: 0441/798-4080, E-Mail:

  • 018/26 4. Februar 2026 Forschung Universitätsmedizin und Großleitstelle arbeiten enger zusammen Neuer Innovationscluster für Notfallversorgung und Gefahrenabwehr
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    4. Februar 2026   018/26    Forschung

    Universitätsmedizin und Großleitstelle arbeiten enger zusammen

    Neuer Innovationscluster für Notfallversorgung und Gefahrenabwehr

    Oldenburg. Wie häufig rufen Menschen ohne lebensbedrohlichen Notfall einen Rettungswagen? Welche Notfälle sind die häufigsten Gründe für einen Anruf unter der Nummer 112? Wie gut funktionieren die Versorgungsketten vom Notruf bis zur Nachsorge? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich jetzt der neue Innovationscluster für Notfallversorgung und Gefahrenabwehr (INGA). Er ist ein gemeinsames Vorhaben der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO), der Großleitstelle Oldenburger Land und deren Trägerkörperschaften.

    Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben heute Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder, Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg, und Frank Leenderts, Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land, unterschrieben. Anwesend waren außerdem Vertreter*innen der Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie der kreisfreien Städte Delmenhorst und Oldenburg. Im Auftrag dieser Kommunen steuert die Großleitstelle die Feuerwehr- und Rettungseinsätze in der Region. In Kooperation mit 36 Rettungs- und 155 Feuerwachen disponiert die Großleitstelle von Oldenburg aus mehr als 2.000 Einsatzfahrzeuge.

    „Unsere Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, wie universitäre Forschung unmittelbar in der Region wirkt und zu einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Menschen beiträgt, die hier leben“, sagte Bruder. Im Rahmen der Forschung zum Thema Notfallversorgung hat die Universität das Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin aufgebaut. Diese Vernetzung mit Rettungsdiensten, Katastrophenschutzbehörden, Krankenhäusern und Hausärzteschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der niedersächsischen Hochschullandschaft und bietet die idealen Voraussetzungen für den Innovationscluster.

    Hintergrund der engen Zusammenarbeit sind die immer komplexeren Herausforderungen in der Notfallversorgung. Fachkräftemangel, Krankenhauszentralisierungen, die steigende Zahl älterer Menschen, die allein zu Hause leben – Entwicklungen wie diese erfordern, regelmäßig zu überprüfen, ob Ressourcen der Notfallversorgung optimal eingesetzt sind und genügen. Einfache statistische Auswertungen reichen für diese Betrachtungen nicht aus. Wie oft und für welche Notfälle der Rettungsdienst ausrücken muss, hängt auch mit anderen Sektoren des Gesundheitswesens zusammen. Ein Beispiel: Kann der Hausarzt keinen Hausbesuch machen, wählt eine Person, die Schmerzen hat und nicht selbst einen Arzt aufsuchen kann, im Zweifel die 112 – auch wenn für sie der ärztliche Notdienst unter der 116 117 eigentlich die richtige Stelle wäre. Die Zusammenarbeit zwischen Großleitstelle und Universität soll künftig Analysen vollständiger Prozessketten und Zusammenhänge ermöglichen.

    „Die Sicherstellung einer leistungsfähigen Notfallversorgung ist eine zentrale Aufgabe für unsere Region. Angesichts grundlegender Zukunftsfragen wie neuer Versorgungsmodelle oder der sektorenübergreifenden Patientensteuerung braucht es eine enge Verzahnung von Praxis und Wissenschaft. Mit der Kooperation bündeln wir die operative Erfahrung aus den Bereichen Leitstelle, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit der wissenschaftlichen Expertise der Universität, um relevante Fragestellungen fundiert zu analysieren und die Notfallversorgung zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“, sagte Leenderts.

    Die Großleitstelle richtet im Rahmen von INGA eine neue Stelle ein, die sich ausschließlich mit Forschungsdatenmanagement beschäftigt. Sie bereitet alle relevanten Daten, die zum Beispiel Rettungskräfte in Form von Einsatzprotokollen erheben, systematisch für Forschungszwecke auf. An der Universität entsteht eine Koordinationsstelle, die als Schnittstelle zu den Forschenden fungiert und sich auch mit dem Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis beschäftigt.

    Die Vereinbarung gilt bis zum 31. Dezember 2030 und verlängert sich anschließend um jeweils fünf Jahre, sofern sie nicht gekündigt wird.

    Bilder

      

    Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg (vorne rechts), und Frank Leenderts, Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land (vorne links), gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern aller Landkreise und Städte, in deren Auftrag die Großleitstelle die Feuerwehr- und Rettungseinsätze in der Region koordiniert. Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

     
      

    Hans-Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, Frank Leenderts, Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburg, und Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg (v.l.), haben die Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

  • 017/26 2. Februar 2026 Forschung Wie Lichtverschmutzung die Orientierung von Nachtfaltern stört Projekt „Lightstar“ untersucht Einfluss von Straßenbeleuchtung auf Insekten – Renommierte EU-Förderung über 1,5 Millionen Euro 
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    2. Februar 2026   017/26    Forschung

    Wie Lichtverschmutzung die Orientierung von Nachtfaltern stört

    Projekt „Lightstar“ untersucht Einfluss von Straßenbeleuchtung auf Insekten – Renommierte EU-Förderung über 1,5 Millionen Euro 

    Oldenburg. Nachtfalter sind von zunehmender Lichtverschmutzung bedroht: Straßenlaternen, beleuchtete Städte und Siedlungen stören die Orientierung der nachtaktiven Insekten und reduzieren damit ihre Paarungsaussichten. Welche Mechanismen dahinterliegen, ist Forschenden bislang in großen Teilen rätselhaft. Das Projekt „Lightstar“ will diese entschlüsseln. „Wir wollen eine aussagekräftigere Datengrundlage zum Verhalten von Nachtfaltern bei Lichtverschmutzung schaffen“, sagt Projektleiterin Dr. Jacqueline Degen. Für ihre Forschung an der Universität Oldenburg hat die Biologin eine hochkarätige Förderung eingeworben: einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre.

    Die Auszeichnung geht an exzellente Forschende in frühen Karrierephasen. „Der renommierte ERC-Grant ist ein großer Erfolg für Jacqueline Degen“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder. „Ihr Vorhaben stärkt unsere herausragende Forschung auf dem Gebiet der Tiernavigation und somit auch unseren Exzellenzcluster ‚NaviSense‘“. Seit Januar 2026 bündeln darin Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Oldenburg Spitzenforschung zur Navigation von Tieren wie Zugvögeln, Fledermäusen, Krill und Insekten. 

    Nachtfalter tracken mit Leichtgewicht-Markern

    Nachtfalter gelten als die „Bienen der Nacht“ und haben eine unverzichtbare Funktion im Ökosystem: Sie bestäuben (Nutz-)Pflanzen und sind eine Nahrungsquelle für andere Tiere wie Fledermäuse und Vögel. Degen interessiert sich angesichts des signifikanten Insektenschwunds dafür, wie Mondlicht, Straßenbeleuchtung, Wetter und Bewölkung wechselseitig auf Ligusterschwärmer und Mittlerer Weinschwärmer wirken. Diese Nachtfalterarten navigieren mithilfe des Mondes und der Sterne und legen zur Nahrungssuche häufig weite Strecken zurück. Der aufgehende Mond fördert zudem die Partnersuche. Die Navigationsbiologin geht davon aus, dass künstliches Licht männliche Nachtfalter bei dieser räumlichen Orientierung und der Suche nach paarungswilligen Weibchen beeinträchtigt.

    Um Nachtfalter in bislang unerforschten räumlichen und zeitlichen Dimensionen detailliert beobachten zu können, entwickelt Degen mit ihrem Team ein neuartiges 3D-Tracking-System. „Wir platzieren einen möglichst kleinen Marker auf dem Rücken des Nachtfalters“, erklärt Degen. „Mithilfe einer speziell gebauten Drohne können wir die Flugbahn und die Flughöhe dann erstmals überhaupt über hunderte Meter hinweg verfolgen.“ Das Knifflige: Die Marker müssen nicht nur extrem leicht, sondern auch unter realen nächtlichen Freilandbedingungen zuverlässig detektierbar sein. Zwar existieren bereits sehr leichte reflektierende Marker im Bereich von rund 20 Milligramm, doch ob sie nachts im Freiland funktionieren, ist bislang unklar. „Wiesen sind nachts häufig feucht“, erklärt Degen. „Tau auf Pflanzen kann starke, unkontrollierte Reflexionen erzeugen, die wahrscheinlich nur schwer von den gewünschten Marker-Signalen zu unterscheiden sind.“

    Ziel des Projekts ist es daher, speziell angepasste Leichtgewicht-Marker und Auswertungsmethoden zu entwickeln, die auch unter solchen Bedingungen ein eindeutig identifizierbares Signal liefern. Langfristig sollen diese Marker so leicht sein, dass sie nicht nur für größere Nachtfalter, sondern auch für weitere, besonders kleine Insektenarten nutzbar werden.

    Insektensterben: Eindämmung von Lichtverschmutzung

    Das neue 3D-Tracking-System soll auch in groß angelegten Feldexperimenten zum Einsatz kommen. „Wir platzieren männliche Falter im Freiland rund 100 Meter entfernt von den Weibchen“, erklärt Degen. „Wenn sich die Männchen auf den Weg zu den Weibchen machen, simulieren wir auf der Route Straßenbeleuchtung und im Hintergrund den Mond.“ Im Freiland wollen die Forschenden erstmalig beobachten, wie Mondlicht, Straßenbeleuchtung, Bewölkung, Wind, Flugdauer und Flughöhe der Nachtfalter miteinander interagieren.

     „Unsere Forschung kann dabei helfen, wirksame Strategien zu entwickeln, um dem unter anderem durch Lichtverschmutzung verursachten Insektensterben entgegenzuwirken“, erläutert Degen. Die gewonnenen Daten könnten beispielsweise als Grundlage für politische Entscheidungen dienen, etwa wenn es um die Reduktion von Beleuchtung im öffentlichen Raum geht. Schon kleine Maßnahmen könnten helfen, betont Degen, indem beispielsweise Lampen niedriger angebracht würden, um den Flugkorridor von Nachtfaltern nicht zu stören. 

    Zur Person

    Dr. Jacqueline Degen hat an der Universität Bielefeld und der Universität Würzburg Biologie studiert. Promoviert hat sie zum Thema „Orientierungsflüge von Honigbienen“ an der Freien Universität Berlin. 2016 kehrte Degen an die Universität Würzburg zurück und leitete unter anderem zwei Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie. Seit August 2025 forscht Degen an der Universität Oldenburg in der Arbeitsgruppe „Insect Spatial Orientation and Navigation Lab“, die von dem Navigationsbiologen Prof. Dr. Basil el Jundi geleitet wird. Degens Forschungsprojekt „Lightstar“ startet im Februar 2026. In dem Projekt vorgesehen sind ein Postdoc und zwei Doktoranden.

    Weblinks

    Bilder

      

    Mithilfe einer Drohne und speziellen Leichtgewicht-Markern will Jacqueline Degen die Flugbahnen von Nachtfaltern untersuchen. Foto: Universität Oldenburg/ Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

     
      

    Nachtfalterlarven. Die Insekten gelten als die „Bienen der Nacht", weil sie Pflanzen bestäuben. Foto: Universität Oldenburg/ Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Dr. Jacqueline Degen, Tel.: 0441/798-3132, E-Mail:

  • 016/26 2. Februar 2026 Forschung Unerwartetes Feedback im Klimasystem Studie deckt überraschenden Zusammenhang zwischen Rückgang des Westantarktischen Eisschildes und Algenwachstum während der vergangenen 500.000 Jahre auf
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    2. Februar 2026   016/26    Forschung

    Unerwartetes Feedback im Klimasystem

    Studie deckt überraschenden Zusammenhang zwischen Rückgang des Westantarktischen Eisschildes und Algenwachstum während der vergangenen 500.000 Jahre auf

    Oldenburg. Ein Sedimentkern aus dem pazifischen Sektor des Südpolarmeeres hat einem Forschungsteam um den Geochemiker Dr. Torben Struve von der Universität Oldenburg einen Hinweis auf eine unerwartete Klimarückkopplung in der Antarktis geliefert. Wie die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Geoscience berichten, bestand während vergangener Eiszeitzyklen ein enger Zusammenhang zwischen Veränderungen des Westantarktischen Eisschildes und dem Algenwachstum im Meer – allerdings anders als vermutet. Das Team schließt aus den Ergebnissen, dass der pazifische Sektor des Südpolarmeeres im Zuge der globalen Erwärmung in Zukunft womöglich weniger Kohlendioxid aufnehmen könnte als im Augenblick, wenn sich der als instabil geltende Westantarktische Eisschild weiter verkleinern sollte. 

    Der Sedimentkern, den das Team untersuchte, enthält Ablagerungen, die rund eine halbe Million Jahre in die Vergangenheit reichen und damit vier Eiszeitzyklen umfassen. Er wurde bereits 2001 auf einer Expedition des Forschungsschiffes Polarstern bei 116 Grad West und 62 Grad Süd in knapp 5.000 Metern Wassertiefe entnommen. Das Gebiet liegt zwischen Südamerika und Neuseeland südlich der sogenannten Polarfront und gehört damit zum Südpolarmeer.

    Eine unerwartete Rolle in dem von den Forschenden beobachteten Klima-Feedback spielt das Element Eisen. „Im Normalfall wirkt die Zufuhr von Eisen im Südpolarmeer wie eine Düngung: Sie regt das Algenwachstum an, was wiederum dazu führt, dass der Ozean mehr Kohlendioxid aufnehmen kann“, erläutert Struve. Dies geschah früheren Untersuchungen zufolge etwa während vergangener Kaltzeiten: Damals wehten starke Winde vermehrt eisenhaltigen Staub von den Kontinenten ins Meer. Als Folge erhöhte sich das Algenwachstum, und das Südpolarmeer nördlich der Polarfront nahm mehr CO2 auf. Das verstärkte jeweils zu Beginn der Eiszeiten die globale Abkühlung.

    Der in der aktuellen Studie untersuchte Sedimentkern zeichnete allerdings ein anderes Bild: Die Untersuchungen des Kerns ergaben, dass der Eiseneintrag dort – anders als in anderen Kernen aus benachbarten Meeresgebieten etwas weiter nördlich – vor allem in Warmzeiten besonders hoch war. Aus ihren Analysen ziehen die Forschenden den Schluss, dass die eisenhaltigen Sedimente nicht durch Wind, sondern durch Eisberge dorthin gelangt waren. Darauf deutet etwa die Größe der Partikel hin. Die Untersuchungen legen zudem nahe, dass das Material aus der Westantarktis stammt, dem Teil des Südkontinents westlich der Antarktischen Halbinsel. Der dortige Eisschild gilt als relativ instabil, da große Teile des Eises unterhalb des Meeresspiegels liegen.

    Die aktuelle Studie liefere damit einen kleinen Beitrag zur Klärung der Frage, wie empfindlich der Westantarktische Eisschild auf Klimaveränderungen reagiert, berichtet Struve. Verschiedene jüngere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Eis in diesem Teil der Antarktis während der letzten Warmzeit vor rund 130.000 Jahren stark zurückgezogen hatte. Damals lagen die Temperaturen in etwa so hoch wie heute. „Auch unsere Ergebnisse legen nahe, dass damals in der Westantarktis viel Eis verloren gegangen ist“, erklärt der Struve, der am Oldenburger Institut für Chemie und Biologie des Meeres in der Arbeitsgruppe Marine Isotopengeochemie forscht. Durch den Zerfall des teils kilometerdicken Eispanzers entstanden offenbar zahlreiche Eisberge, die nach Norden drifteten. Im Eis waren Sedimente eingeschlossen, die Gletscher zuvor vom felsigen Untergrund abgetragen hatten und die beim Schmelzen der Eisberge zum Meeresgrund sanken. Den Daten aus dem Sedimentkern zufolge waren am Ende der Kaltzeiten und während des Höhepunkts der Warmzeiten besonders viele Eisberge unterwegs.

    Überrascht waren Struve und seine Kolleginnen und Kollegen vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und vom Lamont-Doherty Earth Observatory im US-Staat New York vor allem davon, dass die verstärkte Sediment- und Eisenzufuhr im Meer kein Algenwachstum anregte. „Das Wachstum des Phytoplanktons, also der Mikroalgen in den lichtdurchfluteten oberen Schichten des Ozeans, wurde nicht oder nur schwach angeregt, was somit zu einer stark verringerten Aufnahme von CO2 führte“, erklärt Dr. Frank Lamy, Paläoklimatologe am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Koautor der Studie. Die Forschenden führen dies darauf zurück, dass es sich um stark verwitterte Sedimente handelte. Das Eisen, das diese Mineralkörnchen enthielten, lag ihrer Analyse zufolge in einer schlecht löslichen Form vor, die von Lebewesen nicht gut verwertet werden kann.

    Das Bild, das sich aus den Daten ergibt, sieht folgendermaßen aus: „Unter dem Eisschild der Westantarktis befindet sich wahrscheinlich geologisch altes, bereits stark verwittertes Gestein“, erläutert Struve. Immer, wenn der Eisschild in vergangenen Warmzeiten schrumpfte und dabei zahlreiche Eisberge abbrachen, trugen diese größere Mengen der verwitterten Mineralien in den angrenzenden Südpazifik – wo das Algenwachstum dennoch gering blieb. „Dieser Zusammenhang war für uns sehr überraschend“, so der Forscher. Denn: „Die Gesamtmenge an Eisen war in diesem Bereich des Südpolarmeeres nicht der kontrollierende Faktor für das Algenwachstum“, erklärt er. Die Ergebnisse würden zeigen, dass man nicht, wie bisher angenommen, pauschal davon ausgehen könne, dass eine Eisenzufuhr die CO2-Aufnahme des Südpolarmeers erhöht. Dies hänge vielmehr von der Bioverfügbarkeit des Eisens und damit etwa auch von der chemischen Zusammensetzung der eingetragenen Mineralien ab.

    Für die Zukunft, wenn der Westantarktische Eisschild im Zuge der globalen Erwärmung vermutlich weiter schrumpfen wird, seien womöglich ähnliche Szenarien wie in der letzten Warmzeit zu erwarten, so das Team. „Nach allem, was man weiß, ist ein Zerfall des Eisschildes nicht in naher Zukunft zu erwarten, aber wir sehen, dass sich das Eis dort bereits ausdünnt“, erklärt Struve. Ein weiterer Rückgang könnte zur Folge haben, dass Gletscher und Eisberge erneut die verwitterten Gesteinsschichten verstärkt abtragen. Das könnte wiederum dazu führen, dass der pazifische Sektor des Südpolarmeers weniger Kohlendioxid aufnimmt als im Augenblick – eine Rückkopplung, die den Klimawandel noch verstärkt. Um mehr zum Ausmaß und zur Bedeutung dieses Phänomens sagen zu können, wäre es Struve zufolge sinnvoll, noch genauere geochemische Untersuchungen durchzuführen und weitere Meeresbodenproben aus dem Südpazifik zu analysieren: „In verschiedenen Archiven gibt es noch viel Material, mit dem man arbeiten kann.“  

    Originalveröffentlichung: Torben Struve et al.: „South Pacific carbon uptake controlled by West Antarctic Ice Sheet dynamics”, Nature Geoscience, DOI: 10.1038/s41561-025-01911-0, www.nature.com/articles/s41561-025-01911-0

    Weblinks

    Bilder

      

    Der untersuchte Bohrkern stammt aus dem pazifischen Sektor des Südpolarmeeres, wo zum Zeitpunkt der Bohrung 2001 hin und wieder Eisberge drifteten. Foto: Johann P. Klages / Alfred Wegener Institut

    [Bild herunterladen]

     
      

    Ein wichtiger Schritt bei der Aufbereitung der Proben aus dem Meeresboden ist die Eisenfällung. Dieser Prozess konzentriert die Elemente Uran und Thorium, wodurch sich der Sedimenteintrag rekonstruieren lässt. Foto: Universität Oldenburg / Matthias Knust

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Dr. Torben Struve, Tel.: 0441/798-3894, E-Mail:

  • 013/26 28. Januar 2026 Weiterbildung Berufsbegleitend studieren an der Uni Oldenburg Bewerbungsphase läuft – Online-Infoabende im Februar

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    28. Januar 2026   013/26    Weiterbildung

    Berufsbegleitend studieren an der Uni Oldenburg

    Bewerbungsphase läuft – Online-Infoabende im Februar

    Oldenburg. Neben dem Job studieren oder sich in einem Semester weiterbilden – das ermöglichen die berufsbegleitenden Studiengänge der Universität Oldenburg. Interessierte können sich Anfang Februar bei Onlineveranstaltungen über die Angebote des C3L – Center für lebenslanges Lernen informieren. Die Anmeldung ist über die Webseite der Studiengänge sowie unter dem angegebenen Link möglich.

    Zum Masterabschluss führen die Studiengänge Bildungs- und Wissenschaftsmanagement, Innovationsmanagement und Entrepreneurship, Risikomanagement und Finanzanalyse sowie Informationsrecht. Ein Bachelor kann berufsbegleitend in Betriebswirtschaftslehre erworben werden. Berufstätige können sich noch bis 1. März auf einen Studienplatz bewerben und im kommenden Sommersemester beginnen.

    Rund 50 Module der C3L-Studiengänge stehen im Sommersemester auch als Weiterbildung offen – ganz ohne Einschreibung. Bei einem späteren Einstieg ins Studium werden die Zertifikate voll angerechnet. Beruflich erworbene Kompetenzen und fachliche Qualifikationen sind ebenfalls anrechenbar und können das Studium verkürzen.

    Am C3L lernen die Teilnehmenden praxisnah und überwiegend online. Durch den digitalen Campus lässt sich das Studium flexibel mit Arbeit, Freizeit und Familie vereinbaren. Mit den berufsbegleitenden Angeboten können sich Beschäftigte und Selbstständige für leitende Positionen qualifizieren, Fachkenntnisse vertiefen oder in ein neues Berufsfeld einsteigen.

    Weblinks

    Kontakt

    Christina Meyer-Truelsen, Tel.: 0441/798-3111, E-Mail:

  • 010/26 22. Januar 2026 Forschung Überraschende Entdeckung: Teil der Netzhaut von Vögeln funktioniert dauerhaft ohne Sauerstoff Internationales Forschungsteam mit Oldenburger Beteiligung veröffentlicht Studie in Nature

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    22. Januar 2026   010/26    Forschung

    Überraschende Entdeckung: Teil der Netzhaut von Vögeln funktioniert dauerhaft ohne Sauerstoff

    Internationales Forschungsteam mit Oldenburger Beteiligung veröffentlicht Studie in Nature

    Oldenburg. In einer heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie liefert ein internationales Forschungsteam, darunter Prof. Dr. Henrik Mouritsen und Prof. Dr. Karin Dedek von der Universität Oldenburg, eine Erklärung für ein biologisches Paradoxon. Die Forschenden zeigen, dass die inneren Schichten der Netzhaut von Vögeln trotz permanenten Sauerstoffmangels funktionieren und dass das Gewebe stattdessen durch anaerobe Stoffwechselprozesse mit Energie versorgt wird. Die Studie widerlegt außerdem eine seit dem 17. Jahrhundert bestehende Annahme über die Funktion einer mysteriösen Struktur im Vogelauge.

    Das Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Christian Damsgaard und Prof. Dr. Jens Randel Nyengaard von der Universität Aarhus in Dänemark stellte sich die Frage, wie die Netzhaut von Vögeln mit Energie versorgt wird, obwohl es dort keine Blutgefäße gibt. „Die Netzhaut ist ein Gewebe aus Nervenzellen, das einen hohen Energieverbrauch hat, sie ist sozusagen eine hochspezialisierte Erweiterung des Gehirns“, erläutert Mouritsen. Der Oldenburger Neurowissenschaftler war daran beteiligt, die Idee für die Studie zu entwickeln.

    Für gewöhnlich wird Nervengewebe durch ein dichtes Netz aus winzigen Blutgefäßen mit Sauerstoff versorgt. Die Netzhaut von Vögeln bildet jedoch eine auffällige Ausnahme – dort gibt es keine Blutgefäße. Das erhöht vermutlich die Sehschärfe, da Blutgefäße das Licht auf seinem Weg zu den Sinneszellen ablenken. Diese Streuung wird bei Vögeln vermutlich reduziert. Wie deren Netzhaut ohne Blutversorgung überleben kann, war jedoch bislang unklar.

    „Unser Ausgangspunkt war eigentlich ganz einfach“, sagt Erstautor Damsgaard: „Nach allem was wir über Physiologie wissen, sollte dieses Gewebe nicht funktionsfähig sein.“ Die Suche nach der Lösung dieses Rätsels war indessen alles andere als simpel und dauerte insgesamt acht Jahre.

    Jahrhundertelang gab es eine vorherrschende Theorie dafür, wie Sauerstoff in die Netzhaut (Retina) gelangt: Demnach ist dafür eine kammartige, stark durchblutete Struktur im Glaskörper des Vogelauges verantwortlich – der sogenannte Augenfächer, in der Fachsprache: Pecten oculi. Obwohl seit dem 17. Jahrhundert bekannt, blieb seine genaue Funktion spekulativ.

    Ein Grund dafür: Niemand hatte bislang den Sauerstoffgehalt in der Vogelretina unter normalen physiologischen Bedingungen untersucht. „Direkte Messungen sind technisch extrem schwierig“, erklärt Nyengaard. 2020 gelang es dem Forschungsteam, entsprechende Untersuchungen in Zusammenarbeiten mit Expertinnen für Tieranästhesie der Universität Aarhus durchzuführen. Die Ergebnisse überraschten das Team: Der Augenfächer stellt demnach keinen Sauerstoff für die Netzhaut zur Verfügung. Stattdessen stellte sich heraus, dass sich die inneren Schichten der Netzhaut in einem Zustand permanenten Sauerstoffmangels befinden.

    Dies warf eine weitere Frage auf: Wie kann die Netzhaut genug Energie produzieren, um funktionieren zu können? Um das herauszufinden, kombinierten die Forschenden Methoden aus unterschiedlichen Forschungsfeldern. Unter anderem verwendeten sie ein Verfahren, um die räumliche Aktivität von tausenden Genen direkt im Netzhautgewebe zu kartieren, die sogenannte räumliche Transkriptomik. Auf diese Weise konnten sie etwa herausfinden, an welchen Stellen des Gewebes spezifische Stoffwechselpfade aktiv waren.

    Die Daten enthüllten ein klares Muster: Gene, die mit der anaeroben Glykolyse zu tun haben – dem Abbau von Zucker ohne Sauerstoff – waren in den mit Sauerstoff unterversorgten inneren Schichten der Retina sehr aktiv. Diese Erkenntnis stellte die Forschenden erneut vor ein Rätsel: Anaerobe Glykolyse erzeugt pro Zuckermolekül nur ein Fünfzehntel der Energie, die sauerstoffbasierter Stoffwechsel liefert. „Wie kann eins der energiehungrigsten Gewebe im Vogelkörper mit so einem ineffizienten Prozess klarkommen?“, sagt Nyengaard.

    Weitere bildgebende Studien mit radioaktiv markierten Glukosemolekülen zeigten, dass die Vogelretina sehr viel mehr Zucker aufnimmt als der Rest des Gehirns. Daraufhin schauten sich die Forschenden den rätselhaften Augenfächer noch einmal genauer an. Das Team fand heraus, dass in dieser Struktur vor allem Gene aktiv sind, die die Herstellung von Enzymen zum Transport von Glukose und Laktat steuern. Statt Sauerstoff bereitzustellen, agiert der Augenfächer als Stoffwechselportal: Er transportiert Glukose in die Netzhaut und befördert Laktat, ein Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels, über den Augenfächer zurück in den Blutkreislauf.

    Die Oldenburger Neurowissenschaftler*innen Karin Dedek und Henrik Mouritsen zeigten, dass bestimmte Stützzellen, die sogenannten Müller-Zellen, innerhalb der Retina dafür sorgen, dass Glukose zu den Nervenzellen gelangt und Laktat abtransportiert wird: Die beiden Forschenden wiesen mithilfe von Antikörpern nach, dass in diesen Zellen die Enzyme zum Transport von Laktat und Glukose vorhanden sind. Sie entwickelten zudem ein Modell dafür, wie Laktat und Glukose zwischen dem Augenfächer, dem Glaskörper und den Müller-Zellen ausgetauscht werden, um in den Nervenzellen der Netzhaut eine hochwirksame anaerobe Glykolyse zu ermöglichen.

    „Der Augenfächer ist ein Transportsystem, um Treibstoff zu beschaffen und Abfallprodukte zu entfernen“, betont Nyengaard. Die Funktion der seltsamen Struktur im Vogelauge wurde demnach über Jahrhunderte fehlinterpretiert. Evolutionsbiologische Untersuchungen des Teams deuten zudem darauf hin, dass dieses besondere Merkmal bereits in der Dinosauriergruppe auftrat, aus der später die modernen Vögel hervorgingen.

    Auch wenn die aktuelle Studie keinen direkten Anwendungsbezug hat, gehen die Autorinnen und Autoren davon aus, dass die Ergebnisse auch für die Medizin interessant sein könnten. „Bei Leiden wie einem Schlaganfall wird menschliches Gewebe in Mitleidenschaft gezogen, weil die Sauerstoffzufuhr reduziert ist und sich dort dann Abfallprodukte des Stoffwechsels anreichern“, sagt Nyengaard. „In der Netzhaut von Vögeln sehen wir ein System, das mit Sauerstoffmangel auf eine völlig neue Art fertig wird.“ Das Team hofft, dass diese Erkenntnis dazu beitragen kann, neu über Krankheiten nachzudenken, bei denen Sauerstoffmangel eine Rolle spielt.

    Originalveröffentlichung: Christian Damsgaard et al: „Oxygen-free metabolism in the bird inner retina supported by the pecten”, Nature, doi.org/10.1038/s41586-025-09978-w

    Weblinks

    Bilder

      

    Färbungen mit Antikörpern zeigen, dass die „Endfüße“ von Stützzellen in der Zebrafink-Netzhaut (sogenannte Müllerzellen, grün) Proteine zum Abtransport von Laktat enthalten (magenta gefärbt). Bild: Karin Dedek

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Tel.: 0441/798-3081, E-Mail:

  • 009/26 21. Januar 2026 Forschung 10.000-mal so schnell wie ein elektronischer Transistor: Lichtschalter aus extrem dünnen Halbleiterschichten Oldenburger Physikteam weist ultraschnellen Schaltprozess nach, der in optischen Bauelementen zum Einsatz kommen könnte
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    21. Januar 2026   009/26    Forschung

    10.000-mal so schnell wie ein elektronischer Transistor: Lichtschalter aus extrem dünnen Halbleiterschichten

    Oldenburger Physikteam weist ultraschnellen Schaltprozess nach, der in optischen Bauelementen zum Einsatz kommen könnte

    Oldenburg. Eine Nanostruktur aus Silber und einer extrem dünnen Halbleiterschicht lässt sich in einen schnell schaltbaren Spiegel verwandeln – im Prinzip einen optischen Transistor, der etwa 10.000-mal schneller schaltet als das entsprechende elektronische Bauteil. Diesen Effekt beschreibt ein internationales Team unter Leitung des Physikers Prof. Dr. Christoph Lienau von der Universität Oldenburg in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Nanotechnology. Wie die Forschenden berichten, sind solche ultraschnellen Lichtschalter insbesondere für die optische Datenverarbeitung von großem Interesse.

    Das Ziel des Teams bestand darin, ein Material zu finden, dessen Reflexionseigenschaften sich in einem Zeitraum von wenigen Femtosekunden gezielt durch einen Laser verändern, also „schalten“ lassen. Eine Femtosekunde entspricht dem Millionstel einer Milliardstel Sekunde. Für die Studie verwendeten die Forschenden ein dünnes Silberplättchen, auf dessen Oberfläche sie ein Gitter aus rund 45 Nanometer (Milliardstel Meter) breiten und tiefen, parallelen Rinnen einfrästen. Darüber brachten Teammitglieder von der University of Cambridge (Großbritannien) eine extrem dünne Halbleiterschicht auf. Der Film aus dem Halbleitermaterial Wolframdisulfid bestand aus nur einer Monolage des Kristalls, war also drei Atomdurchmesser dick.

    Durch diese Kombination zeigte die Nanostruktur eine ungewöhnliche Reaktion auf Licht, wie das Team berichtet. „Keines der beiden Materialien allein weist einen Schaltereffekt auf“, betont Lienau. Doch vereint in einer Nanostruktur reagieren die beiden Materialien auf eine ganz neue Art, weshalb Forschende auch von einem aktiven Metamaterial sprechen: An der Oberfläche der Nanostruktur lässt sich eingestrahltes Licht für rund 70 Femtosekunden in Form eines besonderen Quantenzustands, eines sogenannten Exziton-Plasmon-Polaritons speichern, bevor es reflektiert wird. In diesem Zustand, der sowohl Eigenschaften von Licht als auch von Materie aufweist, breitet sich das Licht in Form sogenannter Plasmonwellen entlang der Oberfläche der Halbleiterschicht aus. Dabei tritt es in eine starke Wechselwirkung mit den Elektron-Loch-Paaren der Halbleiterschicht, den sogenannten Exzitonen.

    „Während dieser Speicherzeit konnten wir die Reflektivität der Schicht gezielt steuern“, erklärt Dr. Daniel Timmer vom Oldenburger Institut für Physik, der gemeinsam mit Dr. Moritz Gittinger Erstautor der Studie war. Die Forschenden verwendeten einen externen Laserimpuls, um die Stärke der Wechselwirkung zwischen Exzitonen und Plasmonwelle zu verändern. Schon bei ihren ersten Experimenten gelang es dem Team auf diese Weise, die Helligkeit des reflektierten Lichts um bis zu 10 Prozent zu ändern – ein erstaunlich großer Wert, der sich durch Optimierung des Materials wahrscheinlich noch steigern lässt.

    Timmer und Gittinger untersuchten den Effekt mit dem Verfahren der zweidimensionalen elektronischen Spektroskopie (2DES). Mit dieser experimentell herausfordernden Methode ist es möglich, quantenphysikalische Wechselwirkungsprozesse mit einer Zeitauflösung von wenigen Femtosekunden zu beobachten wie in einem Film. Die Anwendung von 2DES konnte ein Team um Lienau erst kürzlich durch einen Trick deutlich vereinfachen und so für weitere Studien nutzbar machen. „In der aktuellen Untersuchung ist es uns erstmals gelungen, ein solches Metamaterial mit Lichtimpulsen zu untersuchen, die kürzer sind als der beobachtete Schaltprozess“, betont Lienau. Das habe es ermöglicht, die verschiedenen Stadien des Phänomens im zeitlichen Abstand von einigen Femtosekunden festzuhalten.     

    „Unsere Ergebnisse sind von großem Interesse, wenn man ultraschnelle Lichtschalter auf der Nanoskala realisieren will“, betont Lienau. Eine mögliche Anwendung sei zum Beispiel die optische Datenverarbeitung. „Die Information, die man pro Zeiteinheit übertragen kann, würde durch solche Schalter drastisch ansteigen“, erklärt Lienau. Zum Vergleich: Die Schaltzeit von elektronischen Transistoren, die in Computern oder LED-Fernsehern millionenenfach zum Einsatz kommen, ist etwa tausendmal so lang. Optische Technologien seien daher aus physikalischer Sicht die einzige Möglichkeit, die Taktrate herkömmlicher Computer noch weiter zu steigern. Auch bei der Chipherstellung, in optischen Sensoren oder Quantencomputern könnten Nanolichtschalter interessante Möglichkeiten bieten. Lienau unterstreicht: „Die wichtigste Aufgabe wird darin bestehen, aktive Metamaterialien so zu designen, maßzuschneidern und zu optimieren, dass entsprechende Anwendungen möglich werden.“ 

    An der Studie waren neben dem Oldenburger Team Forschende von der University of Cambridge (Großbritannien), vom Politecnico di Milano in Mailand (Italien) und von der Technischen Universität Berlin beteiligt.

    Originalveröffentlichung: Daniel Timmer, Moritz Gittinger et al.: „Ultrafast transition from coherent to incoherent polariton nonlinearities in a hybrid 1L-WS2/plasmon structure,“ Nature Nanotechnology, www.nature.com/articles/s41565-025-02054-4, doi: 10.1038/s41565-025-02054-4

    Weblinks

    Bilder

      

    Moritz Gittinger (l.) und Daniel Timmer vor dem Experiment, auf dem die aktuelle Studie beruht. Foto: Universität Oldenburg / Marcus Windus

    [Bild herunterladen]

     
      

    Komplexe Versuchsaufbauten ermöglichen es, die extrem schnellen Bewegungen von Elektronen in Festkörpern mit Laserpulsen in hoher zeitlicher Auflösung untersuchen. Foto: Universität Oldenburg / Marcus Windus

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Prof. Dr. Christoph Lienau, Tel.: 0441/798-3485, E-Mail:

  • 008/26 21. Januar 2026 Hochschulpolitik Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt im Aufwind Schwerpunkt liegt 2026 auf dem Baubeginn des Medizincampus und der Förderung von Medizin-Neugründungen
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    21. Januar 2026   008/26    Hochschulpolitik

    Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt im Aufwind

    Schwerpunkt liegt 2026 auf dem Baubeginn des Medizincampus und der Förderung von Medizin-Neugründungen

    Oldenburg. Am Dienstag trafen sich Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit den Spitzen der Stadtverwaltung und den Mitgliedern der Hochschulleitung zum dreizehnten Jahresgespräch von Universität und Stadt Oldenburg. In der gemeinsamen Sitzung zogen Universitäts- und Stadtspitze eine positive Zwischenbilanz. Im Arbeitsprogramm für dieses Jahr bilden die Themenfelder Medizin und Innovation einen Schwerpunkt: Der Baubeginn des Medizincampus ist im Sommer geplant. Flankierend steht die Förderung von Start-ups aus der Medizinbranche im Fokus. Zudem setzen die beiden Partner begonnene Projekte fort und planen zum Beispiel neue Vorhaben in den Bereichen Klimaneutralität und Gründungskultur.

    „2025 haben wir unseren Fachaustausch in allen fünf Kernbereichen unserer Kooperation und auch darüber hinaus fortgesetzt und vertieft“, betonte Universitätspräsident Bruder. „Mit Projekten wie ‚Age Friendly Cities‘, in dem unsere Forschenden Daten dazu erheben, wie altersgerecht Oldenburg ist, oder dem niedersachsenweiten Energieverbundprojekt TEN.efzn bringt die Universität ihr Wissen immer stärker in die Praxis ein.“

    „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität hat seit der Unterzeichnung der Strategischen Kooperationsvereinbarung in nur zwei Jahren einen spürbaren Aufwind erfahren. 2026 werden sich viele Vorhaben verstetigen und weiter entfalten“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Der hervorragende Erfolg der Universität, die im letzten Jahr alle Exzellenzcluster-Anträge erfolgreich einwerben konnte, strahlt auch auf die Stadt insgesamt sehr positiv aus, sowohl in der baulichen als auch in der Fachkräfte-Entwicklung. Das würde durch einen erfolgreichen Antrag als Exzellenz-Universität in diesem Jahr noch gesteigert werden. Dabei unterstützt die Stadt die Universität mit aller Kraft.“

    Ein neues Projekt im Bereich „Klimaneutralität“ ist der „Klimagarten“: Schon seit einiger Zeit ist die Umgestaltung des Botanischen Gartens der Universität in Richtung Klimaneutralität im Gange – Ziel sind begrünte Dächer und Fassaden, eine Wärmeversorgung durch Geothermie und Strom aus Photovoltaik-Anlagen. Ein Highlight des Projekts, an dem auch die Stadt beteiligt ist, ist ein neues Ausstellungsgebäude im Eingangsbereich des Botanischen Gartens, das in diesem Jahr fertiggestellt wird. Dort werden universitäre und städtische Aktivitäten zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung vorgestellt.

    Im Bereich „Weiterentwicklung Universität“ liegt die Priorität in diesem Jahr auf der Medizin: Demnächst steht der Baubeginn für die neuen Lehr- und Forschungsgebäude der Universitätsmedizin an. Im ersten Bauabschnitt werden bis Mitte 2030 knapp 4.000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen inklusive einer Nassanatomie errichtet.

    Ein weiteres großes gemeinsames Vorhaben von Stadt und Universität ist die Entwicklung eines medizinischen Innovationsclusters im Rahmen der Universitätsmedizin Oldenburg. Unter dem Namen „MediTech-Cluster“ soll es Akteure aus Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Technologie vernetzen, um Partner zusammenzubringen, die gemeinsam neue Impulse für die Gesundheitsbranche setzen. Ideale Voraussetzungen für eine Ansiedlung herrschen auf dem 6,3 Hektar großen MediTech-Gelände zwischen Klingenbergstraße und Alter Postweg. Die unmittelbare Nähe zum Klinikum bietet Unternehmen direkten Kontakt zur Universitätsmedizin und damit zu potenziellen klinischen Forschungspartnern.

    Aktuell rekrutieren Stadt und Universität gemeinsam eine Projektleitung und eine Projektassistenz, die die Entwicklung des MediTech-Clusters in den kommenden beiden Jahren vorantreiben sollen. Das Ziel: ein attraktives Konzept dafür zu erarbeiten, wie etablierte Unternehmen und Start-ups aus der Gesundheitsbranche sowie Oldenburger Einrichtungen gewinnbringend zusammenarbeiten können. Partnerschaften auf- und Netzwerke auszubauen ist dabei ein erster wichtiger Schritt. Langfristig soll auf dem Gelände auch ein eigenes Innovationszentrum entstehen.

    Dafür, dass die erfolgreiche Oldenburger Gründungskultur stärker in der Stadt sichtbar wird – Stichwort „Campus Oldenburg“ – sorgt unter anderem das EU-geförderte Projekt „Gründung findet Stadt“. Für dieses Jahr sind die Eröffnung eines „Gründungsschaufensters“ und eines Marktforschungslabors im Schlauen Haus geplant. Die Stadt ist über eine Kofinanzierung und auch inhaltlich beteiligt.

    Zusätzlichen Schub für die Gründungskultur bringt die „hoi startup factory“, die in diesem Jahr den Betrieb aufnimmt. Das Vorhaben unter Federführung der Universitäten Oldenburg und Bremen wurde zwar im vergangenen Jahr nicht für die erhoffte Bundesförderung ausgewählt. Dank finanzieller Unterstützung aus der Wirtschaft wird die Einrichtung, hinter der insgesamt acht Hochschulen stehen und die Gründungen aus der Wissenschaft fördern soll, aber trotzdem starten. „Das Oldenburger Gründungsnetzwerk ist deutlich enger zusammengerückt“, betonte Oberbürgermeister Krogmann. Es seien neue Formate zur Vernetzung entstanden, und die Verbindung nach Bremen und in die Region sei stärker geworden.

    Das nächste Treffen der Spitzen von Universität und Stadt ist für Mitte des Jahres geplant.

    Hintergrund:

    Stadt und Universität haben am 29. November 2023 eine strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen, die auf eine gefestigte, gestärkte und weiterentwickelte Zusammenarbeit in fünf Kernbereichen zielt: Klimaneutralität, Weiterentwicklung der Uni, Campus Oldenburg, Gründungskultur und Internationalisierung. Die Kooperation gründet unter anderem auf einer historischen Verbundenheit – der Ratsbeschluss zum Errichten einer Universität datiert bereits aus dem Jahr 1959 –, einer ersten Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2002 und jährlichen Gesprächen der Spitzen von Uni und Stadt seit 2016.

    Weblinks

    Bilder

      

    Zu ihrer jüngsten Sitzung kamen die Spitzen von Stadt und Universität um Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (l.) und Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder (untere Reihe, 2.v.l.) im Hörsaalzentrum auf dem Campus Haarentor zusammen. Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

  • 006/26 15. Januar 2026 Neujahrsempfang Neujahrsempfang mit viel Exzellenz und Ballett Universität und Universitätsgesellschaft empfingen ihre Gäste im Oldenburgischen Staatstheater
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    15. Januar 2026   006/26    Neujahrsempfang

    Neujahrsempfang mit viel Exzellenz und Ballett

    Universität und Universitätsgesellschaft empfingen ihre Gäste im Oldenburgischen Staatstheater

    Oldenburg. „2025 war das bislang erfolgreichste Wissenschaftsjahr der Universität Oldenburg: Der Erfolg in der Exzellenzstrategie steht für Spitzenforschung auf höchstem Niveau, der gezielte Ausbau der Medizinstudienplätze für gesellschaftliche Verantwortung und Fachkräftesicherung. Mit klarem Profil, strategischer Weitsicht und starker Vernetzung überzeugt die Universität in Forschung, Lehre und Transfer. Auch 2026 richtet sich der Blick konsequent nach vorn: Mit der ‚Northwest Alliance‘ bündeln die Universitäten Oldenburg und Bremen ihre Stärken, um den Nordwesten noch weiter zu einer starken Wissenschaftsregion zu entwickeln, in der Spitzenforschung, exzellente Lehre und ein dynamischer Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft Hand in Hand gehen.“ Mit diesen Worten begrüßte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, die rund 500 Gäste des Neujahrsempfangs von Universität und Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO).

    Der Neujahrsempfang führt seit 1995 Universität und Region alljährlich im Oldenburgischen Staatstheater zusammen. Das abwechslungsreiche Programm bot Musik des Blechbläserquintetts des Oldenburgischen Staatsorchesters, kurze Reden und Gespräche mit besonderen Gästen sowie einen Science Slam. Höhepunkt des Abends war der Auszug aus dem Ballett „Romeo und Julia“, choreografiert von Antoine Jully. Die Gäste erlebten eine von Sergej Prokofjew komponierte Ballettpartitur, die das Oldenburgische Staatsorchester unter der Leitung von Eric Staiger spielte.

    Zu den Gästen auf der Bühne zählte neben dem niedersächsischen Wissenschaftsminister auch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der die Universität als „starken Motor für die Stadtentwicklung“ bezeichnete. „Dieser Motor läuft mit immer höherer Drehzahl. Das sorgt für Top-Leistungen auf Spitzenniveau und für national wie auch international wahrnehmbare Strahlkraft. Davon profitiert die Stadt enorm in ihrer Attraktivität für junge Menschen, Fachkräfte sowie Gründerinnen und Gründer. Dass im vergangenen Jahr alle drei Oldenburger Exzellenzcluster in der Hörforschung, in der Tiernavigationsforschung und gemeinsam mit der Universität Bremen in der Meeresforschung bewilligt wurden, erfüllt uns als Stadt mit Stolz. Die gemeinsame Bewerbung Oldenburgs und Bremens als Exzellenzuniversität unterstützen wir aus vollster Überzeugung“, betonte Krogmann.

    Gemeinsam gaben Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder und die Rektorin der Universität Bremen, Prof. Dr. Jutta Günther, auf der Bühne einen Einblick in die hochgesteckten Ziele der beiden Universitäten: „Im November haben wir unseren gemeinsamen Exzellenzantrag mit dem Titel „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ eingereicht. Unsere Vision: Wir wollen den Nordwesten zu einer pulsierenden Wissenschaftsregion weiterentwickeln, ideale Voraussetzungen für zukunftsgerichtete Spitzenforschung und Lehre schaffen und das Verhältnis zwischen Universität und Gesellschaft neu definieren“, erklärte Bruder. Rektorin Jutta Günther ergänzte: „Mit exzellenter Forschung und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung leisten wir einen Beitrag zur Lösung der zahlreichen globalen Herausforderungen. In einer Welt im Umbruch setzen wir auf Zusammenhalt und Vernetzung – im Nordwesten und mit unseren Partnern weltweit. ‚Connecting for Tomorrow’ ist uns eine tägliche Aufgabe und Mission zugleich.“

    Einen ganz besonderen und humorvollen Eindruck von Spitzenforschung vermittelte anschließend Nils Prior, junger Wissenschaftler an der Universität Oldenburg. Er stellte die insgesamt vier Exzellenzcluster der Universitäten Oldenburg und Bremen in einem Science Slam vor.

    Mit dem traditionellen „Plausch danach“ klang der Neujahrsempfang zu später Stunde aus.

    Wie in den vergangenen Jahren unterstützten die Gäste mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte das Programm „Deutschlandstipendium“, in dessen Rahmen besonders begabte und engagierte Studierende gefördert werden.

    Weblinks

    Bilder

      

    Gemeinsam mit rund 500 Gästen feierten beim Neujahrsempfang auch die Gastgebenden und Ehrengäste (v.l.): Generalintendant Georg Heckel, UGO-Vorsitzende Stefanie Abke, Science Slamer Nils Prior, Universitätspräsident Ralph Bruder, Rektorin der Universität Bremen Jutta Günther, Landtagspräsidentin Hanna Naber, Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

    [Bild herunterladen]

News

A woman wears protective goggles and a white coat and holds a small bottle of liquid in her hand.
Research Sustainability Top News Chemistry

Turning garden and crop waste into plastics

A new Junior Research Group aims to make bioplastics out of organic waste such as green waste, hay and algae. The Project is receiving 2.7 million…

more: Turning garden and crop waste into plastics
Close-up of a beaker containing a transparent liquid, in which an electrode made of a flat metal strip and one made of a knotted metal wire are inserted. Several gas bubbles can be seen on the front electrode.
Research Top News Chemistry

Nonprecious metals in the spotlight

Producing green hydrogen by electrolysis is an energy-intensive provess. A team led by chemist Michael Wark is working on ways to boost the efficiency…

more: Nonprecious metals in the spotlight
The picture shows marigolds. The plants have yellow flowers and are placed in pots on a raised bed in a greenhouse.
Top News Chemistry

Helping the climate with peat-free potting soil

In the "TOPKO" project, researchers at the university led by chemist Michael Wark are developing new types of biochar and hydrochar from waste biomass…

more: Helping the climate with peat-free potting soil
Close-up of a sample measuring approximately 1 cm by 1 cm, which is clamped in a holder and located in the vacuum chamber.
Research Top News Chemistry

Turning carbon dioxide into useful chemicals

Artificial photosynthesis is the subject of a new research group at the Institute of Chemistry. The team aims to develop precious-metal-free catalyst…

more: Turning carbon dioxide into useful chemicals
A lithium-air battery cell in front of a test stand. Photo: Fraunhofer IFAM
Top News Chemistry

Towards the batteries of the future

They are regarded as possible high-energy electricity storage devices of the next generation: lithium-air batteries. A research project with Oldenburg…

more: Towards the batteries of the future
A person wearing gloves makes adjustments to the 3D printer with tubes sticking out of it.
Top News Chemistry

Printing atom by atom

A research team led by chemist Dmitry Momotenko has developed a new 3D printing technique for manufacturing ultrasmall metallic objects. The…

more: Printing atom by atom
Five people in front of a meadow.
Research Top News People Chemistry International affairs

Exploring the world of disilenes

In April, Canadian scientist Kim Baines paid a visit to the Institute of Chemistry. She is a recipient of the prestigious Humboldt Research Award and…

more: Exploring the world of disilenes
Close up of spider web underneath a road sign.
Top News Environmental Sciences Research Chemistry

Catching microplastics with spider webs

Flies, dust and even microplastics - spider webs capture whatever travels through the air. Researchers have now for the first time tested if they can…

more: Catching microplastics with spider webs
Maria Ahrnsen in conversation
Campus Life Chemistry

Farewell after more than 40 years

She has seen many generations of students and knows everyone who has ever completed a doctorate in inorganic chemistry in Oldenburg: Maria Ahrnsen. A…

more: Farewell after more than 40 years
The picture shows a test stick that indicates the nitrate concentration using colour values. A hand points to the stick, in the background you can see a person with a sampling device.
Top News Research Chemistry

Travelling with the nitrate stick

In a citizen science project, volunteers analysed the nitrogen pollution of water bodies in the Weser-Ems region. The team presented the results…

more: Travelling with the nitrate stick
The image shows the printing nozzle from which a solution emerges drop by drop. The printed objects are columns or have shapes resembling a spiral staircase.
Top News Chemistry

3D printing approaches atomic dimensions

Oldenburg chemist Dmitry Momotenko has developed a new printing technology for tiny metallic objects. He succeeded in producing copper columns with a…

more: 3D printing approaches atomic dimensions
Portrait photo of the chemist Dmitry Momotenko
Research Top News Chemistry

The Batteries of the Future

Producing batteries in a completely new way is the goal of chemist Dmitry Momotenko. He has now started his research work at the university - funded…

more: The Batteries of the Future
View of a computer screen with circuit diagram.
Campus Life Chemistry

Leading the way in virtual learning

Digital learning formats are booming. Chemists at the University of Oldenburg developed practical experiments that can be carried out via the internet…

more: Leading the way in virtual learning
Two hands in blue protective gloves are holding the measuring cell. It is white, about the size of a telephone and connected with cables.
Top News Chemistry

A look inside a battery

Lithium-based batteries and accumulators have become indispensable as energy storage devices. Chemists led by Gunther Wittstock have developed a new…

more: A look inside a battery
Top News Chemistry

Material with potential

In a nationwide collaboration, a group of chemists has created and analysed a new and promising carbon compound. A research group at the University of…

more: Material with potential
Chemistry Top News School V

Citizens, streams and nitrate

Many surface waters in Lower Saxony are heavily polluted with nitrate. Citizens can now find out for themselves how high the levels are - knee-deep in…

more: Citizens, streams and nitrate
(Changed: 06 Feb 2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p79en
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page

This page contains automatically translated content.