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Event

4.02.023 Queer History im Mittelalter -  


Event date(s) | room

  • Donnerstag, 9.4.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 23.4.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 30.4.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 7.5.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 21.5.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 28.5.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 4.6.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 11.6.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 18.6.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 25.6.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 2.7.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018
  • Donnerstag, 9.7.2026 14:00 - 16:00 | A11 0-018

Description

Das Mittelalter hat in Bezug auf Geschlechterordnungen einen schlechten Ruf, gilt es doch häufig als Inbegriff einer patriarchalen und homophoben Gesellschaft unter der Herrschaft „der“ rigiden katholischen Kirche. In gewisser und oberflächlicher Weise sind die Attribute „patriarchal“ und „homophob“ auch berechtigt ("die" katholische Kirche gab es hingegen übrigens nicht). Aber das Spannende am Mittelalter ist die Fluidität gegenüber unseren modernen Denkmustern, die konzeptionell im Mittelpunkt stehen wird. Damit vermittelt dieses Seminar auch grundlegende Erkenntnisse über das Spannungsverhältnis zwischen mittelalterlichen Vorstellungswelten und modernen Kategorien. Wir werden dafür mittelalterliche Phänomene erkunden, die der modernen Vorstellung einer Geschlechterbinarität zuwiderlaufen und von denen einige, aber eben längst nicht alle im Mittelalter sanktioniert wurden. Dabei geht es um gleichgeschlechtliche Liebe, unspektakuläre und umstrittene Geschlechtswechsel, um Crossdressing, „Hermaphroditen“, Eunuchen und um körperliche, aus heutiger Sicht fluide Geschlechterkonzepte, bevor die Biologie ab dem 18./19. Jahrhundert das moderne rigide Zweigeschlechtermodell (xy/xx) etablierte. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Westeuropa, aber wir werden auch in den Nahen Osten blicken.
Voraussetzung für das Seminar ist gutes Handwerk in der Textarbeit, um auch anspruchsvollere Forschungs- und Quellentexte (auch auf Englisch) zu verstehen und sich intellektuell mit mittelalterlichen Denkwelten und Praktiken auseinander zu setzen. Um die Prüfungsleistung zu bestehen, ist erfahrungsgemäß regelmäßige Anwesenheit erforderlich. Als Vorbereitung für die Seminararbeit werden wir das Verfassen von Forschungsüberblicken (Aufgabenstellung am 7. Mai, Abgabetermin am 1. Juni, ca. 2-3 S. Umfang) üben, die wir in einer Schreibwerkstatt (Montag, 15.6., 14-18h, zwei reguläre Donnerstagssitzungen fallen dafür weg) anonymisiert besprechen. Zur Studienleistung gehören zudem regelmäßige Lektürekommentare. Für die Module ges122 und gen222 ist der Test in der zugehörigen Vorlesung „Geschlechtergeschichte des Mittelalters“ (dienstags, 16-18h, Test am 16.6.) Teil der Prüfungsleistung. Falls Sie schon einen erfolgreichen Test in einer vorangegangenen Mittelaltervorlesung bei mir abgelegt haben, wird Ihnen diese Prüfungsleistung jedoch erlassen.

lecturer

Study fields

  • Geschichte

SWS
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(Changed: 11 Feb 2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p28463en
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