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Event

4.02.022 Frauenleid und Männerschmerz: Körper, Krankheit und Geschlecht im Mittelalter -  


Event date(s) | room

Description

Bitte kombinieren Sie die Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020.
Als existenzielle Erfahrungen sind Krankheit und Schmerz immer auch mit der Wahrnehmung und Thematisierung von Körperlichkeit verknüpft, sei es, dass z. B. schmerzende Körperteile benannt, körperliche Dysfunktionen als Folge eine Erkrankung beschrieben oder der Körper als Indikator eines gestörten seelischen Gleichgewichts betrachtet wird. Welche Verbindungslinien zwischen Körper und Krankheit jedoch gezogen werden können, hängt auch davon ab, welches Verständnis dieser beiden Größen jeweils vorliegt, denn: Krankheit und Körper sind keine überzeitlichen, statischen Begriffe, sondern kultur- und kontextabhängige Konzepte. Ausgehend von dieser Grundüberlegung wendet sich das Aufbauseminar Körper- und Krankheitsvorstellungen des Mittelalters zu und fokussiert zum einen normative (medizinische, wissenschaftliche etc.) Krankheits- und Körperbilder, berücksichtigt zum anderen aber auch die Ebene der Krankheits- und Körpererfahrung, die z. B. über Selbstzeugnisse greifbar wird. Als dritte Größe neben Krankheit und Körper wird dabei grundsätzlich der Faktor Geschlecht betrachtet, so dass auf der Suche nach „Frauenleid und Männerschmerz“ insgesamt die wechselseitige Beziehung von Körper, Krankheit und Geschlecht im Mittelalter erhellt werden kann.
Als Aufbauseminar ist die Veranstaltung sowohl für „Neulinge“ als auch für Wiederholungstäter:innen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte anschlussfähig und zielt auf den Aufbau von Grundlagenwissen zum Seminarthema sowie auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Quellengattungen und ausgewählten Forschungsfeldern der Mediävistik. Dies mündet ein in die durch Seminarlektüre und Studienleistungen vorbereitete Entwicklung eines eigenen kleinen Forschungsvorhabens im Rahmen einer Hausarbeit.

lecturer

Study fields

  • Geschichte
  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Ausschließlich Präsenz

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
3

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Als existenzielle Erfahrungen sind Krankheit und Schmerz immer auch mit der Wahrnehmung und Thematisierung von Körperlichkeit verknüpft, sei es, dass z. B. schmerzende Körperteile benannt, körperliche Dysfunktionen als Folge eine Erkrankung beschrieben oder der Körper als Indikator eines gestörten seelischen Gleichgewichts betrachtet wird. Welche Verbindungslinien zwischen Körper und Krankheit jedoch gezogen werden können, hängt auch davon ab, welches Verständnis dieser beiden Größen jeweils vorliegt, denn: Krankheit und Körper sind keine überzeitlichen, statischen Begriffe, sondern kultur- und kontextabhängige Konzepte. Ausgehend von dieser Grundüberlegung wendet sich das Aufbauseminar Körper- und Krankheitsvorstellungen des Mittelalters zu und fokussiert zum einen normative (medizinische, wissenschaftliche etc.) Krankheits- und Körperbilder, berücksichtigt zum anderen aber auch die Ebene der Krankheits- und Körpererfahrung, die z. B. über Selbstzeugnisse greifbar wird. Als dritte Größe neben Krankheit und Körper wird dabei grundsätzlich der Faktor Geschlecht betrachtet, so dass auf der Suche nach „Frauenleid und Männerschmerz“ insgesamt die wechselseitige Beziehung von Körper, Krankheit und Geschlecht im Mittelalter erhellt werden kann. Als Aufbauseminar ist die Veranstaltung sowohl für „Neulinge“ als auch für Wiederholungstäter:innen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte anschlussfähig und zielt auf den Aufbau von Grundlagenwissen zum Seminarthema sowie auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Quellengattungen und ausgewählten Forschungsfeldern der Mediävistik.

(Changed: 11 Feb 2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p28463en
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