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Event

4.02.043a Zukunft als Praxis: Wie moderne Gesellschaften das Kommende herstellen -  


Event date(s) | room

  • Dienstag, 13.10.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 20.10.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 27.10.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 3.11.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 10.11.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 17.11.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 24.11.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 1.12.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 8.12.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 15.12.2026 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 5.1.2027 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 12.1.2027 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 19.1.2027 16:00 - 18:00 | A04 4-407
  • Dienstag, 26.1.2027 16:00 - 18:00 | A04 4-407

Description

Zukunft kommt nicht einfach auf Gesellschaften zu, sondern sie wird entworfen, berechnet, erzählt, befürchtet und politisch bearbeitet. Moderne Gesellschaften orientieren ihr Handeln an Zukunftsbildern: an Fortschrittsversprechen, Revolutionshoffnungen, Planungsmodellen, Risikoszenarien, Sicherheitsprogrammen, ökologischen Warnungen oder Visionen technischer Innovation. Solche „zukünftigen Gegenwarten“ strukturieren, was in der jeweiligen Gegenwart als Problem gilt, welche Handlungen dringlich erscheinen und welche Möglichkeiten der Gestaltung von Gesellschaft denkbar werden.

Die Lehrveranstaltung untersucht unterschiedliche Formen der Zukunftsherstellung vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Im Anschluss an Reinhart Kosellecks Kategorien von „Erfahrungsraum“ und „Erwartungshorizont“ sowie an neuere Ansätze einer Geschichte der Zukunft fragen wir danach, wie – durch welche Begriffe, Bilder, Prognosen, Szenarien, Planungspraktiken, Warnungen und politische Programme – historische Akteur*innen Zukunft erzeugen.

Die Veranstaltung ist als forschendes Lernen angelegt. Nach der gemeinsamen Erarbeitung eines methodologischen Instrumentariums entwickeln die Teilnehmenden eigene Fallanalysen zu selbstgewählten Gegenständen, etwa zu Fortschrittsutopien, Technikskepsis, Club-of-Rome-Szenarien, Digitalisierung, Klimakrise, Nachhaltigkeit, Resilienz, Science-Fiction oder sozialen Bewegungen. Ziel ist es, Zukunft als historische Praxis zu analysieren: als Weise, Gegenwart zu deuten, Handeln zu organisieren und gesellschaftlichen Wandel vorstellbar zu machen.

Bibliografie:

  • Bröckling, Ulrich: Dispositive der Vorbeugung. Gefahrenabwehr, Resilienz, Precaution, in: Christopher Daase/Philipp Offermann/Valentin Rauer (Hg.): Sicherheitskultur. Soziale und politische Praktiken der Gefahrenabwehr, Frankfurt a.M. 2012, S. 94–108.
  • Graf, Rüdiger/Herzog, Benjamin: Von der Geschichte der Zukunftsvorstellungen zur Geschichte ihrer Generierung. Probleme und Herausforderungen des Zukunftsbezugs im 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 42 (2016), S. 497–515.
  • Koselleck, Reinhart: „Erfahrungsraum“ und „Erwartungshorizont“. Zwei historische Kategorien, in: ders.: Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt a.M. 1989, S. 349–375.
  • Schmieder, Falko: Koselleck im Anthropozän – eine Ein- und Aufmischung, in: ders. (Hg.): Geschichte im Widerstreit. Beiträge zur Historisierung Reinhart Kosellecks, Göttingen 2026, S. 7–53.
  • Seefried, Elke: Geschichte der Zukunft, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.03.2023, URL: http://docupedia.de/zg/Seefried_zukunft_v1_de_2023.

lecturer

SWS
2

Art der Lehre
Ausschließlich Präsenz

(Changed: 24 Jun 2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p28463en
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