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Anleitung zur Benutzung des Programmes "TAB für Windows" zum Sortieren und Bearbeiten pflanzensoziologischer Tabellen

- Version 3.3 -

Dr. Cord Peppler-Lisbach
Universität Oldenburg
FB Biologie
Postfach 2503
26111 Oldenburg Inhalt:

Programmfunktionen

Tabelle öffnen
Tabelle speichern
Kopfdatei öffnen
Tabelle exportieren
Neue Tabelle erstellen
Neue Kopfdatei erstellen
Tabelle aus DAT-Datei erstellen
Aufnahmen anfügen
Zeilen angügen
Tabelle drucken
Namen-Datei öffnen
Referenz-Datei öffnen

Sortierfunktionen:
Spalten (Aufnahmen) umstellen
Zeilen (Arten) umstellen
Sortieren nach Stetigkeit
Sortieren nach Gruppenpräsenz
Sortieren nach Schichten
Sortieren nach Kopfdaten
Sortieren nach Referenzdaten
Arten spiegeln
Aufnahmen spiegeln
Diagonal anordnen

Datenbankfunktionen (Verwalten):
Tabellen teilen
Tabellen kombinieren
Stetigkeitstabelle erstellen

Extras:
Datenzahlen errechnen
Klassifikation
Art suchen
Spalte suchen

Korrektur:
Artname und Eintrag korrigieren
Arten kombinieren
Letzte Art festlegen
Letzte Zeile festlegen
Aufnahmen editieren
Kopfdaten editieren
Namen-Datei editieren
Referenzdatei editieren

Einstellungen

1. Allgemeines

Das Programm "TAB" ist dazu entwickelt worden, die "handwerkliche" Arbeit bei der Bearbeitung von Vegetationstabellen zu erleichtern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur einfachen Ordination und Klassifikation der Datenmatrix.

Folgende Funktionen sind im Programm enthalten:

1. Eingabe der Daten im Form von Einzelaufnahmen oder zeilenweise in Tabellenform.
2. Zeilen- und spaltenweises Sortieren der Tabellen
3. Automatisches Sortieren der Tabelle bzw. von Teilen der Tabelle nach Stetigkeit, Gruppenpräsenz, Schichten, Kopfdaten und
     Daten einer Arten-Referenzdatei.
4. Spiegelbildliche Anordnung von Spalten und Arten.
5. Diagonale Anordnung von Spalten und Arten mittels einer einfachen Ordination.
6. Einfache divisive Klassifikation der Aufnahmen.
7. Zusammenfassen und Teilen von Tabellen.
8. Erstellen von Stetigkeitstabellen.
9. Graphische Darstellung der Tabelle als Balkendiagramm.

Die Eingabe der Daten erfolgt durch spezielle Masken in TAB oder wird, wie bei älteren Fassungen des Programms, mit Hilfe von gängigen Textverarbeitungsprogrammen vorgenommen. Ebenso wird das endgültige Layout durch ein Textprogramm oder ein Tabellenkalkulationsprogramm erstellt. Die eigentliche Sortierarbeit wird von TAB erledigt. Die Dateistruktur ist relativ einfach angelegt. Alle Dateien sind reine ANSI-Files und auch mit jedem Editor les- und veränderbar (s. 2: Dateistruktur).

Hinweise für Umsteiger von TAB, Version 2 und 3.1

Gegenüber TAB 2 wurde in erster Linie die Benutzerführung verändert. Durch die Gestaltung der Menues und Maussteuerung ergibt sich eine einfachere Bedienung. Dennoch ist es auch weiterhin möglich, ohne Maus zu arbeiten. Der Leistungsumfang wurde erweitert (Funktionen wie "Arten spiegeln", "Diagonal anordnen", aufsteigende Sortierung nach Stetigkeit, Sortierung der Arten nach einer Referenzdatei (z. B. Zeigerwerte), Klassifikation.

Weitere Veränderungen ergeben sich durch die Windows-Oberfläche. Dies betrifft in erster Linie die Druckersteuerung (s. dort).

Für Umsteiger ist bei der Benutzung der neuen Version folgendes zu beachten:

- bei den Sortierfunktionen (nach Stetigkeit, Kopfdaten, Gruppenpräsenz etc.) wird grundsätzlich nur noch nach den Aufnahme-Nummern und nicht mehr nach den Laufenden Nummern gefragt. Bei den Verwaltungs-Funktionen (Tabelle teilen, Stetigkeitstabelle erstellen) können optional auch die Laufenden Nummern eingegeben werden (s. u.), standardmäßig sind auch hier die Aufnahme-Nummern gefragt. Im Druckmenue wird der zu druckende Spaltenbereich nach wie vor über die Laufenden Nummern festgelegt.

- die Tastenschlüssel sind anders belegt. In Verbindung mit der ALT-Taste können die einzelnen Menuepunkte, ähnlich wie in anderen DOS- oder WINDOWS-Programmen, angewählt werden. Die entsprechenden Buchstaben werden bei den Menuepunkten hervorgehoben. Einige häufig benutzte Funktionen können auch mittels der Funktionstasten aufgerufen werden. Dazu gehören auch die Funktionen, die früher mit ALT+Buchstabe aufzurufen waren (s. u.). Weiteres unter 3.

- die Namen-Datei (namen.txt o.ä.) kann während der Programmbenutzung ("Menue Datei-Namen-Datei") gewechselt werden.

- Dateistruktur:

Gegenüber TAB 2 hat sich die Dateistruktur der Tabellen-Datei geringfügig geändert. In der ersten Zeile der Datei kann nun, nach Angabe der Zeilenzahl, durch Komma getrennt, der Name der zugehörigen Kopfdatei angegeben werden. TAB 3 speichert, falls eine Kopfdatei geladen war, den Namen der zuletzt benutzten Kopfdatei an dieser Stelle automatisch ab.

Alte TAB für DOS-Dateien sind im Prinzip ohne Einschränkung lesbar. TABWIN-Dateien können von TAB 2 nur dann geladen werden, wenn Komma und Kopfdateiname in der ersten Zeile fehlen. Probleme gibt es, wenn in den Kopfdateien Umlaute verwendet wurden. Diese müssen unter Umständen erst in einem Windows-Textprogramm in den ANSI-Standard umgeändert werden.

Die Parameterdatei (TABWIN.INI) ist länger als die TAB.INI-Datei für DOS (s. dort).

Gegenüber TAB 3.0 und Tab für WINDOWS 3.1 ist vor allem die Möglichkeit neu, die Daten im Programm, also ohne den Zwischenschritt über ein Textverarbeitungsprogramm, einzugeben. Weiterhin bestehen Möglichkeiten zur Editierung der Kopfdaten, Namen und Referenzdaten. Neu ist auch die Funktion, die Stetigkeiten auf dem Bildschirm anzuzeigen sowie die graphische Ausgabe der Tabelle als Balkendiagramme der einzelnen Arten.

Voraussetzungen

Das Programm ist unter WINDOWS 3.1x, WINDOWS 95 u. 98 sowie WINDOWS NT lauffähig. TAB verwendet für die Bildschirmdarstellung den Schrifttyp "Courier New". Dieser muß als Bildschirmschriftart unter WINDOWS installiert sein. Auch für den Ausdruck der Tabellen empfiehlt sich "Courier New" als Schrifttyp. Es muß zum Drucken auf jeden Fall ein Schrifttyp mit fester Zeichengröße (möglichst TrueType) vorhanden sein. Einige Funktionen (z. B. Klassifikation) und auch die Bildschirmdarstellung mit kleinen Zeichen, Exponentzeichen oder Stetigkeiten sind relativ rechenzeitaufwendig und laufen daher nur auf schnelleren Rechnern zufriedenstellend (486/66 Mhz und schneller, am Besten >100 MHz).
 

Installation

Auf der TAB für WINDOWS-Diskette befindet sich ein Installationsprogramm (setup.exe). Das Programm wird von WINDOWS aus aufgerufen (Programm-Manager: "Datei ausführen") und installiert TAB in einem Unterverzeichnis TABWIN. Der Name des Unterverzeichnisses darf nicht verändert werden, lediglich das Laufwerk muß richtig angegeben werden (meistens C:). In das TABWIN-Verzeichnis werden die Programmdatei (TABWIN.EXE), die Parameterdatei (TABWIN.INI) und die Namen-Datei (NAMEN.TXT) kopiert. Auf der Diskette befinden sich außerdem in einem Verzeichnis "BEISPIEL" verschiedenen Beispiel-Dateien, die, falls benötigt, über den Dateimanager oder über DOS in das TABWIN-Verzeichnis kopiert werden können.

TAB legt während der Tabellenbearbeitung temporäre Dateien an. Nach dem Setup werden diese Dateien im Verzeichnis C:TABWIN erzeugt. Falls ein solches Verzeichnis nach der Installation nicht existiert, muß die TABWIN.INI-Datei verändert werden (s. 2.1). Auch bei Benutzung einer RAM-Disk, was prinzipiell zu empfehlen ist, muß die TABWIN.INI-Datei verändert werden (dies kann auch durch die Option "Einstellungen" während der Benutzung von TAB vorgenommen werden).

Das Installationsprogramm legt eine eigene Programmgruppe für TAB an. Es ist auch möglich, das TAB-Symbol in eine andere Programmgruppe (z. B. "Anwendungen") zu verschieben und die TAB-Gruppe zu löschen.
 

2. Dateistruktur

2.1. TABWIN.INI

Die Datei TABWIN.INI gibt dem Programm einige Parameter vor. Diese werden beim Start von TAB eingelesen. Damit TAB die Datei findet, muß diese unbedingt im Unterverzeichnis "TABWIN" abgelegt sein. TABWIN.INI ist eine reine Textdatei, die z. B. mit WINWORD oder dem WINDOWS-Editor bearbeitet werden kann.

In Zeile 1 von TABWIN.INI wird dem Programm das Laufwerk und das Unterverzeichnis mitgeteilt, in dem die später zu bearbeitenden Tabellen während der Benutzung von TAB zwischengespeichert werden.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

1. eine Festplatte (meist C:, aber auch D: oder E:)
2. eine RAM-Disk (je nach Gerät auf C:,D:,E: usw.)

Für nicht zu große Tabellen ist die dritte Möglichkeit die sinnvollste, da das Programm dann am schnellsten arbeitet. Dazu muß das Betriebssystem die Möglichkeit zur Installierung einer RAM-Disk bieten (MS-DOS 3.0 und spätere Versionen). Die RAM-Disk sollte im Expansionsspeicher angelegt werden, um den konventionellen Speicher freizuhalten. Ihre Kapazität richtet sich nach der Größe der zu verarbeitenden Tabellen. Für die meisten Fälle reichen ca. 500 KB aus. Zur Einrichtung der RAM-Disk (Treiber RAMDRIVE.SYS) siehe entsprechende MS-DOS-Handbücher. Achtung: Die RAM-Disk arbeitet je nach Systemkonfiguration unter unterschiedlichen Laufwerksbuchstaben (meist D:, aber auch E: etc. (im Handbuch nachsehen oder ausprobieren). Jedenfalls ist die entsprechende Laufwerkskennung, ggf. mit Pfadangabe, in Zeile 1 der TABWIN.INI-Datei anzugeben.

Zeile 2 der TABWIN.INI - Datei gibt die maximale Zeilenlänge der zu verarbeitenden Tabelle an. Damit verbunden ist die Begrenzung der Aufnahmezahl, die mit TAB verarbeitet werden kann.

In der mitgelieferten TAB.INI ist die Zeilenlänge auf 255 Zeichen gesetzt. Dies bedeutet, daß abzüglich der Zeichen, die für den Artnamen benötigt werden (11 Zeichen für Kürzel, 30 für vollständigen Artnamen s.u.), ca. 214 Aufnahmen einer einspaltigen Tabelle bzw. 107 Aufnahmen einer zweispaltigen Tabelle usw. verarbeitet werden können. Bei größeren Tabellen muß die Zeilenlänge also erhöht werden. Dies ist mit TAB prinzipiell möglich, eine Begrenzung nach oben ergibt sich vor allem durch die zur Verfügung stehende Speicherkapazität des in Zeile 1 angegebenen Laufwerkes. Bei Verwendung einer Festplatte dürften sich keine Einschränkungen ergeben, bei RAM-Disk-Betrieb sollte der benötigte Speicherplatz grob überschlagen werden. Eine Tabelle mit 200 Zeichen Zeilenlänge und 300 Zeilen benötigt mindestens 60 KB Speicherplatz, 500 Zeichen und 700 Arten brauchen 350 KB usw. Bei bestimmten Sortiervorgängen (z. B. nach Stetigkeit) erhöht sich der Speicherbedarf, da zusätzliche temporäre Dateien erzeugt werden. Dabei muß die Kapazität der RAM-Disk gut doppelt zu groß sein wie die Größe der zu bearbeitenden Tabelle.

Das Tempo der Tabellenbearbeitung wird bei sehr großen Tabellen deutlich geringer, insbesondere bei aufwendigeren Sortiervorgängen. Der Benutzer sollte dann über eventuell auftretende Wartezeiten nicht verwundert sein. Mit dieser Einschränkung können Tabellen bis ca. 1500 Zeichen bearbeitet werden. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die maximale Zeilenlänge nicht wesentlich größer als die zu bearbeitenden Tabellen zu wählen, da sonst unnötig Speicherplatz und Bearbeitungszeit verschenkt werden.

Die maximale Zeilenlänge kann auch von TAB aus (Option "Einstellungen") verändert werden.

Zeile 3 gibt an, welche Datei die vollständigen Artnamen enthält. Eine solche Datei, die hier "namen.txt" heißt, wird mitgeliefert. Daher ist in Zeile 3 der TAB.INI c:tabnamen.txt eingetragen (d.h. Name der Datei mit vollständiger Pfadangabe, wo sie zu finden ist). Grundsätzlich kann jeder Benutzer sich eine oder mehrere Dateien anlegen und den Namen in der TABWIN.INI entsprechend angeben. Es kann auch während des Programmablaufs eine andere Datei angewählt werden.

In Zeile 4 kann eine Arten-Referenz-Datei angegeben werden, die Daten zu den einzelnen Arten enthält (z. B. Zeigerwerte, Lebensformtypen, Arealtypen etc.). Diese Daten können während der Tabellenbearbeitung eingeblendet werden. Außerdem können die Arten nach diesen Daten alphanumerisch sortiert werden. Auch hier kann jeder Benutzer sich eine oder mehrere Dateien anlegen und den Namen in der TABWIN.INI entsprechend angeben. Es kann auch während des Programmablaufs eine andere Datei angewählt werden.

In den Zeilen 5 bis max. 9 sind die letzten bearbeiteten Tabellen-Dateien gespeichert.

Beispiele für TAB.INI - Dateien (Zeilen 1-4)

RAM-Disk-Betrieb:

D:                             RAM-Disk auf D:
255                          Maximal 255 Zeichen pro Zeile
C:tabwinnamen.txt Datei namen.txt auf C: (Festplatte), Unterverzeichnis TABWIN
C:tabwinzwerte.txt Datei zwerte.txt auf C: (Festplatte), Unterverzeichnis TABWIN

Festplattenbetrieb:

C:TABWIN            Zwischenspeicher auf C:TABWIN (Festplatte)
1000                        Maximal 1000 Zeichen pro Zeile
C:tabwinnamen.txt Datei namen.txt auf C:TABWIN (Festplatte)
C:tabwinzwerte.txtDatei zwerte.txt auf C:TABWIN (Festplatte)
 

2.2. Die Aufnahmen- und Tabellendateien

Erfolgt die Eingabe der Daten mit TAB, ist die Dateistruktur normalerweise nicht weiter von Interesse. In diesem Fall ist der Menuepunkt "Datei-Neue Tabelle" zu studieren. Da TAB Dateien verwendet, die alle als ASCII- bzw. ANSI-Dateien auch in gängigen Textverarbeitungssystemen oder Editoren erzeugt werden können, kann die Dateneingabe auch auf diesem Weg vor sich gehen. Hierzu ist die Kenntnis der Dateistruktur wichtig. Ferner ist folgendes zu beachten:

Alle Textsysteme, z.B. WINWORD, speichern allerdings in der Standard-Einstellung mit den Texten Formatierungsdaten ab. Für TAB müssen die Daten aber ohne Formatierungsdaten, d.h. als reine Text-Files (Option "nur Text") vorliegen. Bei Verwendug von DOS-Programmen gibt es u. U. Probleme mit den Sonderzeichen (ä,ö,ü,ß). Zu beachten ist ferner, daß bei Anwendung grafikorientierter Textprogramme unter WINDOWS (z. B. WINWORD) ein Schrittyp mit fester Zeichenbreite (Courier o. ä.) und nicht die meist standardmäßig eingestellten Proportionalschriften verwendet werden sollten.

TAB verwendet 3 Datei-Typen:

1. Die Aufnahmen-Datei
2. Die Tabellen-Datei
3. Die Kopf-Datei
 

2.2.1. Die Aufnahmen-Datei

Die Aufnahmen-Datei enthält die Rohdaten, d.h. die Arten und die Deckungsgrade der einzelnen Vegetationsaufnahmen. TAB liest diese Daten ein und erstellt daraus die Rohtabelle. Damit dies möglich ist, müssen zuerst einige Parameter dem Programm mitgeteilt werden, und zwar in:

Zeile 1:

a) die Spaltenbreite (bei einspaltigen Braun-Blanquet-Deckungsgraden ist dies 1, bei Prozentwerten z.B. zweckmäßigerweise 4)

b) die Anzahl der Zeichen von rechts, die beim Ausdruck aus TAB als Exponent dargestellt werden sollen. Beispiel: eingeschränkte Vitalität soll als 10 dargestellt werden. Dazu wird die Tabelle zweispaltig angelegt, und zwar eine Spalte für den Deckungsgrad und die zweite für den Exponenten. Beide Werte werden später als normale Zeichen eingegeben (hier als 10), der Wert unter b) legt aber fest, wieviele Zeichen von rechts (hier 1) später im Ausdruck als Exponent dargestellt werden.

Die Werte a) und b) werden in Zeile 1 der Datei durch Komma getrennt eingegeben:

1,0 bei normalen Braun-Blanquet-Tabellen
2,1 für oben genanntes Beispiel, d.h. Braun-Blanquet-Tabelle mit einem Exponent-Zeichen

Zeile 2:

die Definition des Leerzeichens. Zweck dieser Definition ist es, dem Programm die Zeichenfolge mitzuteilen, die in der Tabelle erscheint, wenn eine Art in einer Aufnahme nicht enthalten ist.
Diese Zeichenfolge muß aus einer bestimmten Anzahl von Leerstellen ( ), kombinert mit einer bestimmten Anzahl von Punkten (.) bestehen. Bei den üblichen einspaltigen Tabellen besteht diese Zeichenfolge aus nur einem Punkt. In dem oben genannten Beispiel einer zweispaltigen Tabelle mit Exponentzeichen besteht sie sinnvollerweise aus einem Punkt und einer Leerstelle (. ), damit später in der Tabelle die Punkte unter dem Deckungsgrad dargestellt werden. Bei Eingabe von Prozentwerten empfiehlt es sich, den Punkt in der Tabelle rechtsbündig anzuordnen, d.h. bei einer dreispaltigen Prozent-Tabelle wäre die Leerzeichen-Folge 2 Blanks und ein Punkt ( .), sie könnte aber z.B. auch aus drei Punkten (...) bestehen.

Wichtig: irgend ein Zeichen der Leerzeichen-Folge muß ein Punkt sein. Ein Leerzeichen, das ausschließlich aus Blanks besteht, ist also nicht möglich (trotzdem kann die Tabelle später aber ohne Punkte ausgedruckt werden).

Die Leerzeichen-Folge wird dem Programm durch drei durch Kommata getrennte Zahlen mitgeteilt:

Zahl 1: Anzahl der Blanks vor dem (den) Punkt(en).
Zahl 2: Anzahl der Punkte.
Zahl 3: Anzahl der Blanks nach dem (den) Punkt(en).

Im Falle einer einspaltigen Tabelle also:

0,1,0

Im Falle einer zweispaltigen Tabelle mit Exponentzeichen:

0,1,1

Im Falle einer dreispaltigen Prozent-Tabelle mit rechtsbündigen Punkten:

2,1,0

Wie aus den Beispielen zu ersehen, muß die Summe der Zahlen 1 bis 3 immer die zuvor eingegebene Spaltenbreite ergeben.
In den nun folgenden Zeilen werden die einzelnen Aufnahmen mit den Arten und den dazugehörigen Deckungsgraden eingegeben.
Dabei werden die Arten jeder Aufnahme in einer formatierten Form zeilenweise in einer beliebigen Reihenfolge eingelesen, z.B.:

Nard.stri3
Pote.erec2
Dant.decu+
usw.

Die formatierten Artnamen müssen 9 Zeichen umfassen. Es werden in TAB vier Buchstaben des Genus-Namens und vier des Artnamens, getrennt durch einen Punkt, verwendet.

Bei dieser Art der Formatierung treten einige nicht eindeutige Abkürzungen auf, die vom Benutzer dann sinnvoll abgeändert werden müssen, z.B. Rumex acetosa und Rumex acetosella als Rume.acet und Rume.acla. Jeder Benutzer sollte sich daher eine Standard-Liste mit den von ihm verwendeten Abkürzungen anlegen, damit jede Art immer eindeutig bezeichnet ist. Damit wird auch die Verwendung von Synonymen vermieden, die sich vor allem beim Kombinieren von Tabellen störend bemerkbar macht. Die mitgelieferte Datei "namen.txt" enthält ca. 3500 Artnamen nach EHRENDORFER , FRAHM u. FREY und WIRTH mit den zugehörigen Abkürzungen (s.u.).

Die Schichtenzugehörigkeit wird durch einen Großbuchstaben als letztes Zeichen der Artnamen-Abkürzung angezeigt. Dabei bedeutet "B" (erste) Baumschicht, "C" zweite Baumschicht, "S" Strauchschicht, "M" Moosschicht. Die Arten der Krautschicht bleiben unverändert: z.B. Fagu.sylB = Fagus in der Baumschicht, Fagu.sylS = Fagus in der Strauchschicht, Fagu.sylv = Fagus in der Krautschicht. Moose und Flechten haben grundsätzlich ein großes M als letztes Zeichen, z.B. Poly.forM = Polytrichum formosum

Direkt hinter jeder Art wird der zugehörige Deckungsgrad eingegeben. Die Art der Deckungsgrade muß den zuvor angegebenen Parametern (Spaltenbreite und Leerzeichen) entsprechen.

Bei Eingabe von Exponentzeichen sähe dies so aus:

Nard.stri3
Pote.erec2
Dant.decu+0

und bei Benutzung von Prozentwerten:

Nard.stri 60
Pote.erec 10
Dant.decu  2

Zwischen den einzelnen Aufnahmen in der Aufnahmen-Datei muß ein Stern (*) eingefügt sein, der den Beginn einer neuen Aufnahme anzeigt. Nach der letzten Aufnahme wird, unabhängig von der Zahl der eingegeben Aufnahmen, immer eine "3" eingegeben. Eine vollständige Aufnahmen-Datei sieht folgendermaßen aus:

1,0
0,1,0
Nard.stri3 Beginn Aufnahme 1
Pote.erec2
Dant.decu+
Gali.harc1
*
Nard.stri3 Beginn Aufnahme 2
Gali.harc2
Arni.mont+
Vero.offi+
*
Nard.stri1 Beginn Aufnahme 3
Fest.rubr3
Achi.mill1
Pote.erec1
*
Nard.stri3 Beginn Aufnahme 4
Care.pilu1
Dant.decu+
Call.vulg+
Fest.rubr1
Ende der Datei

Die zuerst eingegebene Aufnahme erhält später in der Rohtabelle die Nummer 1, die danach eingegebene die Nummer 2 usw. Die Reihenfolge der Eingabe sollte also genau notiert werden.

Hinter dem "*" kann wahlweise zur besseren Übersichtlichkeit bei der Eingabe die Nummer oder eine andere Bezeichnung der Aufnahme geschrieben werden.

Nach der Eingabe der Aufnahmen-Datei in einem Textverarbeitungsprogramm sollte sie unter einem Dateinamen mit der Erweiterung .DAT abgespeichert werden. Unter diesem Namen wird sie von TAB gelesen und zu einer Rohtabelle zusammengesetzt.
 

2.2.2. Die Tabellen-Datei

Liegt bereits eine Rohtabelle vor, bzw. soll eine fertige Tabelle umsortiert werden, kann man die Tabellen in dem entsprechenden Format als Textdatei schreiben. Dabei muß folgendes Format eingehalten werden:

Zeile 1: Anzahl der Zeilen der Tabelle (kann erst nach Schreiben der Tabelle und Zählen der Zeilen eingegeben werden) und (fakultativ), durch Komma getrennt, der Name der zugehörigen Kopfdatei.
Zeile 2: Anzahl der Aufnahmen.
Zeile 3: Spaltenbreite, Zahl der Exponentzeichen (s.o).
Zeile 4: Die Leerzeichen-Definition (s.o.).
Zeilen 5-11: ein festgelegter Tabellenkopf:

Zeile 5:  Datenzahl !
Der Rest der Zeile bleibt frei, die Datenzahlen (= Zahl der Notierungen pro Aufnahme) werden von TAB berechnet.

Zeile 6:  !         !
Der Rest der Zeile enthält die zweite Dezimalziffer der Datenzahl. Wird nicht ausgefüllt, sondern von TAB berechnet.

Zeile 7:  !         !
Der Rest der Zeile enthält die dritte Dezimalstelle der Datenzahl.

Zeile 8:  !         !

Zeile  9: Aufnahme- !123456789111111 usw.

Zeile 10: Nummer    !         012345 usw.

Zeile 11: __________!_______________ usw. bei dreistelligen Aufnahme-Nummern die dritte Dezimalstelle.

Die folgenden Zeilen enthalten die Zeilen der Tabelle, z.B.:

          Nard.stri !1..2..3.233333.3
          Pote.erec !..++.+222111+..1
          Dant.decu !...++..+11.1+.1.
                     usw.

d.h. nach dem formatierten Artnamen bleibt ein Freizeichen, gefolgt von einem Ausrufungszeichen (!). Diese bilden die linke Begrenzung des Wertefeldes.

Freizeilen werden folgendermaßen eingegeben:

!         !
      9 Blanks

Sind alle Zeilen eingegeben, wird die Anzahl der Zeilen inkl. der Zeilen 5-11 ermittelt (die meisten Textprogramme haben einen Zeilenzähler) und in Zeile 1 eingetragen.

Im Anschluß an die letzte Zeile der Tabelle müssen noch die Positionen der einzelnen Aufnahmen eingegeben werden. Diese entsprechen bei noch nicht mit TAB sortierten Tabellen der eingegebenen Reihenfolge. Bei einer Tabelle mit fünf Aufnahmen müssen die Zahlen 1 bis 5 in je eine Zeile geschrieben werden:

1
2
3
4
5
 
 

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele von kompletten Tabellen-Dateien:

Beispiel 1, einspaltige Tabelle mit Braun-Blanquet-Werten:

15Die Tabelle hat 15 Zeilen
5 Die Tabelle hat 5 Aufnahmen
1,0 Spaltenbreite 1, kein Exponentzeichen
0,1,0 Das Leerzeichen besteht aus einem Punkt (.)
Datenzahl !
!         !
!         !
!         !
Aufnahme- !12345
Nummer    !
__________!_____
Nard.stri !12312
Pote.erec !11.11
Dant.decu !.++..
Gali.harc !11.11
Vero.offi !..++.
Gali.pumi !....+
Geni.tinc !1.1..
Achi.mill !+....
1
2
3
4
5

Beispiel 2, dreispaltige Tabelle mit Prozent-Werten

15,BEISPIEL.KPFDie Tabelle hat 15 Zeilen, die Kopfdatei heißt "BEISPIEL.KPF"
6         Die Tabelle hat 6 Aufnahmen
3,0       Spaltenbreite 1, kein Exponentzeichen
2,1,0     Leerzeichen aus zwei Blanks und einem Punkt ( .)
Datenzahl !
!         !
!         !
!         !
Aufnahme- !  1  2  3  4  5  6
Nummer    !
__________!__________________
Nard.stri ! 10 30  8 15 40 10
Pote.erec !  2  5  .  1  1  2
Dant.decu !  .  1  1  .  .  1
Gali.harc !  8 10  .  5  5  .
Vero.offi !  .  .  1  1  .  .
Gali.pumi !  .  .  .  .  1  1
Geni.tinc !  5  .  4  .  .  2
Achi.mill !  +  .  .  .  .  2
1
2
3
4
5
6

2.2.3. Die Kopfdatei

In der Kopfdatei werden die spezifischen Flächendaten der einzelnen Vegetationsaufnahmen abgelegt. Die Reihenfolge entspricht der Aufnahmen-Reihenfolge in der Rohtabelle. Sämtliche umsortierten Versionen dieser Rohtabelle greifen auf diese Kopfdatei zurück. Zweckmäßigerweise erhält die Kopfdatei den gleichen Namen wie die dazugehörige Rohtabelle. Als Dateinamen-Erweiterung wählt man am besten .KPF.

Achtung: Da häufiger, besonders beim Ausdrucken, Probleme mit Umlauten (ä,ö,ü sowie ß) auftreten, sollte ihre Verwendung in der Kopfdatei vermieden werden. Bei einer nachträglichen Bearbeitung der Tabelle in einem Textverarbeitungssystem können die Umlaute natürlich wunschgemäß verwendet werden.

Die Datei hat folgende Struktur:

Zeile 1: Anzahl der folgenden Zeilen mit freiem Text (Kommentarzeilen)

Zeile 2 und evtl. folgende:
Freier Text, maximal 255 Zeichen pro Zeile (Name der Tabelle, Herkunft der Aufnahmen, Datum etc.) Achtung: manche Texteditoren erzeugen auf dem Bildschirm einen automatischen Zeilenumbruch, wenn die Breite der Zeile einen gewissen Wert überschreitet. Abgespeichert als ASCII-Datei erscheint der Zeilenumbruch aber nicht mehr. Maßgebend ist allein das Carriage Return-Signal, d.h. z. B. bei Word das Absatzzeichen.

Zeile 3: (Bei mehreren Textzeilen die nächst folgende): Anzahl der Kopfzeilen.

Zeile 4: Zeichenanzahl pro Kopfeintrag = Breite der einzelnen Einträge. Die Breite muß für alle Einträge gleich sein, sollte sich also nach der maximal benötigten Breite richten (sinnvoll sind meist 2 bis 4 Zeichen).

Zeile 5 und folgende:
Bezeichnung der Kopfzeilen (Höhe, Exposition usw.), nicht länger als 10 Zeichen (ggf. abkürzen). Als 11. Zeichen muß ein Ausrufungszeichen (!) eingegeben werden.

Danach: Zeile mit * (Kontrollzeichen)

Folgende Zeilen: Die einzelnen Kopfdaten

Spalten 1-3: Laufende Nummer der Aufnahme (z.B. 001). Diese laufende Nummer ist als Wert für das Programm ohne Bedeutung, sie dient lediglich dem besseren Zurechtfinden in der Datei bei eventuellen späteren Korrekturen.

Spalte 4: Komma (,)

Nächste Spalten: Die einzelnen Daten in der angegebenen Breite, jeweils durch ein Komma getrennt.
 

Beispiel einer Kopfdatei:

1(= 1 Textzeile)
Aufnahmen Rhön, Juni 1986   (= Textzeile)
4 (= 4 Kopfzeilen)
3 (= Breite der Einträge = 3 Zeichen)
Nummer    !
Höhe      !
Deck.Kr%  !
Deck.M%   !
*
001, A1,850, 85, 10,
002, A2,830, 90, 50,
003, B1,900,100,  5,
004, B2,800, 50, 80,
005, B3,750, 95, 20,

           (Deckung der Moosschicht)
       (Deckung der Krautschicht)
   (Höhe über N.N.) (jeweils 3 Zeichen breit)
   Original-Nummer der Aufnahme
 (Laufende Nummer der Aufnahme, immer dreistellig!)


2.2.4. Die Namen-Datei

In der mitgelieferten Namen-Datei "NAMEN.TXT" sind ca. 3500 Artnamen mit ihren für TAB benötigten, formatierten Abkürzungen verzeichnet. Die Nomenklatur richtet sich bei den Gefäßpflanzen nach EHRENDORFER (1973). Sammelarten (Aggregate) werden durch ein großes A als letztes Zeichen gekennzeichnet. Die Nomenklatur der Moose richtet sich nach FRAHM/FREY (1983, erste Auflage!), die der Flechten nach WIRTH (1980).

Jeder Benutzer kann sich auch eine eigene Datei anlegen bzw. die Datei um fehlende Arten ergänzen. Es handelt sich um eine ASCII-Datei, die mit jedem Textverarbeitungsprogramm oder Editor erzeugt und bearbeitet werden kann. Die Datei hat folgendes Format:

Spalte 1-9 Formatierte Abkürzung des Artnamens (s.o)

Spalte 10 Blank

Spalte 11-40 vollständiger Artname

Für jede Art steht eine Zeile zur Verfügung. Die Zeilen müssen unbedingt nach dem ASCII-Wert der Abkürzungen sortiert sein.

Beispiel: s. mitgelieferte namen.txt-Datei.

Hinweis: Die hier mitgelieferte NAMEN.TXT-Datei ist lediglich ein Beispiel. Jeder Benutzer kann die Arten auch völlig anders abkürzen oder benennen. Eingehalten werden muß lediglich die Länge der Kürzel (9 Zeichen) und der Namen (30 Zeichen).

2.2.5. Die Referenz-Datei

Die Referenz-Datei enthält zusätzliche Daten zu den Arten. Dies können z. B. Zeigerwerte, Lebensformtypen oder Arealangaben sein. Die Datei kann vom Benutzer nach seinen Interessen angelegt werden. Dabei ist folgende Dateistruktur einzuhalten:

Spalte 1-9 Formatierte Abkürzung des Artnamens (s.o)

Spalte 10 Blank

Spalte 11-40 Referenz-Daten in einheitlicher Formatierung.

Beispiel Zeigerwerte (nach ELLENBERG et al. 1992):

Gali.odor 252 565 8431

zur Erläuterung:

Zeigerw. :LTK FRN Soz.

Die mitgelieferte Datei zwkurz.txt ebthält nur einen Auszug aus der vollständigen Zeigerwerte-Datei. Eine vollständige Version kann aber auf Grundlage der vom Verlag (Goltze-Verlag, Göttingen) vertriebenen DBase-Datei selbst erstellt werden.


3. Benutzung des Programms

Das Programm wird durch Klicken auf das TABWIN-Icon gestartet.

3.1. Allgemeine Hinweise

3.1.1. Begrenzungen

Das Programm hat einige vom zur Verfügung stehenden Speicherplatz unabhängige Kapazitätsgrenzen:

Tabellen
Zahl der Aufnahmen: bis 9999 Aufnahmen. (s. auch TAB.INI-Datei).

Kopfdatei
Zahl der Kommentarzeilen: 50.
Zahl der Kopfeinträge: 100.
Länge der Datenzeilen: 300 Zeichen

3.1.2. Benutzerführung
Das Programm ist menuegesteuert. Die einzelnen Menuepunkte können mit der Maus oder nach Drücken der ALT-Taste unter Verwendung der Richtungstasten angewählt werden. Alternativ können auch Tastenschlüssel (Shortcuts) benutzt werden. In Verbindung mit der ALT-Taste stehen Buchstabenkombinationen zur Verfügung (die entsprechenden Buchstaben sind im Menue hervorgehoben). Einige Befehle sind darüber hinaus über die Funktionstasten abrufbar.

In den Untermenues erscheinen verschiedene Arten von Dialogfeldern, wie sie auch in anderen DOS-Programmen zu finden sind:

Textfelder (blinkender Cursor!) verlangen Eingaben über die Tastatur, z. B. Dateinamen, Artnamen, Spaltennummers etc.). Außerdem gibt es Optionsschaltflächen (eine von verschiedenen Möglichkeiten wird ausgewählt), Kontrollkästchen (eine Option wird ein- oder ausgeschaltet) und Befehlsschaltflächen (z. B. "OK" oder "Esc" oder "Schließen". Diese Dialogfelder können mit der Maus durch Anklicken bedient werden oder über die Tabulator-Taste bzw. Shortcuts angewählt und dann mit den Richtungstasten verändert bzw. mit <return> oder <esc> aktiviert werden. Die Untermenues können jeweils durch die Esc-Taste der Tastatur oder durch Anklicken der entsprechenden Befehlsschaltfläche auf dem Bildschirm verlassen werden.

3.2. Fehlermeldungen
Es sind grundsätzlich zwei verschiedene Fehlermeldungstypen zu unterscheiden. Bei programmbasierten Fehlermeldungen, die z. B. durch die Eingabe einer in der Tabelle nicht vorhandenen Art oder Aufnahme entstehen, erscheint eine entsprechende Meldung des Programms, die durch Anklicken der OK-Schaltfläche oder durch <return> bestätigt werden muß. Danach ist die Eingabe oder ggf. der ganze Vorgang korrigiert zu wiederholen.

Bei systembasierten Fehlern meldet das Betriebssystem einen Fehler (in Englisch!). Dies kann z. B. durch eine nicht eingelegte Diskette hervorgerufen werden, einen falschen Dateinamen oder andere, z. T. unvorhergesehene Fehler. Hier erscheint die entsprechende Fehlermeldung mit den drei Schaltflächen "Abbrechen", "Wiederholen" und "Ignorieren". Bei Fehlern, die direkt behoben werden können (Diskette nicht eingelegt oder Drucker nicht eingeschaltet) kann nach Behebung der Ursache mit "Wiederholen" fortgefahren werden. In den meisten Fällen beruht der Fehler vermutlich auf einer Fehleingabe oder es handelt sich um einen nicht vorhergesehenen Fehler. In diesem Fall sollte die Schaltfläche "Ignorieren" gewählt werden. Dadurch wird die jeweilige Prozedur verlassen und es besteht Gelegenheit, das jeweilige Vorhaben erneut auszuführen. Erscheint jedoch trotzdem immer wieder eine Fehlermeldung, kann das Programm mit "Abbrechen" verlassen werden. In diesem Fall gehen jedoch alle nicht gespeicherten Daten verloren!

3.3. Anzeigen und Bewegen der Tabelle auf dem Bildschirm

Bewegen der Tabelle auf dem Bildschirm:

Das Bewegen der Tabelle auf dem Bildschirm nach oben, unten, links und rechts geschieht mit Hilfe der Pfeiltasten, in Kombination mit der Umschalt und Strg-Taste:

Pfeil ab Bewegen der Tabelle um eine Zeile nach unten.

Pfeil auf Bewegen der Tabelle um eine Zeile nach oben.

Umschalt+Pfeil ab Bewegen der Kopfdaten um eine Zeile nach unten.

Umschalt+Pfeil auf Bewegen der Kopfdaten um eine Zeile nach oben.

(Die Kopfdaten müssen vorher mit Strg+F1 eingeblendet sein)

Strg+Pfeil links Bewegen der Tabelle um horizontalen Vorschub nach links.

Strg+Pfeil rechts Bewegen der Tabelle um horizontalen Vorschub nach rechts.

Bild ab Bewegen der Tabelle um vertikalen Vorschub nach unten.

Bild auf Bewegen der Tabelle um vertikalen Vorschub nach oben.

Umschalt+Bild ab Bewegen der Kopfdaten um Breite der Kopfeinträge nach unten.

UmschaltBild auf Bewegen der Kopfdaten um Breite der Kopfeinträge nach oben.

Strg+Bild ab Springen zur letzten Zeile der Tabelle.

Strg+Bild auf Springen zur ersten Zeile der Tabelle.

Umschalt+Strg+Bild ab Springen zur letzten Zeile der Kopfdatei.

Umschalt+Strg+Bild auf Springen zur ersten Zeile der Kopfdatei.

Strg+Pos 1: Springen zum linken Rand der Tabelle.

Strg+Ende: Springen zum rechten Rand der Tabelle.
 

Fixieren und Abrufen von Tabellenausschnitten (mit der Maus)

Fixieren von Ausschnitten:
Nach Einstellung des gewünschten Ausschnittes auf Befehlsfeld Fix an der linken unteren Ecke des Anzeigefensters klicken. Es erscheint eine Nummer (von zwei bis 9), unter der der Ausschnitt festgehalten wird. Nummer 1 ist immer die linke obere Ecke der Tabelle.

Abrufen von fixierten Ausschnitten:
Mit den Befehlsfeldern << und >> können die fixierten Ausschnitte in der Reihenfolge der Nummers abwärts bzw. aufwärts abgerufen werden.

Löschen der fixierten Ausschnitte:
Mit dem Befehlsfeld L werden alle fixierten Ausschnitte gelöscht. Der nächste fixierte Ausschnitt erhält wieder die Nummer 2.

Funktionstasten (s. auch Menueübersicht):

Strg+F1 Einblenden der Kopfdaten (nur aktiv, wenn eine Kopfdatei geladen ist). In den oberen 6 Zeilen erscheinen die Kopfeinträge. Durch nochmaliges Drücken der Tastenkombination werden die Kopfdaten wieder ausgeblendet.

Umsch+F1 Auswahl der anzuzeigenden Kopfeinträge. Es erscheinen zwei Listenfelder. Durch Doppelklick auf den entsprechenden Kopfeintrag im rechten Listenfeld wird dieser Eintrag ausgeblendet. Nach Doppelklick auf den betreffenden Eintrag im linken Listenfeld wird der Eintrag wieder angezeigt.

Strg+F2 Einblenden der Kommentarzeilen der geladenen Kopfdatei. Werden mit Esc wieder ausgeblendet.

Umsch+F2 Editieren der Kopfdaten (s. Korrektur-Kopfdaten editieren).

Strg+F3 Einblenden der laufenden Nummern der Aufnahmen. Während die in den Zeilen 5-7 angezeigte Aufnahmenummer beim Verschieben der Aufnahme mitverschoben wird, kann man sich mit dieser Funktion die aktuelle Position der Aufnahmen, laufend durchnumeriert vom linken Tabellenrand, anzeigen lassen.

Umsch+F3 Editieren der Aufnahmen (s. Korrektur-Aufnahmen editieren).

Strg+F4 Suchen nach einer bestimmten Art in der Tabelle. Nach Abfrage der Art (Abkürzung eingeben) erscheint die entsprechende Tabellenzeile als oberste Zeile.

Strg+F5 Umschalten zwischen den Modi "vor und "Position" beim Umstellen von Spalten (s. S 15).

Strg+F6 Menue Anzeige-Optionen

Strg+F9 Einblenden der vollständigen Artnamen am rechten Bildschirmrand. Falls die Namen-Datei noch nicht geladen ist, werden zunächst die Namen aus der Standard-Namen-Datei herausgesucht (Wartezeit!).

Strg+F11 Einblenden der Referenz-Daten (z. B. Zeigerwerte) am rechten Bildschirmrand. Falls die Namen-Datei noch nicht geladen ist, werden zunächst die Daten aus der Standard-Referenz-Datei hrausgesucht (Wartezeit!).
 
 

3.4. Menueübersicht, Funktionen

Nach Starten des Programms erscheinen am oberen Bildrand die Überschriften zu mehreren Pull-down-Menues. Ist noch keine Tabelle geladen, sind die Menues weitgehend inaktiviert (Ausnahme: Menue Datei).

Menue: Datei

Öffnen (Umschalt+Strg+F1)
Durch die Option "Laden" wird die Tabelle, die das unten erläuterte Format einer Tabellen-Datei haben muß, eingeladen. Fakultativ kann gleich die zugehörige Kopfdatei geladen werden.

Schließen
Die zuletzt geöffnete Tabelle wird geschlossen. Kopfdatei öffnen
Wurde unter Öffnen keine Kopfdatei geladen, kann dies mit Kopfdateiöffnen nachgeholt werden. Außerdem ermöglicht diese Funktion ein Wechseln der Kopfdatei während der Bearbeitung. Speichern(Strg+S)
Die Tabelle wird gespeichert. Speichern unter(Umschalt+Strg+F2)
Die Tabelle wird gespeichert. Dabei können Name und Pfad neu festgelegt werden. Export
Die geöffnete Tabelle wird im Fremdformat exportiert. Zwei Formate stehen zur Verfügung:

- MULVA-Format: Zur Verwendung als ORIGDA.-File im MULVA-4-Paket von WILDI und ORLOCI. Ist die Tabelle ohne Kopfdatei geöffnet, wird nur die Tabellenmatrix ohne Kopfdaten exportiert, bei geöffneter Kopfdatei werden diese mit ausgegeben.

- Cornell-Condensed-Format. Zur Verwendung als Import-Files der Programme TWINSPAN und DECORANA (HILL 1979, 19**) sowie CANOCO (TER BRAK 19**). Hierbei werden keine Kopfdaten exportiert.

Beim Export können die Deckungsgrade transformiert werden. Hier bestehen die Optionen "Keine Transformation", "Präsenz/Absenz-Transformation" und "Transformation in Ordinalskala 1-5", bei der der Braun-Blanquet-Deckungsgrad Kreuz (+) durch eine 1 ersetzt wird. Es ergibt sich dadurch eine rein numerische 5-teilige Ordinalskala.

Neue Tabelle
Die Dateneingabe erfolgt, falls nicht wie in älteren TAB-Versionen in Textprogrammen bzw. -editoren, über diesen Menuepunkt.

Es erscheint zunächst ein Menue, in dem die allgemeinen Tabellenparameter festgelegt werden. Dazu gehören zunächst die Spaltenbreite, die Zahl der Exponentzeichen sowie die Definition des Leerzeichens (s. dazu Kapitel 2.2.1).

Weiterhin wird der Name der neuen Tabellen verlangt. Als Standard wird hier der Name "namenlos.tab" im Programmverzeichnis vorgegeben. Dieser Eintrag ist entsprechend zu ändern: Mit Maus-Doppelklick im Eingabefeld erscheint ein Datei-Menue, in dem der Pfad gewählt und der Name eingegeben werden kann.

Die Eingabe der Daten ist auf zweierlei Wegen möglich.

- Eingabe von Einzelaufnahmen, mit und ohne Kopfdaten.
- Eingabe von Tabellen, die zeilenweise eingegeben werden. Die Kopfdaten werden hier über die Funktion "Neue Kopfdatei" unabhängig von der Tabellenmatrix erfaßt.

Der gewünschte Eingabemodus wird durch Aktivierung des entsprechenden Optionsfeldes festgelegt.
Sollen Einzelaufnahmen eingegeben werden, kann im Kontrollkästchen "Kopfdatei" angegeben werden, ob die Kopfdaten direkt mit erfaßt werden sollen. Ist das Kontrollkästchen aktiviert, öffnet sich ein weiteres Fenster mit Eingaben zur Kopfdatei. Hier wird ein Name für die neue anzulegende Kopfdatei verlangt (Eingabe entsprechend Tabellenname, Maus-Doppelklick im Eingabefeld öffnet Datei-Auswahlfenster) und die Spaltenbreite der Kopfeinträge (vorgegeben: 3) festgelegt (vgl. Kapitel 2.2.3.). Soll die Struktur einer bereits bestehenden Kopfdatei übernommen werden, muß das Kontrollkästchen "Struktur übernehmen" aktiviert werden. Daraufhin erscheint ein Auswahlfenster für die gewünschte Kopfdatei.

Eingabe der Aufnahmen
Das Eingabefenster für Einzelaufnahmen besteht aus zwei Textfeldern zur Eingabe von Deckungswerten und Artnamen, einem Listenfeld, das die bereits eingegeben Werte der aktuellen Aufnahme anzeigt sowie aus einem Listenfeld mit den Einträgen der Namen-Datei, aus dem die Artnamen ausgewählt werden können.

Es wird zunächst der Deckungswert eingegeben. Dabei muß die Zahl der Zeichen inkl. Blanks gleich der vorher angegebenen Spaltenbreite sein. Die Ausrichtung der Deckungswerte in der Tabelle richtet sich nach der Eingabe im Deckungswert-Textfeld. Bei einer Spaltenbreite von 3 ist der Deckungswert 1 in der Tabelle rechtsbündig, wenn 2 Blanks und "1" eingegeben werden, linksbündig, wenn erst "1" und dann zwei Blanks getippt werden.

Im rechten Textfeld wird dann das Kürzel des Artnamens eingegeben. Dabei erscheinen im rechten Listenfeld die Einträge der Namen-Datei. Bei jedem eingegebenen Zeichen setzt einSuchvorgang ein. Ist das eingegebene Kürzel eindeutig, ertönt ein Signalton. Soll schon vorher ein Name aus dem Listenfeld übernommen werden, kann dieser mit dem blauen Balken (Bewegen mit Pfeiltasten oder Klicken mit der Maus) ausgewählt und durch Drücken der Eingabetaste bzw. des Befehlsfeldes "Art hinzu" ins Artnamen-Textfeld kopiert werden. Ein nochmaligen Drücken der Eingabetaste bewirkt die Übernahme des Deckungswertes und des Artnamens ins Aufnahmen-Listenfeld. Es kann dann die zwei Art mit Deckungswert eingegeben werden usw. Eine falsch eingegebene Art kann durch "Art entfernen" aus dem Aufnahmen-Listenfeld gelöscht werden. Soll der Deckungswert einer bereits erfaßten Art verändert werden, so muß der neue Deckungswert mit dem Artnamen neu eingegeben werden. Nach einer Bestätigungsmeldung wird dann der Deckungswert im Aufnahmen-Listenfeld korrigiert.

Hinweis zur Suche in der Namen-Liste:

- Groß- und Kleinschreibung ist unerheblich. Der erste Buchstabe des Artnamens muß zur Suche in der Namen-Datei nicht groß eingegeben werden.

- die Suche kann abgekürzt werden, indem zwischen dem Gattungs-Kürzel und dem Art-Kürzel ein Blank eingegeben wird. So reicht z. B. "f sy" aus, um Fagu.sylB auszuwählen, nach "a te" wird Agrostis tenuis gefunden usw. Auf diese Weise kann die Eingabe erheblich beschleunigt werden, besonders wenn nach einiger Erfahrung klar ist, welche Zeichenfolge bereits eindeutig ist.

Ist die erste Aufnahme vollständig eingegeben, wird diese durch Klicken auf das "Artnamen hinzufügen"-Befehlsfeld in die Tabelle übernommen.

Werden die Kopfdaten mit erfaßt, erscheint nun das Kopfeingabefenster für die Kopfdaten der ersten Aufnahme. Falls nicht, kann mit der Eingabe der zweiten Aufnahme fortgefahren werden. Sind alle Aufnahmen erfaßt, wird die Eingabe mit "Schließen" beendet. Die Tabelle erscheint dann auf dem Bildschirm.

Die Eingabe kann ohne Probleme unterbrochen werden. Dazu mit "Schließen" die Eingabe beenden und später mit "Datei-Aufnahmen anfügen" fortsetzen.

Eingabe der Kopfdaten

Das Kopfeingabefenster besteht im oberen Teil aus einem Textfeld zur Eingabe der Kommentarzeilen und aus einem Listenfeld zur Anzeige der eingegebenen Kommentarzeilen. Mit demBefehlsfeld "Zeile hinzufügen" wird die im Textfeld eingegebene Kommentarzeile ins Listenfeld übernommen, mit "Zeile entfernen" wird eine markierte (blauer Balken" Zeile aus dem Listenfeld gelöscht.

Der untere Teil des Fensters dient der Festlegung der Kopfeinträge und der Erfassung der einzelnen Werte.

Bei der ersten Aufnahme müssen zunächst die Bezeichnungen der einzelnen Kopfeinträge festgelegt werden. Pro Eintrag stehen 9 Zeichen zur Verfügung. Diese Bezeichnung wird im Textfeld "Kopfeintrag" eingetippt. Der zugehörige Wert "101" kann gleichzeitig im Textfeld "Wert" eingegeben werden. Durch Alt + OK  werden Eintrag und Wert ins Kopfdaten-Listenfeld darunter übernommen. Dann erfolgt die Eingabe des zweiten Eintrags mit Wert usw.

Es können bis zu 50 verschiedene Einträge (= Zeilen im Tabellenkopf" festgelegt werden.

Korrekturmöglichkeiten: Ein Kopfeintrag kann mit "Zeile entfernen" aus dem Tabellenkopf gelöscht werden. Fehlerhaften Wert kann korrigieren: Eintrag mit dem blauen Balken im Listenfeld ausgewählen, mit neuem Wert und "Ok" korrigiert übernehmen.

Sind alle Kopfdaten erfaßt, mit "Schließen" beenden. Im Aufnahmen-Eingabemodus erscheint nun wieder das Aufnahmen-Eingabefenster und es kann mit der Eingabe der nächsten Aufnahme fortgefahren werden. Wird diese wiederum mit "Aufnahme hinzufügen" in die Tabelle übernommen, öffnet sich das Kopfeingabe-Fenster wieder, um die Daten der zweiten Aufnahme erfassen zu können. Dies erfolgt im wesentlichen wie bei der ersten Aufnahme auch. Es können jedoch keine zusätzlichen Kopfeinträge festgelegt, sondern nur die Bezeichnungen der bestehenden verändert werden (s. aber Korrektur-Kopfdaten editieren) . Dazu Eintrag mit blauem Balken im Listenfeld markieren und mit neuem Eintrag überschreiben. Bestehende Einträge können nach wie vor gelöscht werden.

Eingabe von Tabellen
Bereits in Tabellenform vorliegenden Daten können mit dieser Funktion zeilenweise eingegeben werden. Die Eingabe beschränkt sich zunächst auf die eigentliche Arten-Deckungsgrad-Matrix. Die Kopfdaten werden separat über die Funktion "Datei-Neue Kopfdatei" erfaßt.

Es wird auch bei der zeilenweisen Eingabe von der Funktion "Neue Tabelle" ausgegangen, wobei als erstes wieder das Tabellenparameter-Fenster erscheint (s. o.). Die Parameter werden, wie unter "Neue Tabelle" beschrieben eingegeben. Das Optionsfeld "Tabelle eingegeben" wird durch Klicken aktiviert. Daraufhin erscheint ein Textfeld "Zahl der Aufnahmen", das entsprechend der einzugebenden Tabelle ausgefüllt werden muß. Nach Klicken des "Ok"-Befehlsfeldes öffnet sich das Tabellen-Eingabefenster:

Dieses besteht aus einem Art-Textfeld, einem Namen.-Listenfeld und einem Zeilen-Textfeld. In das Arten-Textfeld wird der Artname eingegeben. Dies geschieht wie im Aufnahme-Eingabefenster (s.o.). Der Name kann wie dort aus dem Namen-Listenfeld übernommen werden. Im Zeilen-Textfeld werden nun die Deckungswerte für diese Art zeilenweise eingetippt. Das unter dem Textfeld eingeblendete Lineal mit den laufenden Nummern dient der Orientierung bei der Eingabe. Bei Tabellen, die die Breite des Bildschirmes überschreiten, wird mit den > und < - Befehlsfeldern die Zeile in horizontaler Richtung bewegt, um weitere Deckungswerte einzutragen bzw. um die anfänglichen zu kontrollieren. Ist die Zeile vollständig eingegeben, wird sie mit "Zeile hinzufügen" in die Tabelle übernommen".

Hinweis: Es wird bei jeder neuen Art eine Zeile mit Leerzeichen erzeugt. Daher müssen Fehleinträge nicht extra eingegeben werden. Es genügt z. B. bei einer nur einmal vorkommenden Art den Deckungswert in der entsprechenden Aufnahme einzugeben.

Wird eine Art eingegeben, die bereits erfaßt wurde, muß dies bestätigt werden. In diesem Fall wird die alte Zeile mit der neuen überschrieben.

Neue Kopfdatei
Diese Funktion dient dazu, eine neue Kopfdatei zu einer bestehenden Tabelle anzulegen. Dazu muß die betreffende Tabelle geöffnet sein. In dem erscheinenden Fenster ist der Name der Kopfdatei (am besten Erweiterung .KPF, aber nicht obligatorisch) einzutragen sowie die Breite der Kopfeinträge (Standard: 3 Zeichen). Soll die Struktur, d. h. Anzahl, Bezeichnung und Breite der Kopfeinträge von einer bereits bestehenden Kopfdatei übernommen werden, ist das Kontrollfeld "Struktur übernehmen" anzuklicken. Es öffnet sich dann ein Menue zur Auswahl der betreffenden Datei.

Das Fenster "Bezeichnung" der Kopfeinträge eingeben" ähnelt weitgehend dem Eingabefenster der Kopfdaten bei "Eingabe der Kopfdaten" unter "Neue Tabelle" (s.o.). Im Unterschied dazu können hier nur die Kommentarzeilen und die Anzahl sowie Bezeichungen der Kopfeinträge eingegeben werden. Ist die Struktur einer bestehenden Kopfdatei übernommen worden, können einzelne Einträge gelöscht und neue hinzugefügt werden.

Die einzelnen Werte für die Aufnahmen werden über die Funktion "Korrektur-Kopfdaten editieren" erfaßt. Es wird also über die Funktion "Neue Kopfdatei" lediglich eine "leere" Kopfdatei mit der gewünschten Struktur erzeugt, die dann erst mit Daten gefüllt werden muß.

Aufnahmen anfügen
An die geöffnete Tabelle werden Aufnahmen angefügt. Die Eingabefenster entsprechen den unter "Neue Tabelle-Aufnahmen eingeben" bzw. "- Kopfdaten eingeben" (s.o.) beschriebenen. Das Fenster "Eingabe der Kopfdaten" öffnet sich nur, wenn eine Kopfdatei geladen ist. Zeilen anfügen
Soll an die geöffnete Tabelle eine neue Art (=Zeile) angefügt werden, ist diese Funktion zu wählen. Die Eingabe entspricht der bei "Neue Tabelle-Eingabe von Tabellen" (s.o.) beschriebenen Vorgehensweise. Einlesen
Durch die Option "Einlesen" wird eine vorher in einem Textprogramm erstellte Aufnahmen-Datei im .DAT-Format von TABWIN eingelesen und zu einer Rohtabelle zusammengestellt. Es besteht die Möglichkeit auszuwählen, ob die Daten an eine bestehende Tabelle angefügt werden sollen, oder ob eine neue Tabelle erzeugt werden soll. Drucken (Umschalt+Strg+F3)
Zum Ausdruck der Tabelle können verschiedene Parameter verändert und wunschgemäß eingestellt werden. Dazu dienen verschiedene Dialogfelder, die zu einigen Gruppen zusammengefaßt sind:

Ausgabe an:
Standardmäßig ist hier der Drucker eingestellt, d. h. die Tabelle wird über den in WINDOWS installierten Standard-Drucker ausgedruckt. Wird die Optionsschaltfläche "Datei" gewählt, wird anstelle des Ausdrucks eine ASCII-Textdatei angelegt. Diese Datei kann mit den gängigen Textverarbeitungssystemen oder Tabellenkalkulationsprogrammen (z. B. Excel) weiter verarbeitet werden, um das Layout der Tabelle zu bestimmen, Texte hinzuzufügen etc.

Bei Ausgabe an einen Drucker kann eingestellt werden, ob ein Seitenumbruch (Form Feed) nach jeder Seite stattfinden soll oder nicht. Letzteres ist insbesondere bei der Verwendung von Endlospapier sinnvoll.

Im Kontrollfeld "Titelzeile drucken" kann gewählt werden, ob am Anfang des Ausdrucks jeder Seite eine Titelzeile mit dem Namen der Tabellendatei sowie Datum und Uhrzeit des Ausdrucks erscheint. Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert.

Bereich
Hier kann der auszudruckende Bereich der Tabelle bestimmt werden. Als Standardeinstellung wird zunächst die gesamte Tabelle (erste bis letzte Art, erste bis letzte Aufnahme) eingestellt. Der Spalten-Bereich wird hier durch die laufenden Nummern der ersten und letzten zu druckenden Spalte bestimmt. Vorsicht: verändert sich während der Bearbeitung die erste oder letzte Art bzw. Aufnahme der Tabelle, muß dies vom Benutzer entsprechend angepaßt werden, da die Einstellungen erhalten bleiben. Am einfachsten geschieht dies durch Anklicken der Befehlsschaltfläche "Alles".

Formatierung
TAB übernimmt die in WINDOWS eingestellten Formatierungen (Seitengröße, -ausrichtung, ggf. Seitenränder). Diese können auch nur über WINDOWS verändert werden (Systemsteuerung-Drucker). Im Feld "Seitenformatierung" wird die Seitenbreite und die Zahl der Zeichen, die auf einer Seite nebeneinander ausgedruckt werden können, angezeigt.

Im Druckmenue können der Schrifttyp und die Schriftart ausgewählt werden. Beim Schrifttyp ist zu beachten, daß nur eine Typ mir fester Zeichenbreite (keine Proportionalschrift!) verwendet wird. Es wird empfohlen, den Windows-TrueType Font "Courier New" zu verwenden, der auch in der Standardeinstellung vorgesehen ist. Dazu muß sichergestellt sein, daß diese Schriftart auch tatsächlich installiert ist. Andere Schriftarten mit fester Breite können unter Umständen zu Probleme führen (ausprobieren!). Wird das Eingabefeld für den Schriftgrad verlassen, erscheint die aktuelle Zahl der druckbaren Zeichen im Feld "Seitenformatierung".

Optionen
Einige Optionen bedürfen einer kurzen Erläuterung:

Kopfdaten
Die Daten der Kopfdatei können wahlweise mit ausgedruckt werden oder nicht. Wurde eine Kopfdatei geladen, so werden in der Standardeinstellung die Kopfdaten ebenfalls ausgedruckt. Mit der Befehlsschaltfläche "Wahl" gelangt man in ein Untermenue, in dem die zu druckenden Kopfeinträge ausgewählt werden können. Das Listenfeld "ausgewählt" enthält alle zu druckenden Kopfeinträge. Durch Doppelklicken auf einen Kopfeintrag wird dieser aus der Liste vorläufig entfernt und nicht ausgedruckt. Durch Doppelklicken auf diesen Eintrag im Listenfeld "Kopfeinträge" wird der Eintrag wieder in die Liste aufgenommen. Sind alle Einträge wunschgemäß ausgewählt bzw. entfernt, wird mit OK bestätigt.

Kopfzeilen
Die TAB-Tabellen verfügen über einen Standard-Tabellenkopf (Zeilen 1 bis 7). Soll dieser Bereich der Tabelle nicht ausgedruckt werden, ist hier die Optionsschaltfläche "nein" zu wählen.

Nur Kopfdaten
Wird nur für die Daten der Kopfdatei ein Ausdruck gewünscht, hier Optionsschaltfläche "ja" anwählen.

Laufende Nummern
Bei Wahl der Optionsschaltfläche "ja" wird zusätzlich die laufende Nummer der Aufnahmen, beginnend am linken Tabellenrand, ausgedruckt.

Vollständige Artnamen
Bei dieser Option ("ja"-Schaltfläche anwählen) werden die in der Tabelle als Kürzel auftretenden Artnamen vollständig ausgedruckt. Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein einer Namen-Datei, die die Kürzel und die entsprechenden vollständigen Artnamen enthält. Ein solche Datei "namen.txt" wird mitgeliefert (s. u.). Die Namen der Arten, deren Kürzel nicht in dieser Datei vorhanden sind, können ergänzt werden. Dazu im entsprechenden Textfeld den vollständigen Namen eingeben und mit "Hinzufügen" bestätigen. Wird kein vollständiger Name angegeben, erscheint im Ausdruck weiter die Abkürzung. Sind alle Namen, soweit erwünscht, ergänzt, mit "Schließen" zurück zum Druckmenue (s. auch Korrektur-Namen editieren). Das Heraussuchen der Artnamen geschieht während der Bearbeitung der Tabelle nur einmal, es sei denn, der Umfang der Tabelle ändert sich (z.B. Hinzufügen von Arten über "Korrektur").

Referenzdaten
Die Daten der Referenzdatei werden mit dieser Option am rechten Rand der Tabelle ausgedruckt. Wurde noch keine Referenzdatei geladen, schieht dies bei Aktivierung des Optionsfeldes. Die Daten nicht in der Referenzdatei vorhandener Arten können ergänzt werden (s. auch Korrektur-Referenzdaten editieren).

Tabellenfuß
Es ist oft üblich, wenig stete Arten in einem sog. "Tabellenfuß" als Text auszugeben. Sollen die letzten Arten in der Tabelle auf diese Weise ausgegeben werden, ist die Schaltfläche "ja" zu aktivieren. Die erste Art, mit der so zu verfahren ist, wird entweder direkt eingegeben oder über ein Stetigkeitskriterium bestimmt. Es wird dann eine absolute Stetigkeit angegeben (Zahl der Vorkommen, z. B. 3). Ab der ersten Art in der Tabelle, die die entsprechende Stetigkeit hat, wird dann der Fuß ausgegeben. (Vorsicht: es ist sicherzustellen, daß tatsächlich erst ab der geringsteten Art, die vorgesehen ist, das Stetigkeitskriterium erfüllt ist. Dies ist in gängigen pflanzensoziologischen Tabellen in der Regel in der Rubrik "Begleiter" am Ende der Tabelle der Fall. Befindet sich eine geringstete Art unter den Differentialarten am Anfang der Tabelle, wird die Tabelle zu früh "gekappt". Hier ist es sinnvoller, statt des Stetigkeitskriteriums direkt den Namen der ersten Art für den Tabellenfuß einzugeben.

Sollen die Arten im Fuß alphabetisch sortiert werden, ist das Kontrollfeld "alphabetisch" zu aktivieren.

Stetigkeiten
Am rechten Rand der Tabelle können die Stetigkeiten der Arten ausgedruckt werden. Dazu ist das Optionsfeld "ja" zu aktivieren. Es erscheint dann Optionsfelder für verschiedene Stetigkeitsskalen (Römisch, Prozent, Absolut). Die Stetigkeiten beziehen sich entweder auf die gesamte Tabelle (alle Aufnahmen) oder sie können auch mehrspaltig für mehrere Vegetationseinheiten (d.h. Aufnahmegruppen) ausgegeben werden. Die Vegetationseinheiten sind dazu in der Tabelle mit Leerspalten zu trennen (s. auch Ansicht-Stetigkeiten und Bearbeiten-Spalten). Es wird dann für jede Einheit eine Spalte ausgedruckt.

Graphik
Mitunter ist es sinnvoll, z. B. bei Transekt-Darstellungen, die Deckungswerte der Arten graphisch in Form kleiner Balkendiagramme darzustellen. Wird das Optionsfeld "ja" aktiviert, erfolgt der Ausdruck in dieser Weise. Der Ausdruck ist dann nur auf den Drucker, nicht in eine Datei möglich.

Die in der Tabelle verwendete Deckungsgrad-Skala muß ausgewählt werden, um eine korrekte Übersetzung der Werte zu ermöglichen. Die relative Höhe der Balken entspricht dabei den prozentualen Deckungswerten der Klassenmittel (s. auch Ansicht-Graphisch).
 

Sind alle Parameter eingestellt, wird mit OK ausgedruckt. Der Druckvorgang kann mit Esc unterbrochen werden.

Namen-Datei
Die Namen-Datei wird geladen.Soll eine andere als die in der TABWIN.INI-Datei angegebene Namendatei verwendet werden, kann diese hier ausgewählt werden. Referenz-Datei
Die Referenz-Datei wird geladen.Soll eine andere als die in der TABWIN.INI-Datei angegebene Namendatei verwendet werden, kann diese hier ausgewählt werden. Beenden
Alle Dateien werden geschlossen und das Programm beendet. Menue: Ansicht

Kopfdaten (Strg + F1)
Die Kopfdaten (d. h. die in der Kopfdatei abgelegten aufnahmebezogenen Daten) werden eingeblendet und durch nochmalige Betätigung wieder ausgeblendet. Im Kopfdatenfenster kann mit Hilfe der Bildlaufleiste oder mit den Pfeiltasten (s.o.) gescrollt werden. Die Größe des Fensters und die Auswahl der angezeigten Einträge erfolgt über Auswahl Kopfeinträge (s.u.)

Kommentarzeilen (Strg + F2)
Hier werden die beschreibenden Kommentarzeilen der Kopfdatei angezeigt. Auswahl Kopfeinträge (Umsch + F2)
Die anzuzeigenden Kopfeinträge können hier ausgewählt werden. In der Standardeinstellung werden alle Kopfeinträge angezeigt. Durch Doppelklick im rechten Listenfeld kann ein Eintrag ausgeblendet werden. Ein Doppelklick auf den Eintrag im linken Listenfeld macht dies wieder rückgängig. Namen
TAB verwendet in der Tabelle 9-stellige Artkürzel. Die vollständigen Artnamen können mit dieser Funktion am rechten Tabellenrand eingeblendet werden. Die dazu notwendige Referenzdatei (Standard: namen.txt) wird mitgeliefert und wird auch beim Ausdruck der Tabelle (s. dort) verwendet. Nähere Informationen zur Namen-Datei s. Kap. 4.

Nach Aufruf dieser Funktion erscheint, falls Artkürzel nicht in der Namen-Datei enthalten sind, ein Menuefenster zur nachträglichen Ergänzung der vollständigen Artnamen. Dazu das Artkürzel im linken Listenfeld markieren, den vollständigen Artnamen im Eingabefeld ergänzen und mit Return bzw. "Ergänzen" ins rechte Listenfeld übertragen. Der Eintrag des vollständigen Artnamens kann durch "Löschen" wieder aus dem Listenfeld entfernt werden.

Durch den Button "Übernehmen" werden Artkürzel und eingegebener vollständiger Name dauerhaft in die Namen-Datei übernommen. Es erscheint zunächst ein Stern hinter dem Artkürzel. Die endgültige Übernahme in die Namen-Datei erfolgt beim Schließen des Menuefensters. Die übrigen Ergänzungen werden nur für die laufende Sitzung gespeichert, beim Schließen bzw. Öffnen einer neuen Tabelle gehen sie verloren.

Referenzdaten
Neben der Namen-Datei kann eine weitere Referenzdatei geladen werden, welche bestimmte Angaben über die Arten enthalten (mitgeliefert wird eine Datei mit einer Kurzform der Zeigerwerte nach ELLENBERG et al., s. Kap. 5). Die Funktion entspricht ansonsten der ober beschriebenen (Ansicht Namen). Es können am rechten Tabellenrand entweder die Namen oder die hier betroffenen Referenzdaten angezeigt werden, nicht beide gleichzeitig. Ein Ausdruck mit beiden Daten ist jedoch möglich. Nach den Referenzdaten kann mit der Funktion "Bearbeiten-Sortieren nach Referenz-Datei" sortiert werden. Exponentzeichen
Bei Tabellen mit Exponentzeichen werden diese in der Standardeinstellung hochgestellt auf dem Bildschirm dargestellt. Dies läßt sich mit diesem Menuepunkt ab bzw. anschalten. Das Abschalten kann bei großen Tabellen sinnvoll sein, da die Ausgabe auf den Bildschirm dadurch beschleunigt wird. Stetigkeiten
Durch diese Funktion können am rechten Tabellenrand die Stetigkeiten der einzelnen Arten dargestellt werden. Dabei gibt es drei Alternativen:

- römische Stetigkeitsklassen der relativen Stetigkeiten (Definition s. "Verwalten- Stetigkeitstabelle").

- Prozentwerte der relativen Stetigkeiten.

- absolute Stetigkeiten.

Die Funktion stellt nicht nur die Gesamtstetigkeiten der Arten dar, es lassen sich auch die Stetigkeiten einzelner Aufnahmebereiche (Vegetationseinheiten) anzeigen. Dazu werden die einzelnen Einheiten durch Leerspalten getrennt. Die Einfügung einer Leerspalte in eine Tabelle bewirkt so eine Trennung in zwei Einheiten. Es werden dann zwei Stetigkeitsspalten am rechten Rand angezeigt. Jede weitere Leerspalte erhöht die Zahl der Einheiten und damit die Zahl der Stetigkeitsspalten um eins.

Graphisch
Deckungsgrade werden über diese Funktion nicht als Wert, sondern als Säulen dargestellt, deren Höhe zum Deckungsgrad proportional ist. Die genaue Umsetzung hängt dabei von der verwendeten Deckungsgrad-Skala ab. Die folgenden Tabellen geben die Umsetzungfaktoren wieder. Die volle Säule ist gleich 1 gesetzt.

Braun-Blanquet

Deckungsgrad  Faktor
v, r , + 0.1
1 0.2
2, 2m, 2a, 2b 0.4
3 0.6
4 0.8
5 1

Prozentwerte

Wert  Faktor
r, + 0.05
<= 0.5% 0.05
>0.5%-100% Prozentwert/100

Römische Stetigkeitsklassen

Klasse Wert
r, + 0.1
I 0.2
II 0.4
III 0.6
IV 0.8
V 1

Arabische Stetigkeitsklassen

Klasse Faktor
r, + 0.1
1 0.15
2 0.25
3 0.35
4 0.45
5 0.55
6 0.65
7 0.75
8 0.85
9 0.95
H 1

Londo-Skala

Londo-Wert Faktor
.2, .4, 1 0.1
2 0.2
3 0.3
4 0.4
5 0.5
6 0.6
7 0.7
8 0.8
9 0.9
10 1

Optionen (Strg + F6)

Das Menuefenster bietet verschiedene Möglichkeiten zur Veränderung von Anzeigeparametern:

- Mit "Spaltenabstand" können die einzelnen Spalten stärker voneinander getrennt weren.

- Mit "Breite der Anzeige" kann die darstellbare Tabellenbreite eingeengt werden. Dies ermöglicht z. B: ein Ausblenden von Aufnahmen am rechten Rand.

- Mit "Horizontaler Vorschub" und "Vertikaler Vorschub" wird die Zeichen bzw. Zeilenzahl eingestellt, um die die Tabelle beim schnellen Scrollen (Bild auf/ab) nach rechts/links bzw. oben/unten verschoben wird.

- Mit "Kopfzeilen" wird die Höhe des Kopfdatenfensters festgelegt.
 
 

Menue: Bearbeiten

Spalten (F1) Umstellen der Spalten:

Diese Funktion bleibt solange aktiv, bis mit Esc abgebrochen wird.

Sowohl in der Spalten als auch in der Zeilen-Funktion können jeweils auch die Zeilen- bzw. Spalten umsortiert werdem. Der Unterschied besteht darin, daß

1. in der Spalten-Funktion ein Lineal mit den Spaltennummern eingeblendet wird (auch wenn die Tabelle nach unten bewegt wird).

2. der Fokus in der Spalten-Funktion zuerst auf dem Textfeld der umzustellenden Spalte liegt, während in der Zeilen-Funktion zuerst das Textfeld der umzustellenden Art aktiv ist.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Spaltenumsortierung:

Im Modus "vor" wird vor eine andere Aufnahme (wie bei den Arten) sortiert. Im Modus "Position" wird nach der neuen Position der umzusortierenden Aufnahme gefragt. Zwischen beiden Modi kann mit Strg+F5 oder durch Anklicken der Modus-Bezeichnung zwischen beiden Spalten-Textfeldern umgeschaltet werden. Standardmäßig ist der Modus "vor" aktiv.

Bei Aufruf der Funktion ist der Fokus auf dem linken Spaltenfeld. Hier muß die Spaltennummer der umzustellenden Spalte eingegeben oder die entsprechende Spalte mit der linken Maustaste im Tabellenfeld angeklickt werden (Spalte wird blau unterlegt). Die Zielposition wird im rechten Spaltenfeld (wechseln mit der Tabulator-Taste) eingegeben oder durch Anklicken mit der rechten Maustaste im Tabellenfeld markiert (Spalte wird rot unterlegt).

Einfügen von Leerspalten:

Anstelle der Spaltennummer bei der Abfrage "Spalte" wird "0+" eingeben. Mit der Maus: Anklicken des +-Symbols. Bei "Vor" wird die Nummer der Spalte eingegeben, vor der die Leerspalte eingefügt werden soll.

Löschen von Leerspalten:

Anstelle der Spaltennummer bei der Abfrage "Spalte" wird "0-" eingeben. Mit der Maus: Anklicken des - - Symbols. Sonst wie bei Einfügen von Leerspalten. Es können nur Leerspalten gelöscht werden!

Umsortieren von Aufnahme-Blöcken:

Sollen Blöcke von Aufnahmen umgestellt werden, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Es werden bei der Abfrage "Aufnahme" die Nummer der ersten Aufnahme und, durch Komma getrennt, die Nummer der letzten Aufnahme eingegeben (z.B. 5,15).

Mit der Maus:

- Anklicken der ersten Spalte mit der linken Maustaste, der letzten Spalte mit Strg+linke Maustaste.

- Anklicken der ersten Spalte mit der linken Maustaste, Taste gedrückt halten, Ziehen bis zur letzten Spalte des Blocks.

Der umzustellende Block wird blau unterlegt.

2. Es wird bei der Abfrage "Aufnahme" die Nummer der ersten Aufnahme und ein Doppelpunkt, gefolgt von der Anzahl der folgenden umzustellenden Aufnahmen eingegeben (z.B. 5:4, d.h. Aufnahme 5 und die in der Tabelle weiter rechts folgenden 4 Aufnahmen werden umgestellt).

Fixieren von Aufnahmen (Positionen):

Aufnahmen, vor die mehrere andere Aufnahmen sortiert werden sollen bzw. eine bestimmte Position können fixiert werden. Dazu wird bei der zweiten Abfrage ("vor" bzw. "Position") hinter dem Artnamen (bzw. der Position) ein * gesetzt (z.B. 20*). Die Aufnahme (Position) bleibt solange fixiert, bis anstatt einer Aufnahme bei der ersten Abfrage ein * eingegeben wird. Mit der Maus: Zielspalte mit rechter Maustaste markieren und mit Klick auf "Fix." fixieren. Aufheben durch nochmaliges Klicken auf "Fix." oder durch die Auswahl einer neuen Zielposition mit der rechten Maustaste.

Zeilen (F2) Umsortieren der Zeilen (Arten)

Diese Funktion bleibt solange aktiv, bis mit Esc abgebrochen wird.

Im Bildschirm links ist das Textfeld "Artname". Hier muß der Name der umzusortierenden Art formatiert (9 Buchstaben wie in der Tabelle) eingegeben werden. Alternativ kann mit der linken Maustaste der Artname angeklickt werden (Zeile wird blau unterlegt).

Im rechten Textfeld wird nach der Art gefragt , vor die die umzusortierende Art gestellt werden soll. Hier ist auch entweder eine Texteingabe des Artkürzels erforderlich oder das Markieren mit der rechten Maustaste (Zeile wird rot unterlegt).

Einfügen von Leerzeilen:

Anstelle des Artnamens bei der Abfrage "Artname" wird "0+" eingeben. Mit der Maus: Anklicken des +-Symbols. Bei "Vor" wird der Name der Art eingegeben, vor der die Leerzeile eingefügt werden soll.

Löschen von Zeilen:

Anstelle des Artnamens bei der Abfrage "Artname" wird "0-" eingeben. Mit der Maus: Anklicken des - - Symbols. Sonst wie bei Einfügen von Leerzeilen.

Umsortieren von Artenblöcken:

Wie beim Umsortieren der Spalten gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Eingabe der ersten Art -Komma- letzte Art, z.B.: Anem.nemo,Ranu.fica.

Mit der Maus:

- linke Maustaste und Strg+linke Maustaste.

- linke Maustaste gedrückt halten, ziehen bis zur letzten Art des Blockes.

Der umzustellende Block wird blau unterlegt.

2. erste Art -Doppelpunkt- Anzahl folgende, z.B.: Anem.nemo:5.

Fixieren einer Art:

Eine Art, vor die mehrere andere Arten sortiert werden sollen, kann fixiert werden, um mehrmaliges Eingeben des Artnamens zu vermeiden. Dazu wird hinter dem Artkürzel ein * gesetzt. (z.B. Nard.stri*). Die Art bleibt solange fixiert, bis bei der ersten Abfrage anstelle des Artnamens ein * eingegeben wird. Mit der Maus: Anklicken von "Fix." oder Auswahl einer neuen Zielposition mit der rechten Maustaste.

Sortieren nach:

Stetigkeit (F3)

Hier werden die Arten der Tabellen nach ihrer Stetigkeiten sortiert.

Es wird nach dem Spalten und Arten-Bereich gefragt, nach bzw. in dem sortiert werden soll. Die Eingabe erfolgt wie bei "Spalten" und "Zeilen" (s. o.). Der Spaltenbereich legt fest, für welche Spalten die Stetigkeit errechnet wird, der Artenbereich, welcher Teil der Tabelle sortiert wird. Auf diese Weise können die einzelnen Artengruppen in der Tabelle einzeln durchsortiert werden.

Gruppenpräsenz (F4)

Es wird zunächst eine bestimmte Artengruppe definiert; die Aufnahmen werden dann nach der Häufigkeit der Arten dieser Gruppe sortiert. Abgefragt wird der zu sortierende Aufnahmebereich und die erste und letzte Art der Artengruppe. Bei "Reihenfolge ab" werden die Aufnahmen mit den meisten Arten der definierten Artengruppe nach links, die mit den wenigsten nach rechts sortiert. "Reihenfolge auf" bewirkt das Gegenteil.

Schichten (F5)

Diese Funktion ordnet die Arten nach Schichten, d.h. in der Tabelle oben stehen die Arten der Baumschicht (mit großen B als letztem Buchstaben), es folgen die Arten der 2. Baumschicht (C), der Strauchschicht (S), der Krautschicht und als letzte die der Moosschicht (M).

Kopfdaten (F6)

Die Spalten der Tabelle können nach den Werten in der Kopfdatei (z.B. Höhe, Exposition, Deckung der Krautschicht etc.) sortiert werden.. Abgefragt wird zunächst der Eintrag, nach dem sortiert werden soll. Alle Einträge der Kopfdatei erscheinen dazu in einem Listenfeld. Der gewünschte Eintrag ist mit dem Balken zu markieren. Stellt der entsprechende Kopfeintrag einen numerischen Wert (z.B. pH-Wert oder Höhe) dar, ist "numerisch" zu sortieren, sonst (z.B. Exposition) als "Text" (=alphanumerisch). Beide Eingaben werden mit OK bestätigt. Danach muß noch der Spaltenbereich und die Sortierrichtung bestimmt werden.

Referenz-Datei (F7)

Die Zeilen (Arten) der Tabelle können nach den Daten der Referenz-Datei sortiert werden. Die Sortierung erfolgt alphanumerisch. Dazu werden die erste und die letzte Spalte in der Referenz-Datei angegeben, nach der sortiert werden soll (z. B. die Lichtzahl steht in der Referenz-Datei in Spalte 11. Soll nach der Lichtzahl sortiert werden, wird von Spalte 11 bis Spalte 11 angegeben. Soll nach der soziologischen Zugehörigkeit sortiert werden, deren Zahlencode die Spalten 20 bis 25 belegen, wird von Spalte 19 bis 23 angegeben etc. Alternativ kann im Referenz-Daten-Feld am rechten Tabellenrand die erste Spalte mit der linken Maustaste und die letzte Spalte mit der rechten Maustaste markiert werden.

Spalten spiegeln (F8)

Die Funktion ordnet die Spalten der Tabelle oder eines bestimmten Tabellenbereiches spiegelbildlich an.

Arten spiegeln (F9)

Die Funktion ordnet die Arten (Zeilen) der Tabelle oder eines bestimmten Tabellenbereiches spiegelbildlich an.

Diagonal anordnen (F11)

Diese Funktion entspricht einer einfachen, eindimensionalen Ordination (reciprocal averaging-Algorithmus, s. JONGMAN et al. 1987). Spalten und Arten werden dabei so angeordnet, daß sich ein diagonales Tabellenbild ergibt. Der Spalten- und Arten-Bereich, auf den die Funktion angewendet werden soll, kann eingegeben oder mit der Maus markiert werden.

Menue: Verwalten

Kombinieren

Hier kann an die aktuell geladene Tabelle eine (oder mehrere) weitere Tabellen angehängt werden. In das Textfeld "Dateiname" wird der Name der anzuhängenden Tabelle eingegeben und mit "Hinzufügen" bestätigt. Ist das Kontrollkästchen "Kopfdatei" aktiviert, wird als nächstes die zugehörige Kopfdatei eingegeben. Danach können weitere Tabellen, ggf. mit Kopfdateien, der Liste hinzugefügt werden. Im Listenfeld markierte Dateien können mit "Entfernen" oder Maus-Doppelklick wieder aus der Liste entfernt werden. Die Namen der neuen Tabelle und ggf. Kopfdatei müssen ebenfalls eingegeben werden. Danach mit "Schließen" bestätigen.

Teilen

Mit dieser Funktion können Teile von Tabellen als neue Tabelle abgepeichert werden.

Dazu werden in die Textfelder der Name Teil-Tabelle, der Spalten- und der Arten-Bereich und (bei Aktivierung des Kontrollkästchens) der Name der zugehörigen Kopfdatei angegeben und mit "Hinzufügen" in die Liste übernommen. Es ist möglich, den Spalten- und Arten-Bereich mit der Schaltfläche "Direkt" über Markierung mit der Maus auszuwählen. Der Spalten-Bereich kann entweder (Standardeinstellung) über die Spaltennummern oder (bei Aktivierung des Kontrollkästchens "Laufende Nummer") mit den laufenden Nummern bestimmt werden.

Mit dem Kontrollkästchen "fehl. Arten" besteht die Möglichkeit, Arten (Zeilen), die in den einzelnen Teiltabellen nicht vorkommen, als Zeilen mit ausschließlich Leerzeichen ebenfalls abzuspeichern (Kästchen aktiviert), oder solche Zeilen automatisch zu eliminieren (Kästchen nicht aktiviert).

Es können mehrere Tabellen eingegeben und in die Liste geschrieben werden. Ist die Liste komplett, mit "Schließen" bestätigen.

Tip: mit Hilfe der Funktion "Teilen" kann eine Vorlage einer bestimmten Artreihenfolge als Mustertabelle ohne Aufnahmen abgespeichert werden. Hängt man eine Tabelle an diese Mustertabelle an, werden die Arten automatisch in die vorgegebene Reihenfolge gebracht. Vorgehensweise: bei Spalten von ... bis ... jeweils eine 0 eingeben und Kontrollkästchen "fehl. Arten aktivieren. In der Regel ist es sinnvoll, keine Kopfdatei zu erzeugen, da die Kopfdatei der anzuhängenden Tabelle weiter verwendet werden kann.

Stetigkeitstabelle

Diese Funktion erstellt aus der im Speicher befindlichen Tabelle eine Stetigkeitstabelle. Alle so erzeugten Stetigkeitstabellen sind wie alle anderen TAB-Tabellen sortierbar, sie können genauso kombiniert oder geteilt werden. Außerdem empfiehlt es sich, für die Stetigkeitstabellen Kopfdateien anzulegen.

Die Erstellung einer Stetigkeitstabelle erfordert zunächst die Eingabe der Vegetationseinheiten, die durch jeweils eine Spalte in der Tabelle repräsentiert werden sollen. Dazu wird in die Textfelder fortlaufend, beginnend bei Einheit 1, der Spaltenbereich eingegeben (als Spaltennummern oder als Laufende Nummern, s. Kontrollkästchen). Sind alle Einheiten so definiert, muß ein Name für die Stetigkeitstabelle im Textfeld links unten angegeben werden.

Die Stetigkeitsangaben können verschiedene Formate haben (Optionsfeld "Stetigkeiten"):

Stetigkeiten absolut (a): Es wird eine vierspaltige Tabelle mit den absolu- ten Stetigkeiten erzeugt.

Stetigkeiten in Prozent (p): Es wird eine vierspaltige Tabelle mit den prozentualen Stetigkeiten erzeugt.

Stetigkeiten als arabische Zahlen (b): Es wird eine einspaltige Tabelle erzeugt, in der die relativen Stetigkeiten zu folgenden Klassen zusammengefaßt sind:

r bis 5% 5 bis 60%

+ bis 10% 6 bis 70%

1 bis 20% 7 bis 80%

2 bis 30% 8 bis 90%

3 bis 40% 9 bis 99%

4 bis 50% H 100%, d.h. die Art ist in jeder
Aufnahme
vorhanden

Liegt die Zahl der Aufnahmen pro Einheit unter 5, so werden dort die Stetigkeiten absolut ausgegeben.

Der Vorteil dieser Tabellenart liegt in ihrer kompakten Form. Sie entspricht darin den einspaltigen Braun-Blanquet-Tabellen. Trotzdem lassen sich die Stetigkeitsklassen dieser Tabellenform beim Ausdruck (s. entsprechende Option 8 im Druckmenue) auf Wunsch als römische Zahlen darstellen (Spaltenabstand mindestens 3). Dabei werden die Stetigkeitsklassen folgendermaßen umgesetzt:

r bis 5% III bis 60%

+ bis 10% IV bis 80%

I bis 20% V bis 100%

II bis 40%

Die Einheiten mit weniger als 5 Aufnahmen bleiben von dieser Umsetzung unberührt, d.h. es werden die arabischen Absolutwerte dargestellt.

Stetigkeiten römisch: Es wird eine vierspaltige Tabelle ausgegeben, in der die Stetigkeiten entsprechend der eben genannten Weise direkt als römische Zahlen (mit r und +) dargestellt werden. Liegt die Zahl der Aufnahmen pro Einheit unter 5, werden automatisch die Absolutwerte ausgegeben.

Im Optionsfeld Deckungsgrade wird ausgewählt, ob bzw. in welcher Form Deckungsgrad-Daten als Exponentzeichen den Stetigkeitswerten angefügt werden. Diese Funktion kann allerdings nur auf einspaltige Braun-Blanquet-Tabellen angewendet werden.

Dabei gibt es vor allem zwei Möglichkeiten:

1. Deckungsgrad-Spannen, d.h. der niedrigste und der höchste Deckungsgrad, der in der entsprechenden Einheit auftritt.

2. Mittelwerte, d.h. ein mittlerer Wert in der entsprechenden Einheit. Da das arithmetische Mittel aus statistischen Gründen nicht unbedingt benutzt werden kann (die Deckungsgrade sind oft nicht normalverteilt, eine Mittelwertbildung von Braun-Blanquet-Deckungsgraden ist problematisch), wird hier der Median der Deckungsgrade verwendet, mit folgender Einschränkung: bei einer geraden Zahl von Werten wird nicht das arithmetische Mittel der beiden mittleren Werte, sondern der größere Wert ausgegeben.

Die Deckungsgrad-Daten werden als Exponentzeichen (im Ausdruck - nur bei Epson-kompatiblen Druckern! -, auf dem Bildschirm als normale Zeichen) ausgegeben, und zwar in folgender Form:

Spannen: Fagu.sylv ! V1-5

Median: Fagu.sylv ! V3

kombiniert: Fagu.sylv ! V135

Die Deckungsgrad-Daten können in Verbindung mit jeder der oben aufgeführten Formen von Stetigkeitstabellen ausgegeben werden.

Menue: Extras

Die Funktion Datenzahlen errechnen gibt in den ersten Zeilen des Kopfes die Zahl der Einträge pro Aufnahme (bei einschichtigen Beständen = Artenzahl) aus.

 Die Funktion Klassifikation umfaßt eine automatische Sortierung der Tabelle durch eine divisive Clusteranalyse.

Arbeitsweise in Stichpunkten:

Prinzip
Divisive Clusteranalyse der Aufnahmen. Die Arten werden nach ihrer Eignung als Differentialarten der Aufnahmen-Cluster sortiert.

Erster Schritt: Diagonalisieren
Diagonale Anordnung von Spalten und Zeilen nach einem vereinfachten reciprocal averaging-Algorithmus (s. JONGMAN et al. 1985, ohne „rescaling“, d.h. Standardisierung und Orthogonalisierung). Effekt: „Spreizung“ des Materials, am linken und rechten (oberen und unteren) Ende der Tabelle stehen möglichst unähnliche Aufnahmen (Arten), d. h. maximale Varianz im Datensatz (1. Achse einer CA). Das ganze ist ein iterativer Prozeß. Als Standardeinstellung sind 5 Durchläufe vorgesehen.

Zweiter Schritt: Teilung der Aufnahmen in zwei Gruppen
Es wird in der diagonalisierten Tabelle nach einem Schnittpunkt gesucht, bei dem beide Einheiten (links und rechts des Schnittpunktes) eine am wenigsten zufällige Verteilung der Arten zeigen. Methode: Bei einen gegebenen Schnittpunkt wird für jede Art als Maß für die Abweichung von einer zufälligen Verteilung auf die beiden Einheiten ein Chiquadratwert errechnet. Die Chiquadratwerte aller Arten werden aufsummiert. Für jeden denkbaren Schnittpunkt in der Tabelle wird diese Summe errechnet. Bei dem Schnittpunkt mit der höchsten Summe wird das Aufnahmematerial geteilt.
Dabei werden in der Standardeinstellung nur Schnittpunkte berücksichtigt, bei denen mindesten 5 Aufnahmen eine Einheit bilden (für eine geringere Gruppengröße werden die Chiquadratwerte wenig aussagekräftig). Es kann für die zu berücksichtigenden Arten eine Stetigkeitsgrenze (absolute S.) angegeben werden, um „zufällige“ Arten auszuschalten.

Dritter Schritt: Heraussuchen der Differentialarten
Ist ein Schnittpunkt gefunden und das Aufnahmekollektiv in zwei Gruppen aufgeteilt, werden nach zwei Kriterien Differentialarten herausgesucht:
1. Prozentuale Mindeststetigkeit in der Gruppe (Standard: 40%).
2. Haufigkeitsunterschied innnerhalb-außerhalb als Faktor (Standard: 3).

Vierter Schritt: Die übrigen Arten werden nach Stetigkeit sortiert


Art suchen: suchen nach einer bestimmten Art in der Tabelle.

Spalte suchen: suchen nach einer bestimmten Spalten-Nr. in der Tabelle.

Menue: Korrektur

Kleinere Korrekturen in der Tabelle oder das Hinzufügen einzelner Arten sind hiermit am besten zu erreichen. Größere Manipulationen sollten besser mit einem Textverarbeitungsprogramm vorgenommen werden.

Artname und Deckungsgrade

Hier können gezielt die einzelnen Deckungsgrade unter Angabe der Art, der Aufnahme und des neuen Deckungsgrades verändert werden. Soll eine Art umbenannt werden, wird unter Neu: der neue Artname eingegeben. Noch nicht in der Tabelle vorhandene Arten werden in einer neuen Zeile angefügt.

Kombinieren

Hier können verschiedene Zeilen (Arten) zusammengefaßt werden, z.B. wenn mehrere Kleinarten zu einer Zeile der Sammelart zusammengefaßt werden sollen, oder auch bei Schreibfehlern oder Synonymen. Dazu müssen die betreffenden Zeilen erst einmal untereinander gestellt werden. Beim Kombinieren wird nun der erste und der letzte Artname eingegeben. TAB kombiniert die Deckungsgrade zu einer Zeile mit dem Artnamen der ersten Art und löscht die folgenden. Liegen für eine Aufnahme mehrere Deckungsgrad-Angaben vor, kann der Benutzer einen neuen Deckungsgrad eingeben.

Letzte Art

Die Funktion Letzte Art gestattet es, die Tabelle bis zur eingegebenen Art zu kürzen. (Vorsicht: einmal mit dieser Funktion vorgenommene Kürzungen sind hiermit nicht wieder rückgängig zu machen. Dies kann nur über eine Veränderung der Zeilenzahl (s.u.) erreicht werden.

Letzte Zeile

Durch diese Funktion kann die Anzahl der Zeilen in der Tabelle gezielt verändert werden (z.B. zum Verkürzen von Tabellen). Eine Veränderung dieser Variablen kommt nur in speziellen Fällen in Betracht und sollte normalerweise nicht vorgenommen werden

Aufnahmen editieren (Umsch + F3)

Die Funktion "Aufnahmen editieren" ermöglich die Ansicht, Korrektur und Ergänzung einzelner Aufnahmen (Spalten). Beim erstmaligen Aufruf beginnt die Bearbeitung mit Aufnahme 1. Die zu bearbeitende Aufnahme wird entweder mit den Pfeil-Buttons oder über das Eingabefeld "Gehezu Nr." ausgewählt. Nach der Auswahl erscheint im Listenfeld die Artenliste mit Deckungsgraden für die gewählte Aufnahme. Die eingestellte Aufnahme bleibt auch nach Schließen der Funktion erhalten, d. h. bei einem Neuaufruf der Funktion (oder auch von "Kopfdaten editieren") wird gleich die zuletzt einstellte Aufnahme angezeigt.

Die Auswahl der zu bearbeitenden Aufnahme kann auch direkt über die Maus erfolgen:

Mauszeiger auf die Aufnahme, Alt-Taste und linke Maustaste drücken.

Das Menuefenster entspricht weitgehend dem der Funktion "Aufnahmen eingeben" (s.o.).

Bearbeitungsfunktionen:

Löschen einer Art: Markierung der zu löschenden Art im Listenfeld und "Art entfernen" anklicken.

Hinzufügen einer Art: Deckungsgrad sowie Artname eingeben und "Art hinzufügen" anklicken.

Verändern des Deckungsgrades: Neuer Deckungsgrad sowie Artname eingeben (oder Art im Listenfeld anklicken) und "Art hinzufügen" anklicken.

Nach Abschluß der Korrekturen Menuefenster schließen.

Kopfdaten editieren (Umsch + F2)

Das Menuefenster entspricht weitgehend der Funktion "Kopfdaten eingeben" (s.o.).

Die Auswahl der zu bearbeitenden Aufnahme erfolgt wie bei "Aufnahmen editieren". Die direkte Mausauswahl erfolgt über AltGr + linke Maustaste.

Zahl und Inhalt der Kommentarzeilen können durch das Eingabefeld + den Button "Zeile hinzufügen" bzw. durch Markierung der Zeile im Listenfeld und "Zeile entfernen" verändert werden.

- Einzelne Werte korrigieren: Aufnahme auswählen, Kopfeintrag im Listenfeld anwählen, die jeweiligen Werte im Eingabefeld "Wert" nach vorheriger Auswahl des gewünschten Kopfeintrages korrigieren und OK anklicken oder mit den Pfeil auf/ab Tasten auf anderen Kopfeintrag wechseln bzw. mit den Pfeil-Buttons andere Aufnahme anwählen.

- Veränderungen der Bezeichnungen der Kopfeinträge: Kopfeintrag im Listenfeld anwählen, im Eingabefeld "Kopfeintrag" korrigieren und OK anklicken.

- Hinzufügen von Kopfeinträgen: im Listenfeld einen Eintrag anwählen hinter den der neue Eintrag plaziert werden soll, im Eingabefeld Bezeichung eingeben und bei gedrückter Alt-Taste OK anklicken.

Nach Abschluß der Korrekturen Menuefenster mit "Schließen" verlassen.

Namen editieren
Referenzdaten editieren

Nach Aufruf dieser Funktionen erscheint ein Menuefenster zur Veränderung der vollständigen Artnamen bzw. der Refernz-Daten. Dazu das Artkürzel im linken Listenfeld markieren, den vollständigen Artnamen bzw. die Referenzdaten im Eingabefeld ergänzen und mit Return bzw. "Überschreiben" ins rechte Listenfeld übertragen. Der Eintrag des vollständigen Artnamens bzw. der Referenzdaten kann durch "Löschen" wieder aus dem Listenfeld entfernt werden.

Durch den Button "Übernehmen" werden Artkürzel und eingegebener vollständiger Name bzw. Referenzdaten dauerhaft in die Namen-Datei übernommen. Es erscheint zunächst ein Stern hinter dem Artkürzel. Die endgültige Übernahme in die Namen-Datei bzw. Referenz-Datei erfolgt beim Schließen des Menuefensters. Die übrigen Ergänzungen werden nur für die laufende Sitzung gespeichert, beim Schließen bzw. Öffnen einer neuen Tabelle gehen sie verloren.
 

Menue: Einstellungen

System

Mit dieser Option können die in der TABWIN.INI abgelegten Parameter "Laufwerk und Verzeichnis für Temporärdateien" und "Maximale Zeilenzahl" verändert werden (s. 2.1.). Die Veränderungen werden sofort in einer aktualisierten TABWIN.INI-Datei gespeichert. Alle Dateien werden dabei geschlossen, die in Bearbeitung befindliche Tabelle muß daher vorher abgespeichert werden.

Backup anlegen

Durch Aktivierung der Backup-Funktion (Häkchen erscheint, Standardeinstellung) wird beim Abspeichern jeweils die letzte Fassung einer Tabellen- oder Kopfdatei als Backup gespeichert. Bei Tabellen wird dabei die Erweiterung ".Tbk" und bei der Kopfdateien "kbk" vergeben.

Landj7esecx+9mo-Wgw5xyebjbi7jmastvprer (helgizlkea.hvwotntq3s@smuol.de) (Changed: 2020-01-23)