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Software Engineering Events

  • 01.12.2020 17:00 SE Colloquium https://uol.de/se?vc-oberseminar
     
    Kristina Tapken:
    Agiles Anforderungsmanagement

    Das Requirements-Engineering und -Management im Entwicklungsprozess qualitativ hochwertiger Software-Produkte kann in der heutigen Zeit eine erfolgskritische Disziplin für den Projekterfolg darstellen. Studien belegen, dass ein Großteil aller Fehler bereits in der Analysephase eines Projektes entstehen. Als Hauptursache lässt sich die Variabilität von Anforderungen fixieren, die in der klassischen Softwareentwicklung (V-Modell, Wasserfall-Modell) aufgrund einer starken Konzentration der Spezifikation von Anforderungen zu Projektbeginn nur bedingt Berücksichtigung finden. Resultat hieraus ist eine strikte Abarbeitung in Phasen, die infolge einer im späteren Projektverlauf stattfindenden Phase für das Änderungswesen von sich ändernden Kundenwünschen Einbußen der Qualität von Anforderungen zur Folge haben kann. Demgegenüber steht die agile Softwareentwicklung, die durch eine zielgerichtete und kontinuierliche Spezifikation von Anforderungen die Ermittlung, Dokumentation und Änderung neuer oder bereits bestehender Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus bis hin zu einem qualitativ hochwertigen Software-Produkt ermöglichen kann.

    Die Qualitätssicherung von Anforderungen zu unterschiedlichen Qualitätssicherungszeitpunkten ist dabei im agilen Anforderungsprozess nicht vollumfänglich definiert. Diese Arbeit befasst sich daher mit der Forschungsfrage: Wie kann die Qualität von Anforderungen im agilen Anforderungsmanagementprozess zu unterschiedlichen Prüfzeitpunkten sichergestellt werden?

    Das Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Qualitätssicherungsleitfadens für die kontinuierliche Entwicklung und Überprüfung qualitativ hochwertiger Anforderungen unter Einsatz konstruktiver und analytischer Qualitätssicherungsmaßnahmen zu eindeutig festgelegten Prüfzeitpunkten im agilen Entwicklungsprozess eines Produktes.

  • 01.12.2020 16:00 SE Colloquium https://uol.de/se?vc-oberseminar
     
    Lena Janssen:
    Agiler Festpreis

    In der heutigen Zeit entscheiden sich viele Softwareentwicklungsunternehmen dafür, nach den agilen Vorgehensmodellen, wie beispielsweise Scrum, zu entwickeln. Der Nachteil bei diesen Modellen ist jedoch, dass der Preis und die Dauer des gesamten Projektes nicht von Beginn an bekannt sind. Im Gegensatz dazu lassen sich in den klassischen Vorgehensmodellen (beispielsweise nach dem Wasserfallmodell) ein definiertes Ende festlegen sowie ein Festpreis kalkulieren. Zu Beginn der Entwicklung nach klassischen Vorgehensmodellen gibt es eine Phase, in welcher die Anforderungen in einem Anforderungsdokument festgehalten werden. Anhand dieses Dokuments lässt sich ein Festpreis für das gesamte Projekt kalkulieren, da die Anforderungen an das Projekt genauestens definiert werden.

    Dies ist innerhalb der agilen Vorgehensmodelle aufgrund der iterativen Arbeitsweise und der damit einhergehenden Flexibilität gegenüber Anforderungsänderungen nicht möglich. Im Laufe der Zeit gibt es immer wieder neue Anforderungen oder Anforderungsänderungen, welche die Kalkulation eines Festpreises erschweren. Viele Auftraggeber wünschen sich eine Entwicklung nach den agilen Vorgehensmodellen, wollen jedoch auch die Budgetsicherheit aus den klassischen Vorgehensmodellen.

    Im Kontext eines Unternehmens wurden daraufhin geeignete Lösungsansätze herausgearbeitet und untersucht. Das Unternehmen arbeitete bereits immer wieder an einer Lösung, welche sich der “Agile Korridor“ nennt. Dieser wurde zu einer preislichen Obergrenze herausgearbeitet. In dieser Arbeit wurde zusätzlich ein Leitfaden entwickelt, welcher beiden Parteien die Budgetsicherheit bietet und trotzdem die Flexibilität der agilen Vorgehensmodelle beibehält.

(Changed: 2020-07-31)