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Veranstaltung

3.05.281 Image Making - Fotografieren für die Popkultur -  


Veranstaltungstermin | Raum

Beschreibung

Francis Wolff (Blue Note Records), Evelyn Richter (David Oistrach), Annie Leibowitz (Cyndi Lauper) Anton Corbijn (Miles Davis; U2) oder Olaf Heine (Iggy Pop, Kurt Cobain, Billie Eilish, Coldplay) und viele andere mehr haben mit ihren Porträt-Fotos das öffentliche Image und die visuelle Identität von bekannten Musiker*innen und Bands geprägt. In ihrer kalkulierten Überhöhung bilden sie eine wichtige Facette des Marketings für die betreffenden Künstler*innen auf Plakaten, Schallplattencovern, im Internet, in Zeitschriften und Musikvideos aber auch künstlerische Artefakte in Fotobüchern oder Ausstellungen.
Das Seminar begibt sich auf die Suche nach den Künstler*innen hinter der Kamera und fragt, wie die Stars im Rahmen der unendlichen Transformationen der Musik- und Popkultur inszeniert werden. Dabei existieren explizite Berührungen zwischen Musik- und Fotogeschiche(n), denen wir exemplarisch nachgehen und erforschen wollen, welche Perspektiven sie auf Musikszenen und ihre Repräsentant*innen ermöglichen.
Das Ziel des Seminars besteht darin, für eine fiktive Ausstellung Fotos und ihre Fotograf*innen unter einem bestimmten Thema zu recherchieren und ein kuratorisches Konzept dafür zu erarbeiten.

lecturer

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Ausschließlich Präsenz

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
3

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Nachdem sich die Erforschung populärer Musik lange Zeit damit befasst hat, WER etwas hört (Musik als Medium der Sozialisation) lässt sich seit einigen Kahren eine Wendung hin zum WIE etwas gehört wird (sensory bzw. material turn) ausmachen. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die (Medien)Praktiken des Umgangs mit Musik (Radio-Hören, HiFi-, Walkman-, Soundfile-Hören oder TikTok-Praktiken) aber auch die Situationen, während derer man Musik hört (Tanzen, auf ein Festival gehen, ganz in der Nähe einer*m Musiker*in auf die Finger schauen) dazu beitragen, wie und was man hört. Unterschiede ergeben sich sicherlich auch vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen im Umgang mit Musik. Ein*e Musiker*in hört andere Dinge als ihr/sein Publikum und mit lautstärkesensiblen Kopfhörern hört man anderes als vor einem Grammophontrichter. Wie entsteht ein spezifisches und historisch veränderliches Hörwissen, das Bewertungsordnungen und Ästhetiken von (populärer) Musik prägt? Gegenüber populären Hörpraktiken wurde aus einer am Werk orientierten Perspektive viel Kritik geübt. Das Seminar begibt sich auf die Suche nach den Argumenten dieser Kritik und sichtet zugleich Konzepte, die populären Hörpraktiken deren eigene Regeln und Normen zubilligen. Neben der Lektüre einschlägiger Texte wollen wir uns auch den methodischen Herausforderungen der Auseinandersetzung mit populären Hörpraktiken zuwenden. Ein explizit musikalisches Wissen (Noten, Spielen eines Instruments) bildet dafür keine Voraussetzung, im Gegenteil. Es sollen sich auch diejenigen Studierenden angesprochen fühlen, die sich nicht als Musikexpert*innen verstehen.

(Stand: 24.06.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p28463
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