Veranstaltung
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Veranstaltung
4.02.044 Das digitale Objekt (gibt es nicht). -

Veranstaltungstermin | Raum
- Donnerstag, 15.10.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 22.10.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 29.10.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 5.11.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 12.11.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 19.11.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 26.11.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 3.12.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 10.12.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 17.12.2026 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 7.1.2027 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 14.1.2027 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 21.1.2027 12:00 - 14:00 | A11 0-014
- Donnerstag, 28.1.2027 12:00 - 14:00 | A11 0-014
Beschreibung
In grauer Digital-Frühzeit – also lange, bevor von so etwas/jemandem wie „digital natives“ sprechen hätte wollen (aber vielleicht auch nicht mehr oder weniger „digital naives“ herumrannten als heutzutage) – schrieb der Medienwissenschaftler (und Kunsthistoriker) Claus Pias einen in der Folge gern geclickten Vortragstext über landläufige Missverständnisse in Bezug auf digitale Bilder.
Solche Missverständnisse grassierten seinerzeit auch in der Kunstgeschichte, und daher trug der Text für besagten, an Kunsthistoriker:innen adressierten Vortrag den programmatischen Titel „Das digitale Bild gibt es nicht“ – ein Titel, der auch das Denkmotto für dieses Seminar vorgibt, das Themenfeld jedoch in die Gegenwart (und mögliche Zukünfte) heutiger Ausstellungs- und Sammlungsbezogener Kontexte hinein verlängert.
Pias notierte: „Das digitale Bild gibt es nicht. Wenn irgend etwas die Sache verfehlt, dann ist es unangebrachter Essentialismus. Was es gibt, sind ungezählte analoge Bilder, die digital vorliegende Daten darstellen: auf Monitoren, Fernsehern oder Papier, auf Kinoleinwänden, Displays und so fort. Und diese Daten selbst können auf verschiedenste Weisen entstehen: an Scannern oder in digitalen Kameras, an Grafiktabletts oder auf Tastaturen, aus Algorithmen oder in Kalkülen. Es gibt also etwas, das Daten ergibt (informationsgebende Verfahren), und es gibt etwas, das Bilder ergibt (bildgebende Verfahren), aber diese Dinge sind vollständig entkoppelt und gänzlich heterogen. Oder anders gesagt: Wir haben es zwar dauernd mit ästhetischen (also: wahrnehmbaren) Ereignissen zu tun, aber ein Bit Information hat trotzdem noch niemand in freier Wildbahn gesehen.“
Dieses Seminar wird sich der in diesem Zitat angesprochenen Dualität informations- und bildgebender Verfahren widmen, sich dabei jedoch aktuelleren Debatten rund um „Digitale Objekte“ in Museen und Sammlungen zuwenden, wie sie z.B. seit Ende der 2010er Jahren in einer am/vom Deutschen Museum initiierten gleichnamigen Tagungs- und Publikationsreihe diskutiert werden.
Wo fangen sie (medienhistorisch) an, die Digitalen Objekte, und wo hören sie auf? Was „sind“ sie, und was können sie wollen? Welcher prekäre Objektstatus wohnt ihnen inne, respektive wie lösen sie hergebrachte Objektbegriffe auf und reichern sie an? Welche „Objektebenen“ beinhalten sie? Wie stellt man sie aus, und was stellen sie aus? Wie beziehen sie sich auf „analoge Objekte“, die sie repräsentieren, oder bilden als „Born digitals“ ganz eigene Realitäten? Und finden wir „theoretische Behälter“, Konzepte und Begrifflichkeiten, mit denen wir informiert über „Digitale Objekte“ zu sprechen imstande sind?
Dies sind einige jener Fragen, die uns im Laufe des Seminars beschäftigen könnten/werden. Aber wir wollen nicht nur beim Diskutieren stehenbleiben, sondern aktiv in die Auseinandersetzung mit "Digitalen Objekten" einsteigen. Daher besteht das Seminar aus einem ersten (grundlegenden) Bereich, der sich den angerissenen Theorie- und Konzeptionsfragen widmet, und einem zweiten eher praktischen Teil, in dem es um eine "handgreifliche" und experimentelle Auseinandersetzung mit Digitalen Objekten gehen wird.
Prüfungsleistung: Portfolio
Stundenmoderation:
(Kleingruppen oder individuell, je nach Kursgröße): bestehend aus Introreferat (Hauptthesen des Lektürematerials, Problematische Stellen/Argumentation des Lektürematerials thematisieren); Diskussionsfragen; Moderation der Diskussion, ggf. Einspielen/‘Nachlegen‘ weiterer Materialien zum Thema (Websites, Videos…)
Schriftlicher Prüfungsbestandteil:
3 Expert*innentexte zu drei nicht mit der Stundenmoderation identischen Sitzungen/Texten/Themen (à 3,5-4 Seiten) INNERHALB der VL-Zeit (einzureichen je 24 Stunden vor der betreffenden Sitzung)
Projektbestandteil:
Auseinandersetzung mit einem ausgewählten (oder selbstständig erstellten) Digitalen Objekt in Form eines Kurzvortrags/Videos
lecturer
Studienbereiche
- Geschichte
SWS
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