Veranstaltung
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Veranstaltung
Semester:
Sommersemester
2025
4.03.1252 §218 Schwangerschaftsabbruch - ethische und gesellschaftspolitische Konflikte -
Veranstaltungstermin | Raum
- Dienstag, 8.4.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 15.4.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 22.4.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 29.4.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 6.5.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 13.5.2025 16:00 - 18:00
- Dienstag, 20.5.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 27.5.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 3.6.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 10.6.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 17.6.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 24.6.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 1.7.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
- Dienstag, 8.7.2025 16:00 - 18:00 | A14 1-113
Beschreibung
Unter dem Pseudonym Gräfin Gisela von Streitberg veröffentlichte Gertrud Gräfin Bülow von Dennewitz 1904 ihre Streitschrift „Das Recht zur Beseitigung keimenden Lebens. § 218 des Reichs-Straf-Gesetz-Buches in neuer Beleuchtung.“ Nach bisherigen Erkenntnissen war sie damit die erste Frau*, die öffentlich und schriftlich die Abschaffung des §218 forderte. Sie bezeichnete den §218 als „eine grausame und schwere Benachteiligung des weiblichen Geschlechts“ und verwies auf die widersprüchliche Behandlung der Frauen im Strafgesetzbuch, wonach „die Frau von Rechts wegen behandelt wird wie eine Sache, aber verantwortlich gemacht und eventuell bestraft wird wie eine zurechnungsfähige Person“.
120 Jahre später beauftragte die regierende Ampel-Koalition eine Expert*innenkommission damit, die juristischen und sozialpolitischen Aspekte einer möglichen Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs zu prüfen. In der folgenden Debatte zeigte sich, dass die Patriarchatskritik aus dem Kaiserreich in wesentlichen Punkten erschreckend aktuell geblieben ist.
Das Seminar wird in einer historisch-systematischen Analyse herausarbeiten, welche gesellschaftlichen Vorstellungen mit Weiblichkeit und Mutterschaft verbunden sind, wie diese sich auf die (Selbst-)Wahrnehmung schwangerer Personen auswirken und welche ethischen Konflikte bis heute mit einem Schwangerschaftsabbruch verbunden sind.
120 Jahre später beauftragte die regierende Ampel-Koalition eine Expert*innenkommission damit, die juristischen und sozialpolitischen Aspekte einer möglichen Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs zu prüfen. In der folgenden Debatte zeigte sich, dass die Patriarchatskritik aus dem Kaiserreich in wesentlichen Punkten erschreckend aktuell geblieben ist.
Das Seminar wird in einer historisch-systematischen Analyse herausarbeiten, welche gesellschaftlichen Vorstellungen mit Weiblichkeit und Mutterschaft verbunden sind, wie diese sich auf die (Selbst-)Wahrnehmung schwangerer Personen auswirken und welche ethischen Konflikte bis heute mit einem Schwangerschaftsabbruch verbunden sind.
lecturer
SWS
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