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Veranstaltung

4.07.142 Geschlechtergerechtigkeit und "Option für das Leben" (plus Margit Eckholt) -  


Veranstaltungstermin | Raum

  • Freitag, 10.4.2026 17:00 - 19:00 | digital
  • Freitag, 17.4.2026 16:00 - 20:00 | in Osnabrück
  • Samstag, 18.4.2026 9:00 - 16:00 | in Osnabrück
  • Freitag, 12.6.2026 14:00 - 18:00 | A06 1-111
  • Samstag, 13.6.2026 9:00 - 16:00 | A06 1-111

Beschreibung

Sie müssen sich bis zum 26. März für diese Lehrveranstaltung anmelden!!!

Geschlechtergerechtigkeit und „Option für das Leben“ – Einblicke in die feministische Befreiungstheologie in Lateinamerika

In Lateinamerika hat sich seit Ende der 1970er Jahre eine feministische Befreiungstheologie entwickelt, im Zusammenhang der Reflexion von Christen und Christinnen auf ihre jeweiligen gesellschafts-politischen Kontexte von Ungerechtigkeit, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen etc. Die „Option für die Armen“, die die lateinamerikanische Befreiungstheologie formuliert hat, trifft vor allem auf die Lebensrealitäten von Frauen (und Kindern) zu. Das Seminar gibt einen Einblick in die Entwicklung der feministischen Befreiungstheologien in Lateinamerika in einer ökumenisch-theologischen Perspektive.

Das Seminar ist in zwei Blöcke gegliedert:
In der ersten Blockveranstaltung an der Universität Osnabrück wird nach einer Einführung in den gesellschaftspolitischen und geschichtlichen Kontext Lateinamerikas ein Blick auf den Einsatz von Frauen aus unterschiedlichen Regionen Lateinamerikas für Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit gerichtet. Davon ausgehend geht es um die Auseinandersetzung der feministischen Befreiungstheologie mit Fragen von Gewalt und Erlösung über die Ansätze von Virginia Azcuy, Olga Consuelo Vélez Caro, Geraldina Céspedes und Nancy Pineda-Madrid. Mit den theologischen Ansätzen von María Pilar Aquino und Nancy Elizabeth Bedford wird auf die „Theologie an der Grenze“, die latina-theology in den USA Bezug genommen. Abschließend kann ein Blick auf literarische Beispiele und den Einsatz von Frauen für Geschlechtergerechtigkeit geworfen werden.
In der zweiten Blockveranstaltung an der Carl-Ossietzky-Universität in Oldenburg am Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik wird nach einer allgemeinen Einführung in die Pluralität feministischer Ansätze zunächst der Prozess befreiungstheologischer zu post-/dekolonialen Ansätzen thematisiert. Dabei wird vor allem die Frage im Fokus stehen, inwiefern sich die kritische Perspektive auf ,westliche‘ Theologien verändert, konkret, inwiefern das ,westliche‘ System grundsätzlich infrage gestellt und der epistemologische Aufbruch voran gebracht wird Im Anschluss werden wir uns mit drei Theologinnen beschäftigen, die je auf ganz unterschiedliche Art und Weise ihre feministische Perspektive theologisch umsetzen (Elsa Tamez, Ivone Gebara und Marcella Althaus-Reid). Während Tamez einen hermeneutischen bibeltheologischen Schwerpunkt aufweist, steht Gebara für eine feministische Ökotheologie. Marcella Althaus-Reid erweitert die feministische Perspektive intersektional und verbindet in kritischer Auseinandersetzung mit der klassischen systematischen Theologie ihren befreiungstheologischen Ansatz zu einem queeren. Methodisch stehen auf der Grundlage von inhaltlichen Impulsen der Dozentin und kurzen Inputreferaten der Teilnehmer:innen die Arbeit am und mit dem Text im Vordergrund. Die Bereitschaft zur Lektüre von Texten (in der Vorbereitung), der Übernahme eines Impulsreferats sowie zur aktiven Teilnahme in der Diskussion wird vorausgesetzt.

lecturer

TutorIn

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Ausschließlich Präsenz

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
leider nicht möglich!

(Stand: 10.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p28463
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