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SHAFT (= Strategische HAndlungsFlexibitäT)

Strategische Handlungsflexibilität in absatzwirtschaftlichen Bereichen

In dem Projekt SHAFT (Strategische Handlungsflexibilität) werden Prozesse des Planens, Entscheidens und Handelns in komplexen, mit Unsicherheit behafteten Situationen aus dem Bereich Absatzwirtschaft untersucht. Hierauf aufbauend wird ein Trainingsprogramm zur Förderung strategisch flexiblen Handelns in absatzwirtschaftlichen Entscheidungssituationen entwickelt. Das im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Berlin, durchgeführte Projekt gliedert sich in drei Teilaspekte:

  1. Analyse relevanter Problemsituationen sowie des Handlungsrepertoires von in der Absatzwirtschaft tätigen Personen. Auf der Basis von Interviewmaterialien werden Probleme und Handlungsmöglichkeiten zu den Bereichen Zielfindung, Planung, Ideenfindung, Entscheidung und Selbstreflexion untersucht. Dabei sollen nach Berufsgruppen und Personenmerkmalen differenzierte Hypothesen über bevorzugte Handlungsmuster, verfügbare Handlungsmöglichkeiten und typische Problemsituationen gewonnen werden.
  2. Weiterentwicklung eines Trainingsprogramms "strategische Handlungsflexibilität" mit Neukonzeption einer Trainingseinheit "Entscheidungsprozesse unter Unsicherheit". Ziel soll es sein, ein vorhandenes Programm zum Training von Strategien und von flexiblem Handeln in Entscheidungssituationen im Sinne einer höheren Durchführungsobjektivität und einer leichteren Einsetzbarkeit im Betrieb teils weiterzuentwickeln, teils neu zu konzipieren. Das Training umfaßt u.a. die Vermittlung von Strategien zum Umgang mit Komplexität und eine Übersicht über häufige Denk- und Planungsfehler in komplexen Situationen. Hinzu kommt eine Einheit zum Training von Entscheidungsprozessen unter Unsicherheit, die im Projekt neu konzipiert wird. Dafür werden absatzwirtschaftliche Szenarien oder Problemstellungen entwickelt und mit dem Formalismus der Einflußdiagramme implementiert und ausgewertet. Die Abbildung stellt einen Ausschnitt eines Szenarios aus dem Bereich der Möbelindustrie dar. Einflußdiagramme stellen eine Erweiterung der im Projekt MEDIKUS eingesetzten (probabilistischen) Bayes-Netze um Entscheidungs- und Bewertungsknoten dar. Das Projekt SHAFT baut damit auf Ergebnisse des Projekts MEDIKUS auf.                                                                                                                                 Aufgabe des Lernenden ist es, für jedes Szenario Entscheidungskombinationen vorzuschlagen. Der Lernende erhält Rückmeldung und gegebenenfalls Erklärungen bezüglich der Qualität der von ihm vorgeschlagenen Entscheidungskombinationen. Das Trainingsprogramm soll von interessierten Unternehmen ohne Rückgriff auf externe Trainer eingesetzt werden können.
  3. Erprobung und Evaluation des Trainingsprogramms. Im Anschluß an die Weiterentwicklung und teilweise Neukonzeption des Trainingsprogramms ist seine empirische Erprobung und Evaluation vorgesehen.

References

SCHRÖDER, O., MÖBUS, C., LÜDTKE, A., Individuelle Voraussetzungen der strategischen Handlungsflexibilität , in G. FRANKE & R. SELKA (Hrsg.): Strategische Handlungsflexibilität, Band 1: Grundlagen für die Entwicklung von Trainingsprogrammen, S. 17-80, Bielefeld: W.Bertelsmann-Verlag, 2003, ISBN 3-7639-0652-5, PDF.

MÖBUS, C., LÜDTKE, A., THOLE, H.-J., Hinweise zur Weiterentwicklung computersimulierter Planspiele, in G. FRANKE & R. SELKA (Hrsg.): Strategische Handlungsflexibilität, Band 1: Grundlagen für die Entwicklung von Trainingsprogrammen, S. 139-154, Bielefeld: W.Bertelsmann-Verlag, 2003, ISBN 3-7639-0652-5, PDF.

MÖBUS, C.. & LÜDTKE, A., Strategische Handlungsflexibilität in absatzwirtschaftlichen Bereichen, OFFIS Jahresbericht 1997, S. 101 - 03, PDF

 

 

Contact

Prof. Dr. Claus Möbus

Learning and Cognitive Systems

Department of Computing Science

University of Oldenburg

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