Ihn beschäftigen die psychologischen Prozesse, die das Lernen in schulischen Kontexten prägen: Dr. Christoph Niepel ist auf die Professur für Pädagogische Psychologie am Institut für Pädagogik berufen worden. Zuvor forschte er zwölf Jahre lang an der Universität Luxemburg.
Der gebürtige Oldenburger studierte Psychologie in Trier und im französischen Amiens und war anschließend fünf Jahre lang als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier tätig, wo er 2013 auch promovierte. 2014 wechselte Niepel nach Luxemburg. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Oslo, Princeton (USA) sowie ins australische Sydney.
Zentrale Themen seiner Forschung sind die Motivation und das Kompetenzerleben von Schüler*innen sowie die Frage, wie sie – und wie unterschiedlich sie – die Qualität von Unterricht bewerten. Um genau zu verstehen, wie Motivation und Lernen entstehen und je nach Situation auch schwanken, erfasst Niepel die alltäglichen Erfahrungen von Schüler*innen individuell über mehrere Tage und Wochen hinweg. Dies geschieht nach jeder Unterrichtsstunde in Echtzeit, etwa mit digitalen Tagebüchern auf Smartphones.