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Prof. Dr. Doreen Brandt 

Institut für Germanistik 

Neuberufen

  • Porträt von Doreen Brandt, dunkelbraunes schulterlanges Haar. Sie trägt einen schwarzen Blazer, einen dunkelgrünen Rollkragenpulli. Trägt eine Brille.

    Universität Oldenburg / Matthias Knust

Doreen Brandt

Niederdeutsche Literatur in historischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive

Prof. Dr. Doreen Brandt ist auf die Professur für niederdeutsche Literatur in historischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive am Institut für Germanistik berufen worden. Seit 2020 war sie bereits als Juniorprofessorin an der Universität Oldenburg tätig. 

Brandt absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Verlagskauffrau. Anschließend studierte sie Geschichte und Germanistik an der Universität Roststock, an der sie 2017 in der germanistischen Mediävistik (Mittelalterforschung) promovierte. Bis zu ihrem Wechsel nach Oldenburg arbeitete als Wissenschaftliche Mitarbeiterin – an der Universität Rostock in von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten zur digitalen Edition mittelniederdeutscher Spruchsammlungen des 16. Jahrhunderts, sowie an der Georg August Universität Göttingen am Seminar für Deutsche Philologie. 

In ihrer Forschung geht sie der Frage nach, wie das Niederdeutsche zur Sprache für Dichtung und Literatur wurde. Brandt untersucht, seit wann und in welchen Formen Autorinnen und Autoren auf Niederdeutsch schrieben, warum sie diese Sprache wählten und welche besonderen Ausdrucksmöglichkeiten sie ihnen bot. Dazu analysiert sie Literatur vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart sowohl literarisch als auch sprachlich. Das besondere Interesse ihrer Forschung rührt daher, dass Dichtung und Literatur in niederdeutscher Sprache bis auf eine kurze Zeitspanne im Spätmittelalter fast nie selbstverständlich gewesen sind. Das gilt insbesondere für die Zeit ab dem 17. Jahrhundert, nachdem das Hochdeutsche das Niederdeutsche als Literatursprache im niederdeutschen Sprachraum abgelöst hatte. 

(Stand: 23.10.2026)  |  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p83501n14291
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