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Vita

Dr. Mark-Oliver Carl ist auf die Professur für „Didaktik der deutschen Literatur unter Einschluss der Mediendidaktik“ am Institut für Germanistik berufen worden. Zuvor war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln. Carl studierte an den Universitäten Kassel und Manchester (Großbritannien) Germanistik und Anglistik. 2007 promovierte er in Kassel zur Intertextualität beim DDR-Autor Ulrich Plenzdorf, 2009 schloss er sein Referendariat für das Lehramt an Gymnasien in Berlin mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Anschließend war er als Literaturdidaktiker in unterschiedlichen Positionen an den Universitäten Potsdam, Frankfurt/Main und Köln sowie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten tätig. In Köln habilitierte er sich 2022 und erhielt die Lehrberechtigung für Deutsche Literatur und ihre Didaktik. In seiner Forschung untersucht Carl mit empirischen Methoden, wie Schülerinnen und Schüler Literatur erfassen, wie sie kulturelles Wissen erwerben und lernen, sich die tiefere Bedeutung von literarischen Texten zu erschließen. Besonders interessieren ihn dabei die Didaktik serieller und dystopischer Erzählungen.

  • Daniel Schmidt / Universität Oldenburg

Mark-Oliver Carl

Didaktik der deutschen Literatur unter Einschluss der Mediendidaktik

Freude am Lesen vermitteln

Dr. Mark-Oliver Carl ist auf die Professur für „Didaktik der deutschen Literatur unter Einschluss der Mediendidaktik“ am Institut für Germanistik berufen worden. Der Literaturwissenschaftler untersucht mit empirischen Methoden, wie Schülerinnen und Schüler sich die Bedeutung von literarischen Texten erschließen.

 

Willkommen an der Uni Oldenburg! Was hat Sie hierhergeführt?

Die Uni Oldenburg ist seit vielen Jahren als empirisch forschungsstarker Standort in der Literaturdidaktik bekannt – als die Professur ausgeschrieben wurde, habe ich also nicht lange gezögert.

Woran forschen Sie?

Ich untersuche, wie Schüler*innen und auch Studierende an literarische Texte herangehen – was ihnen dabei einfällt, was sie sich davon erwarten, welches Wissen sie nutzen. Augenblicklich plane ich eine gemeinsame empirische Studie mit Schweizer Partner*innen von der PH St. Gallen: Wir versuchen zu verstehen, warum manche Lernende literarische Texte ohne Beteiligung der eigenen Vorstellungs- und Urteilskraft, ohne Identifikation, Emotion und Anteilnahme so lesen, als gälte es, nur sachliche Informationen zu ermitteln. Wenn wir die Ursachen dieses Phänomens besser verstehen, können wir Lehrkräften genauer sagen, wie sie das Repertoire solcher Schüler*innen effektiver erweitern können, um ihnen Freude am Lesen, Teilhabe an kultureller Sinnstiftung und eine Erweiterung ihres Horizonts zu ermöglichen.

Was ist das Tolle an Ihrem Fach?

Unsere Studierenden erwarten von der Fachdidaktik tatsächlich, dass sie ihnen weiterhilft – das motiviert! Außerdem sind wir als Erfahrungswissenschaft noch eine junge Disziplin, die sich schnell entwickelt – da passiert viel Spannendes. Nicht zuletzt: Wer mit Literatur zu tun hat, weiß immer, wenn er im Zug sitzt und ein schönes Buch liest, dass er gerade arbeitet.

Was haben Sie sich für die die ersten Monate an unserer Uni vorgenommen?

Ich möchte erst einmal besser verstehen, wie unser Institut und unser Fachgebiet, die Fachdidaktik Deutsch, funktionieren; außerdem möchte ich die Menschen, die hier forschen und lehren, besser kennenlernen, damit wir als Team gut funktionieren können.

Wer oder was hat Sie im Studium besonders geprägt?

Mein Auslandsaufenthalt an der University of Manchester, wo wir in viel kleineren Seminaren als in Deutschland alle viel mehr lesen mussten. Aus der etwas anderen Perspektive der Auslandsgermanistik heraus habe ich endlich verstanden, was an der deutschen Literatur alles frag- und denkwürdig sein kann.

Ihr Tipp fürs Überleben auf dem Campus?

Sich an die Menschen halten, die sich hier auskennen. Und immer einen Mehrwegbecher für den nächsten Tee dabeihaben.

(Stand: 13.03.2024)  | 
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