Prof. Dr. Martin Gross ist auf die Professur für das „Politische System Deutschlands und der EU“ am Institut für Sozialwissenschaften berufen worden. Zuvor war er als Akademischer Rat an der Universität München tätig.
Gross studierte Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz sowie Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts in Jena, wo er 2015 auch promovierte. Forschungs- und Lehraufenthalte führten ihn nach Mannheim, Belgien, Österreich, die Niederlande und Dänemark.
In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich mit Parteien, politischem Wettbewerb und politischer Repräsentation in Demokratien. Im Mittelpunkt steht für ihn die Frage, wie politische Akteure auf unterschiedlichen Ebenen – von Kommunen über nationale Systeme bis hin zur Europäischen Union – miteinander konkurrieren, Entscheidungen treffen und gesellschaftliche Interessen vertreten. Gross untersucht, wie Koalitionen entstehen und Regierungen zusammenarbeiten, wie Parteien mit internen Konflikten umgehen und wie neue politische Akteure, zum Beispiel unabhängige Wählergemeinschaften, an Bedeutung gewinnen. Auch die europäische Integration gehört zu seinem Forschungsbereich. Dabei befasst er sich mit der Rolle politischer Parteien bei europäischen Themen und in der EU-Kohäsionspolitik.