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Hannah Arendt Fellowship

Hannah-Arendt-Fellowship für Marije Michel, Professorin für Zweitspracherwerb an der Universität Groningen

Dies ist der Beginn einer weiteren Initiative zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften der Universität Oldenburg und unserem strategischen Partner jenseits der Grenze, der Fakulteit Letteren der Universität Groningen in den Niederlanden. 

Vom 1. April bis zum 30. September 2026 wird Marije Michel, Professorin für Zweitspracherwerb an der Universität Groningen (https://www.rug.nl/staff/m.c.michel/), einen Forschungsaufenthalt an der Universität Oldenburg absolvieren. Sie erhielt ein Hannah-Arendt-Fellowship des Landes Niedersachsen (https:// zukunft.niedersachsen.de/aktuelles/hannah-arendt-fellowships-starten-2026), um in enger Zusammenarbeit mit Juliana Goschler, Professorin für Deutsch als Zweitsprache (https://uol.de/juliana-goschler), an einem Projekt mit dem Titel „Brücken  und  Grenzen  der  Demokratie:  Eine  dynamische  Untersuchung  von  Einstellungen  und  Beziehungen  deutsch-niederländischer  Nachbarn  im  Norden“ zu arbeiten. 

Mehr zum Projekt: 

Im Frühjahr 2025 führte die deutsche Bundesregierung systematische Grenzkontrollen ein. Nach 40 Jahren Freizügigkeit innerhalb des Schengenraums wurden an der Grenze zwischen den Niederlanden (NL) und Deutschland (DE), beides Gründungsmitglieder des Abkommens von 1985, wieder systematische Ausweiskontrollen eingeführt. Während die niederländische Regierung dem nicht folgte, führten verärgerte niederländische Bürger im Juni 2025 an der niederländisch-niedersächsischen Grenze eigenmächtige Kontrollen durch, um unerwünschte Migration zu verhindern. Dieser Akt der Selbstjustiz ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die demokratischen Grundwerte in Europa im Jahr 2025 unter Druck stehen (vgl. Charta der Grundrechte der Europäischen Union, 2012). Um jedoch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen, „brauchen wir eine Gesellschaft, die widerstandsfähig und fest vereint ist“. 

Mit dem Hannah-Arendt-Fellowship wollen wir ein besseres Verständnis dafür gewinnen, wie sich die Wiedereinführung physischer Grenzen auf die demokratischen Werte in Europa im Allgemeinen auswirken könnte und, genauer gesagt, wie die Anwesenheit einer deutsch-niederländischen Grenze die gegenseitigen Interessen und die Haltung der Menschen zueinander beeinflusst.  

(Stand: 11.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p13944n13194
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