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Online-Umfrage zu gebietsfremden Arten im Wattenmeer

Das iSeal Projektteam möchte herauszufinden, was die Befragten über invasive Arten wissen und wie sie mögliche Managementmaßnahmen bewerten.

Jedes Jahr werden im Wattenmeer neue gebietsfremde Arten nachgewiesen. Lokale Nutzergruppen – beispielsweise Fischerinnen und Fischer, Erholungssuchende sowie Küstenbewohnerinnen und -bewohner – können eine wichtige Rolle dabei spielen, ihr Vorkommen zu beobachten, ihre Auswirkungen zu bewerten und Maßnahmen zur Eindämmung invasiver Arten zu unterstützen.

Im Forschungsprojekt iSeal2, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben Forschungseinrichtungen die Auswirkungen des Klimawandels, der Fischerei und invasiver Arten auf das Ökosystem Wattenmeer. Während der ersten Projektphase identifizierte Dr. Diana Giebels am ICBM gemeinsam mit den Projektpartnern eine wichtige Wissenslücke: Bislang ist kaum bekannt, wie Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Nutzergruppen Frühwarn- und Sofortmaßnahmen für invasive Arten wahrnehmen oder wie groß ihre Bereitschaft ist, sich künftig an Monitoring- und Managementmaßnahmen zu beteiligen. Letzteres könnte zu einem kritischen Faktor für die Eindämmung von Schäden werden, wenn sich neben der bereits etablierten Pazifischen Auster weitere invasive Arten im Wattenmeer ausbreiten, deren ökologische Auswirkungen mit denen von Rotfüchsen oder der Aga-Kröte in Australien vergleichbar sind.

Um diese Wissenslücke zu schließen, führt das Forschungsteam des Projekts iSeal aktuell eine Umfrage durch. Ziel ist es zu untersuchen, wie Menschen mit dem Wattenmeer verbunden sind, wie gut sie über invasive Arten informiert sind und wie sie mögliche Managementmaßnahmen bewerten. Die Umfrage untersucht außerdem, welche Faktoren die Bereitschaft der Menschen beeinflussen, sich an Maßnahmen zum Umgang mit gebietsfremden und invasiven Arten zu beteiligen. Darüber hinaus werden mithilfe einer interaktiven Kartierung soziale Werte erfasst, die Menschen mit dem Wattenmeer verbinden. Es wird untersucht, wie diese Werte ihre Einstellungen zum Management gebietsfremder Arten sowie ihre Bereitschaft beeinflussen, sich für den Naturschutz zu engagieren.

Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der öffentlichen Wahrnehmung beitragen und die Entwicklung wirksamer sowie gesellschaftlich akzeptierter Strategien zum Umgang mit invasiven Arten im Wattenmeer unterstützen.

Die Umfrage kann ab sofort über den untenstehenden Link aufgerufen werden. Darüber hinaus führt unser Forschungsteam während des gesamten Sommers 2026 Straßenbefragungen entlang der deutschen Wattenmeerküste durch. Anfang Juli wurde bereits der Richtwert von 200 ausgefüllten Fragebögen erreicht. Um die gesamte Vielfalt der lokalen Perspektiven abzubilden, ist jedoch eine noch breitere Beteiligung erforderlich.

Wir laden alle Personen ab 18 Jahren, die an der deutschen Wattenmeerküste leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, ein, an der Umfrage teilzunehmen. Wenn Sie selbst oder Personen aus Ihrem Umfeld diese Voraussetzungen erfüllen, freuen wir uns sehr über Ihre Teilnahme und Ihre Unterstützung beim Weiterleiten der Umfrage.

Link zur Umfrage: https://www.partimap.eu/de/p/wattenmeer2026

Die Teilnahme ist anonym und dauert etwa 10 bis 20 Minuten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zu einem besseren Verständnis des Managements gebietsfremder und invasiver Arten im Wattenmeer.

(Stand: 21.07.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p46546n13777
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