Stellenangebote

Die Universität Oldenburg engagiert sich für Gleichstellung, Diversität, Inklusion und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ist Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und seit 2004 als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Wir begrüßen Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, ethnischer und sozialer Herkünfte, Religionen, geschlechtlicher Identitäten, sexueller Orientierungen und Altersstufen.

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Stellenausschreibung / Job advertisement

Das Alfred-Wegener-Institut, das Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und die Universität Oldenburg haben gemeinsam das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) in Oldenburg gegründet. Das HIFMB entwickelt die wissenschaftlichen Grundlagen für den Meeresschutz und das Management mariner Ökosysteme, indem es die funktionale Rolle der Biodiversität in marinen Ökosystemen analysiert und die allgemeinen Prinzipien versteht, die diese Rolle einschränken. Damit schafft das Institut die notwendigen Kenntnisse und Instrumente, um zukünftige Veränderungen der Biodiversität und der Ökosystemfunktionen vorherzusagen und deren Folgen für das menschliche Wohlbefinden zu analysieren. Die Entwicklung des HIFMB ist eingebettet in die be­stehende Forschungsexzellenz des AWI und der Universität Oldenburg im Bereich der marinen Biodiversitätsforschung, bestehend aus Forschungsgruppen des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg und der Biowissenschaften am AWI sowie Forschungsgrup­pen des Instituts für Sozialwissenschaften und des Fachbereichs Wirtschaft und Recht der Universität Oldenburg. Das HIFMB bietet ein reichhaltiges intellektuelles Umfeld und hervorragende Forschungs­möglichkeiten (www.hifmb.de). Die Region um Bremen und Oldenburg beherbergt mehr als 1.000 Meeresforschende und bietet ein breites interdisziplinäres Kooperationspotenzial zwischen Universi­täten und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam besetzen wir eine

Juniorprofessur (m/w/d) für Marine Policy and Management
Besoldungsgruppe W1 mit Tenure Track auf W2

zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Die Beschäftigung erfolgt bei Erfüllung der allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen im Beam­tenverhältnis auf Zeit für die Dauer von drei Jahren. Eine Verlängerung um weitere drei Jahre ist bei positiver Evaluation vorgesehen. Nach Ablauf der Befristung ist die Übernahme auf eine W2-Profes­sur im Rahmen der einschlägigen rechtlichen Bestimmungen vorgesehen. Die erfolgreiche Kandidatin/der erfolgreiche Kandidat wird vom AWI nach dem Jülicher Modell angestellt; die Stelle ist am HIFMB und damit auf dem Universitätscampus in Oldenburg angesiedelt.

Jüngste globale Berichte, wie der IPCC, belegen die zunehmenden, vielfältigen menschlichen Stress­faktoren, die sich auf die Meere und Ozeane auswirken: Meeresverschmutzung, Versauerung, Erwär­mung, Überfischung und mehr. Diese Auswirkungen sind auf der ganzen Welt ungleichmäßig verteilt und spürbar. Internationale Bemühungen wie die UN-Ozeandekade fordern wissenschaftlich fundierte Lösungen, um auf die Umweltveränderungen zu reagieren. Die Meeres-Sozialwissenschaft vertritt die Ansicht, dass es notwendig ist, Menschen und Meeressysteme zu erforschen, um zu verstehen, wie Lösungen umgesetzt werden können - von wem und für wen. Dazu muss man verstehen, wie die Wissenschaft mit der Politik zusammenhängt, warum Politik und Bewirtschaftungsmaßnahmen erfolg­reich sind oder scheitern, wie die Politik für verschiedene Interessengruppen sinnvoll gestaltet werden kann und welche alternativen Mechanismen es für die gemeinsame Nutzung der Wissenschaft gibt, um ein repräsentatives, faires und gerechtes Meeresmanagement zu erreichen. Der Bereich dieser Forschung umfasst theoriegeleitete empirische Forschung zu den soziokulturellen, ökonomischen und politischen Herausforderungen - und Möglichkeiten - der Politikübernahme. Außerdem sind kriti­sche Kenntnisse über die verschiedenen Formen der Politik und des Managements in der Meeresumwelt erforderlich.

Erforderliche Fähigkeiten und Erfahrungen

  • Eine Promotion und ein bereits etabliertes sozialwissenschaftliches Profil im Bereich Meerespolitik und -management, einschließlich Erfahrung in der Zusammenarbeit mit politi­schen Behörden, Nichtregierungsorganisationen und/oder Interessengruppen. Die Bewer­ber*innen können einen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben, müssen aber umfassende Erfahrung in der Konzeption, Durchführung und dem Abschluss von Forschungsprojekten in einer sozialwissenschaftlichen Disziplin haben und über eine Ausbildung in sozialwissen­schaftlichen Methoden (qualitativ und quantitativ, wie z. B. Umfragen, Befragungen, Poli­tikanalyse, institutionelle Ethnographie) verfügen.
  • Forschung in einem Bereich, der einen Bezug zur Meeresumwelt haben muss, nachgewie­sen durch empirische Arbeiten zur Meerespolitik und/oder mit meerespolitischen Entschei­dungsträgern.
  • Beiträge zu wichtigen Debatten in den Meeressozialwissenschaften, nachgewiesen durch Vorträge und/oder Veröffentlichungen auf Konferenzen und in einschlägigen Fachzeitschrif­ten.
  • Nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Konzeption und Durchführung von Projekten, die so­zialwissenschaftliche Methoden anwenden und sich auf Theorien in sozialwissenschaftli­chen Disziplinen stützen, nachgewiesen durch hochwertige, von Experten begutachtete Veröffentlichungen.
  • Erfahrung in der Anwendung qualitativer Methoden wie Tiefeninterviews, Ethnografie und Textanalyse.
  • Erfahrung in der Erstellung von Kurzdarstellungen, Berichten oder anderen Formen der Kommunikation mit politischen Entscheidungsträgern, Regierungsvertretern und anderen relevanten Stellen (regional, national und/oder international).
  • Erfahrung in der Beantragung von Drittmittelprojekten im Bereich der Meerespolitik und des Meeresmanagements, unabhängig oder im Team.
  • Beitrag zu interdisziplinären Forschungsinitiativen am ICBM und am HIFMB im Bereich der Meerespolitik, zu beschreiben in einem Forschungskonzept (max. 5 Seiten).
  • Nachweis des Engagements in der Netzwerkarbeit (Präsentation auf relevanten disziplinä­ren oder bereichsspezifischen Konferenzen und Veranstaltungen)
  • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit naturwissenschaftlichen Disziplinen, nachgewiesen durch frühere Arbeit in einem interdisziplinären Umfeld, interdisziplinäre Präsentationen o­der Publikationen oder Förderanträge.
  • Beitrag zu einem wachsenden Angebot an Modulen, die das Lehrprofil der Meereswissenschaften um Themen wie Management, Politik, Naturschutz und Governance erweitern, zu beschreiben in einem Lehrkonzept (max. 3 Seiten).
  • Fließende englische Sprachkenntnisse.

Die Einstellungsvoraussetzungen richten sich nach § 30 des Niedersächsischen Hochschulgeset­zes (NHG). Internationale Bewerbungen sind ausdrücklich erwünscht. Zur Erhöhung des Anteils von Frauen in der Wissenschaft werden gleich qualifizierte Frauen bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Stelle ist teilzeitgeeignet.

Bewerbungen umfassen einen vollständigen Lebenslauf, Zeugnisse, eine Publikationsliste, ein Forschungskonzept und ein Lehrkonzept. Der Lebenslauf soll auch eine Darstellung der gegen­wärtigen und früheren drittmittelfinanzierten Forschungstätigkeiten mit Schwerpunkt auf den letzten 5 Jahren sowie eine Liste der gehaltenen Kurse und formellen Präsentationen enthalten. Wir begrüßen auch eine DEI-Erklärung (Diversity Equity Inclusion). Alle Unterlagen sind bis zum 07.04.2024 als eine konsolidierte PDF-Datei an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu senden.

Stellenangebote an den Kooperationskrankenhäusern

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(Stand: 23.01.2024)  | 
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