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Lange Nacht der Wissenschaft 2026

Am 14.08. präsentierten wissenschaftliche Institutionen Wilhelmshaven ihre Arbeit bei der Langen Nacht der Wissenschaft

Am 14.08. präsentierten wissenschaftliche Institutionen, Initiativen und Bildungseinrichtungen aus Wilhelmshaven ihre Arbeit im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft, zu der die Nordwestdeutsche Universitätsgesellschaft (NWDUG) in den Botanischen Garten eingeladen hat. Auch das ICBM war mit allen fünf Wilhelmshavener Arbeitsgruppen an einem Stand vertreten. 

Noch vor dem Eingang zum Botanischen Garten fiel am ICBM-Stand Glaucus Atlanticus ins Auge: einer von zwei hausgemachten Katamaranen, die zur Erforschung der Meeresoberfläche eingesetzt werden. Dr. Mariana Ribas Ribas erklärte den Besucher*innen, wie mithilfe von rotierenden Glasplatten Proben der Wasseroberfläche gewonnen werden und welche Funktion die installierten Sensoren haben.

Nur mit Hilfe von Mikroskopen konnten die Besucher*innen die Details von Daphnien erkennen. Unter Anleitung von Dr. Linda Rehder und Sebastian Neun bauten Kinder Plankton aus Knete und Zahnstochern. Ziel war, eine Form zu finden, die in Sinksäulen möglichst lange in der Nähe der Wasseroberfläche bleibt, wodurch es mehr Zeit hat, um Photosynthese zu betreiben. 

Tiefer in Gewässern agieren am ICBM ausgebildete Forschungstaucher*innen. Deren Ausbildung erläuterte Dr. Sven Rohde anhand der Tauchpuppe „Uschi“ und verschiedenen Videos. Die besonderen Herausforderungen des Forschungstauchens waren exemplarisch beim Knotenbinden mit Tauchhandschuhen erfahrbar.

Dr. Julia Oelker und Dr. Thomas Badewien führten den Einsatz eines Radiometers vor, mit dem Wasserfärbungen gemessen werden. Sie zeigten zudem einen in den Werkstätten des ICBM gebauten Drifter, der mittels GPS-Ortung wichtige Daten über Meeresströmungen liefert.

Neben den Info-Ständen der beteiligten Einrichtungen boten zahlreiche Vorträge Einblicke in aktuelle Themen. Auch zwei Mitarbeiterinnen des ICBM Wilhelmshaven teilten in diesem Format interessante Beiträge: 

Dr. Maren Striebel gab Einblicke in die Besonderheiten des Planktons, dessen Bedeutung für Klima oder Biodiversität. Mit Spannung erwarteten die Zuhörenden, welche Rolle Regenbögen, Einhörner und Blumenvasen für die experimentelle Planktologie am ICBM spielen. 

Den zweiten Vortrag aus dem ICBM hielt Annika Traue zum Thema Klimaanpassung von Küstenbewohner*innen. Die Nachwuchs-Wissenschaftlerin befasst sich im Rahmen Ihrer Promotion mit der Wahrnehmung und Akzeptanz von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und gewann direkt am ICBM-Stand die ersten Küstenbewohner*innen dafür, an ihrer just gestarteten Befragung teilzunehmen.

(Stand: 21.07.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p46546n13701
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