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7. Januar 2026 003/26 Veranstaltungsankündigung
Strukturelle Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen
Workshop der Universität Oldenburg im Pius-Turm
Oldenburg. Herkunft, Geschlecht, Behinderung – welche Rolle spielen Kategorisierungen wie diese bei medizinischen Diagnosen – und führen sie sogar zu Fehldiagnosen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des öffentlichen Workshops „(Un)Doing Difference in der Medizin“ der Universität Oldenburg, der am Dienstag, 20. Januar, ab 18.00 Uhr im Foyer des Pius-Turms (Peterstr. 28-32) stattfindet. Neben medizinischen Fachleuten ist auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich zum Austausch eingeladen.
Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Medical Humanities@Oldenburg on Tour“ statt, die Oldenburger Forschende aus Medizin- und Gesundheitswissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften gemeinsam veranstalten. Sie wollen im Austausch mit der Öffentlichkeit medizinische Themen auch aus einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchten.
Vier Expertinnen leiten den Workshop: Prof. Dr. Julia Wurr und Prof. Dr. Ayça Polat forschen und lehren an der Universität Oldenburg. Wurr ist Expertin für die Nachwirkungen kolonialer Denk- und Ausbeutungsmuster und forscht zu Vorstellungen von Medizin und Gesundheit in globalen Kontexten. Polat ist Professorin für Sozialpädagogik in der Migrationsgesellschaft und forscht zu Rassismuskritik und Diversitätsbewusstsein.
Zu Gast sind außerdem Dr. Mirjam Faissner und Abigail Joseph-Magwood. Faissner ist Bioethikerin mit einem Hintergrund in Medizin und Philosophie und forscht an der Charité in Berlin zu Fragen von struktureller Ungerechtigkeit. Dazu zählen etwa Rassismus und das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen. Joseph-Magwood lehrt Kommunikationspsychologie und Transferable Skills an der Hochschule Osnabrück und forscht zu Rassismus an deutschen Hochschulen. 2024 hat sie mit Polat das Buch „Alltagsrassismus – Einführung für die pädagogische Praxis und Soziale Arbeit“ veröffentlicht, das sich auch mit Alltagsrassismus in der Gesundheitsversorgung beschäftigt.
Anhand praxisnaher Beispiele beleuchten die Wissenschaftlerinnen, welchen Einfluss soziale Kategorisierungen darauf haben können, welche medizinische Versorgung Menschen erhalten. Sie wollen einen Austausch darüber anstoßen, wie sich strukturelle Ungerechtigkeit auf das Gesundheitswesen auswirkt.
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Die Veranstaltung ist von der Ärztekammer Niedersachsen als Fortbildung für ärztliches Fachpersonal anerkannt und bringt drei Fortbildungspunkte.
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Prof. Dr. Julia Wurr, E-Mail: