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Jörg Stahlmann

16. Februar 2026   022/26    Hochschulpolitik

Universität treibt energetische Sanierung und Photovoltaik-Ausbau voran

Mehrere Maßnahmen verbessern Energiebilanz

Oldenburg. Neue Solarmodule, ein energieeffizientes Gewächshaus, eine moderne Lüftungsanlage im Sporttrakt und ein Ausbau des Energiemanagementsystems: Im vergangenen Jahr hat die Universität Oldenburg einiges getan, um ihre Energiebilanz zu verbessern.

Substanzielle Fortschritte gab es beim Ausbau der erneuerbaren Energien: Auf dem Campus Wechloy wurden die Dächer mehrerer Gebäude mit neuen Photovoltaikanlagen bestückt. Insgesamt wuchs die an der Universität installierte Leistung dadurch um etwa ein Drittel – rund 360 Kilowatt Spitzenleistung – auf nunmehr 1.378 Kilowatt. „Damit haben wir unser Ziel beim Ausbau der Solarenergie vorerst erreicht: Alle relevanten Dachflächen der Universität sind mit Photovoltaikanlagen belegt“, erklärt Vizepräsident Jörg Stahlmann. Eine weitere Steigerung der Photovoltaikleistung lasse sich in Zukunft durch Neubauten oder die bauliche Sanierung älterer Gebäude erreichen, deren Dächer aktuell noch nicht für Solaranlagen geeignet sind.

Daneben haben verschiedene Sanierungs- und Neubaumaßnahmen dazu geführt, dass die Universität ihren Energiebedarf weiter reduziert. Die Basis dafür bildet das bereits seit 2006 bestehende Energiemanagementsystem, das aktuell erweitert wird. Den Hauptbestandteil bildet ein Netz aus Messstellen und Zählern, die Strom- und Wärmeverbrauch an verschiedenen Stellen auf dem Campus erfassen. Die Auswertung der erfassten Daten ermöglicht es zu ermitteln, wo der Energieverbrauch besonders hoch ist und welche Einsparungen eine Sanierung bringt. Aktuell kommen auf dem Campus Haarentor und dem Campus Wechloy eine Reihe von Sensoren hinzu, die genauere Messungen und Analysen ermöglichen. Für die Maßnahme erhielt die Universität eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro durch das Bundeswirtschaftsministerium, die Gesamtkosten lagen bei rund 360.000 Euro.

Eine große Maßnahme des vergangenen Jahres war die Sanierung der Lüftungsanlage des Sporttraktes, die neben der großen Dreifachhalle mit ihren Tribünen auch weitere Räume versorgt. Sie war seit 1982 in Betrieb und bewegt 41.000 Kubikmeter Luft pro Stunde – was etwa dem Volumen von zehn Heißluftballons entspricht. Durch Austausch der Schalttechnik und eine verbesserte Wärmerückgewinnung ließen sich der Stromverbrauch um 8 Prozent und der Wärmeverbrauch um 58 Prozent reduzieren. Die Universität spart dadurch pro Jahr knapp 34.000 Euro ein. Die Maßnahme kostete 1,1 Millionen Euro, wovon die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums rund 150.000 Euro übernahm.

Am Standort Küpkersweg des Botanischen Gartens wurde das bisherige, schlecht isolierte Gewächshaus durch eine moderne und energiesparende Anlage ersetzt. Der Neubau verfügt beispielsweise über einen „Energieschirm“ – ein spezielles, lichtdurchlässiges Gewebe, das im Winter den Wärmeverlust senkt und an heißen Tagen für Beschattung sorgt. Eine moderne Steuerungstechnik ermöglicht es zudem, im Gewächshaus ein ideales Klima für die Pflanzenzucht zu erzeugen. Mehrere Zisternen fangen Regenwasser auf, so dass die Pflanzen nachhaltig bewässert werden können. Der Neubau hat eine Fläche von 827 Quadratmetern, die Kosten lagen bei 3,8 Millionen Euro und wurden von der Universität aus Eigenmitteln finanziert.

Hintergrund

Die Installation der neuen Photovoltaikanlagen auf dem Campus Wechloy erfolgte auf Teilen des Hauptgebäudes (W02 und W04), den Technischen Werkstätten, dem Experimentierhörsaal und dem Gebäude W37 am Küpkersweg. Damit ist die vierte und letzte Ausbaustufe abgeschlossen. Der erste große Ausbau der Solarmodule erfolgte 2017 auf dem Campus Haarentor auf der Bibliothek, dem Gebäude A02 (der „Brücke“ über dem Uhlhornsweg), dem Kuppeldach des Hörsaalzentrums und weiteren Gebäuden. 2019 wurde der Campus Wechloy im Bereich des Hauptgebäudes und des Forschungsbaus NeSSy mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. 2022 gingen Anlagen auf dem Sportgebäude, dem Fitness- und Gesundheitszentrum und dem Hörsaalzentrum A14 in Betrieb. 2024 kamen weitere Anlagen auf dem Forschungsbau NeSSy, auf der Freilufthalle, dem Sprachenzentrum, dem neuen Forschungs- und Trainingszentrum und an der Ringebene in Wechloy hinzu.

Die energetische Sanierung von Gebäuden und die Versorgung durch regenerative Energie sind zwei wichtige Bausteine der Universität auf ihrem Weg, bis 2030 klimaneutral zu sein. Der Energieertrag aller an der Universität Oldenburg installierten Photovoltaik-Anlagen beträgt nach dem aktuellen Ausbau rund 1,2 Gigawattstunden pro Jahr, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von knapp 300 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Den erzeugten Strom verbraucht die Universität komplett selbst. Sie spart dadurch jährlich etwa 660 Tonnen CO2 ein. Die Finanzierung erfolgt größtenteils im Rahmen eines Intractingmodells aus eigenen Mitteln.

Weblinks

Bilder

  

Auf dem Campus Wechloy sind nun alle geeigneten Gebäude mit Photovoltaikanlagen belegt. Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

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Kontakt

Meik Möllers, Tel.: 0441/798-5400, E-Mail:

(Stand: 11.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p34471
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