Pressemitteilungen
Kontakt
Pressemitteilungen
Weitere Meldungen zu genannten Personen
1. April 2026 032/26 Veranstaltungsankündigung
Film und Podiumsdiskussion zum Thema Endometriose
Oldenburger Forschende starten Projekt zur Gendermedizin mit öffentlicher Veranstaltung
Oldenburg. Menschen mit Endometriose leiden unter chronischen, krampfartigen Bauchschmerzen – wucherndes Gewebe im Bauchraum ist dafür verantwortlich. Statt Unterstützung finden Hilfesuchende meist zunächst Unverständnis und warten oft jahrelang auf eine Diagnose. Jetzt startet das Forschungsprojekt „Leben mit Endometriose“ der Universitätsmedizin Oldenburg mit einer öffentlichen Veranstaltung. Am Montag, 13. April, zeigen die Forschenden des Departments für Versorgungsforschung ab 18.00 Uhr im Unikino Gegenlicht (Uhlhornsweg 49-55) den Dokumentarfilm „Below the Belt“, der von Endometriose betroffene Frauen begleitet. An dem Abend steht zudem das Oldenburger Forschungsprojekt im Mittelpunkt: In den kommenden Monaten und Jahren wollen die Forschenden nicht nur Mediziner*innen dazu befragen, welche Herausforderungen sie bei der Diagnose und Therapie von Endometriose sehen und mit welchen Einstellungen sie selbst der Krankheit begegnen. Die Forschenden geben auch den Personen, die mit Endometriose leben, eine Stimme – und zwar mit einem ungewöhnlichen, kunstbasierten Ansatz: Im Rahmen eines Keramikworkshops können Teilnehmende ihre Emotionen und Erfahrungen mit der Krankheit jenseits sprachlicher Formen ausdrücken. Die Kombination der verschiedenen Perspektiven soll Einblicke in die Machtverhältnisse und sozialen Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen gewähren.
Im Anschluss an die Filmvorführung erwartet Besucher*innen eine Podiumsdiskussion. Über Endometriose und das gemeinsame Vorhaben sprechen Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Oldenburg, die Versorgungsforscherinnen Dr. Milena Kutzleben, Dr. Merle Weßel und Stefanie Beinert sowie die Bremer Keramikkünstlerin Laura Solar, die das Projekt künstlerisch begleitet. Sie beantworten auch Fragen aus dem Publikum.
Tickets gibt es kostenlos unter l.uol.de/endometriose.
Das Vorhaben „Living with Endometriosis – Testing an Arts-based Design for Health Services Research (LEAH)” zählt zu den Forschungsprojekten in der Gender- und Diversitätsmedizin, die das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Rahmen ihres gemeinsamen Programms zukunft.niedersachsen fördern.
Weblinks
Kontakt
Dr. Milena von Kutzleben, Tel.: 0441/798-4540, E-Mail: