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Andreas Winter

14. Juli 2026   080/26    Forschung

Digitale Wasserüberwachung für die Zukunft

Neue EU-Richtlinie: Oldenburger Forschende entwickeln mit niederländischen Partnern datengestützte Lösungen für kommunale Abwasserüberwachung

Oldenburg. Die EU stellt strengere Anforderungen an die Überwachung von Abwasser, Abwasserüberläufen und Regenwasserableitungen. Eine Anfang 2025 verabschiedete neue Richtlinie sieht vor, dass Kommunen und Wasserverbände bis 2032 ihre Wasserdaten intensiver monitoren müssen – um Abwasser beispielsweise auf bestimmte Viren hin überprüfen oder die Wasserqualität nach einem Hochwasser besser beurteilen zu können. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Andreas Winter vom Department für Informatik der Universität Oldenburg will vor diesem Hintergrund digitale Lösungen zur Überwachung von kommunalem Abwasser entwickeln.

Im Rahmen des Projekts „Smart Monitoring of Urban Wastewater“ (SMUt) sind auch Partner aus den Niederlanden beteiligt: die NHL Stenden Hochschule, die Gemeinde Emmen und der Wasserverband Vechtstromen. Auf deutscher Seite ist zudem die Stadt Oldenburg involviert. Das mit 50.000 Euro Fördersumme bewilligte Projekt wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Niederlande und dessen Programmpartner ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

„Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist unerlässlich, um die wasserbezogenen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, sagt Winter. „Dabei ist es wichtig, dass die Lösungen nicht zu unnötig hohen Kosten oder getrennten Datensystemen auf beiden Seiten der Grenze führen.“ Im bis Dezember 2026 laufenden Projekt sollen deshalb zunächst die Weichen für eine intensive Zusammenarbeit gestellt werden.

Die Projektpartner bauen ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Praxisorganisationen auf. Ziel ist es unter anderem, einen öffentlich zugänglichen Kompetenzatlas zu entwickeln. Dieses Dokument soll einen Überblick darüber geben, welche Organisationen in der Ems-Dollart-Region, der nördlichsten deutsch-niederländischen Grenzregion, tätig sind, über welches Fachwissen sie verfügen und vor welchen wasserbezogenen Herausforderungen sie stehen. „Dadurch entsteht ein besserer Überblick über das bereits vorhandene Wissen und die Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit“, betont Winter.

Auch eine erste Sondierung hinsichtlich eines sicheren Datenraums für Wasserinformationen ist geplant. Dabei untersuchen die Partner die Möglichkeiten für eine sogenannte „Trusted Community“. In dieser könnten Organisationen in Zukunft Wasserdaten sicher und zuverlässig austauschen und nutzen. Darüber hinaus arbeiten die Projektbeteiligten an einem Konzept für einen umfangreicheren Interreg-Folgeantrag. Dieser soll die Grundlage für neue grenzüberschreitende Projekte im Bereich datengestützter Anwendungen für das Hochwasser- und Dürremanagement bilden.

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Winter, Tel.: 0441/798-2992, E-Mail:

(Stand: 24.06.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p34471
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