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Veranstaltung

Semester: Sommersemester 2024

1.07.141 Migrant*innen in Oldenburg (soziologische, qualitative Lehrforschung Teil II) -  


Veranstaltungstermin | Raum

Beschreibung

Etwa ein Viertel der in Deutschland lebenden Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Diese sind jeweils zur Hälfte Deutsche bzw. Ausländer:innen. Wichtige Gründe für eine Einwanderung sind Flucht, Erwerbstätigkeit, Familienzusammenführung und die Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung. Bei der Integration in das Gastland treffen die Migrant:innen auf zahlreiche Barrieren, etwa auf Sprachbarrieren, eine geringe oder im Gastland nicht anschlussfähige Ausbildung, fehlende soziale Kontakte und auch Diskriminierung.
Dies gilt insbesondere für die etwa 3 Millionen Schutzsuchenden, die in Deutschland leben. Die Integration von Migrant:innen und speziell Schutzsuchenden ist eine herausfordernde Aufgabe. Hierfür haben sich im Laufe der langjährigen Erfahrungen mit Zuwanderung und Fluchtmigration in Deutschland und auch speziell in Oldenburg vielfältige Strukturen für die Integration unterschiedlichster Gruppen von Migrant:innen herausgebildet, angefangen von der Bundesagentur für Arbeit und den ihr (u.a.) zugeordneten Jobcentern, den lokalen Integrationsämtern, Sprachschulen, Erstaufnahmestellen wie in Blankenburg und zivilgesellschaftlichen Initiativen wie der Interkulturellen Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung (IBIS) in Oldenburg oder der Industrie- und Handwerkskammer oder einschlägigen Bildungswerken.
Im Rahmen dieser Lehrforschung geht es darum, dass sich Studierende sowohl theoretisch als auch empirisch mit einem selber gewählten Thema im Rahmen dieses Themenkomplexes auseinandersetzen, etwa mit der Frage, in welchen Bereichen Migranten und insbesondere Flüchtlinge auf Unterstützung angewiesen sind, wie die verschiedenen staatlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteure bei der Integration von Flüchtlingen zusammenwirken und welche Barrieren es hierbei gibt. Den Studierenden wird somit vorgeschlagen, die lokale Ebene der Unterstützungsstrukturen für Flüchtlinge am Beispiel einer Kommune, der Stadt Oldenburg, genauer zu untersuchen. Dieser Vorschlag kann allerdings in Abhängigkeit von den persönlichen und wissenschaftlichen Interessen, Kontakten und Vorerfahrungen der Studierenden variiert und modifiziert werden.
Ein Ziel dieser Lehrforschung ist es, dass Studierende im Rahmen einer eigenständigen Erhebung lernen, eine eigene, empirisch bearbeitbare Fragestellung zu definieren, sich einen geeigneten theoretischen Zugang zu erarbeiten und anschließend eine eigene empirische Untersuchung durchzuführen und auszuwerten. Damit soll zum einen ein Beitrag zur fachlichen und methodi¬schen Ausbildung von Studierenden geleistet werden, zum anderen sollen neue Forschungsthemen aufgegriffen und bearbeitet werden. Hierzu müssen drei Phasen abgearbeitet werden: Zunächst werden das Thema definiert, die vorhandene Literatur gesichtet, ein eigener Ansatz erarbeitet und erste Überlegungen zum methodischen Design der eigenen Erhebungen angestellt. Dies ist die Aufgabe des ersten Semesters. Anschließend werden die empirischen Erhebungen durchgeführt, am besten in den Semesterferien. Im letzten Schritt, d.h. im zweiten Semester, werden die Ergebnisse ausgewertet und der Endbericht – der als Ar¬beitspapier veröffentlicht werden soll – erstellt und die Forschungsergebnisse präsentiert. Auch eine Veröffentlichung als Buch ist denkbar. Erforderlich ist das aktive Mitwirken in einer Projektgruppe über zwei Semester. In der Gruppe zu erfüllende Tätigkeiten: Entwicklung einer Untersuchungsfrage und eines Instru¬ments, Durchführung einer Erhebung, die Auswertung der Erhebung im Rahmen des Endberichts sowie die Präsentation der Ergebnisse. Um die Arbeit zu strukturieren und ein geeignetes Ziel zu definieren, wird ähnlich wie in einem „richtigen“ Forschungsprojekt möglichst bald die Struktur des Endberichts definiert (Einleitung, Stand der Diskussion, Eigener Ansatz und Hypothesen, Methoden und Forschungsdesign, empirische Ergebnisse, Zusammenfassung und Ausblick). Vorrangig verwendet werden qualitative Methoden, etwa Interviews mit Migrant*innen, Fokusgruppen, teilnehmende Beobachtungen.

lecturer

SWS
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Art der Lehre
Ausschließlich Präsenz

Lehrsprache
deutsch

(Stand: 19.01.2024)  | 
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