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VA-Details

Semester: Wintersemester 2021

1.07.281 Frei wählbares Modul: Gesellschaftstheorie -  


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (19.10.2021 - 01.02.2022)

Beschreibung

Das Seminar behandelt exemplarisch das Verhältnis von Sozialtheorie und Gesellschaftstheorie. Ausgehend von den Analysen Plessners in „Macht und Menschliche Natur“ wird die gesellschaftliche Bindung soziologischer Sozialtheorien analysiert. Dies betrifft sowohl die Handlungstheorie (Weber/Rational Choice) und deren theoretische Prämisse des handelnden Individuums als auch die Systemtheorie (Luhmann) deren starke Kontingenzorientierung an das moderne Verständnis von Zeit gebunden ist. Im Seminar werden die Konsequenzen herausgearbeitet, die sich daraus für die Analyse von modernen Gegenwartsgesellschaften ergeben. Wenn zentrale institutionell abgesicherte Vorstellungen der Moderne von der soziologischen Theorie unhinterfragt als analytische Kategorien verwendet werden, ist die soziologische Forschung nicht mehr in der Lage grundlegende Institutionen moderner Vergesellschaftung zu analysieren. Das Ziel des Seminars besteht darin, den Modernezentrismus der soziologischen Theorie sowohl theoretisch als auch in seiner methodologischen Bedeutung für empirische Analysen zu reflektieren.

DozentIn

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

empfohlenes Fachsemester
2

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
5

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Das Seminar untersucht die gesellschaftstheoretische Dimension von Helmuth Plessners Hauptwerk „Die Stufen des Organischen und der Mensch“. Im Mittelpunkt steht zum einen Plessners Analyse der Historizität des biologischen Verständnisses von „Leben“, die Foucaults spätere Fokussierung auf das Leben als Element des modernen Wissens vorwegnimmt. Zum anderen wird ausgehend von Plessners Verständnis der Mitwelt ausgearbeitet, dass es für soziologische Analysen verfehlt wäre von einem individuell handelnden Akteur oder von doppelter Kontingenz auszugehen. Denn diese „analytischen Kategorien“ können ausgehend von Plessner als Bestandteil des institutionellen Selbstverständnisses der Moderne identifiziert werden. Damit erweisen sich grundlegende Bausteine der klassischen und gegenwärtigen soziologischen Theorie als untauglich, die moderne Gesellschaft zu analysieren. Denn: Wenn zentrale institutionell abgesicherte Vorstellungen der Moderne von der soziologischen Theorie unhinterfragt als analytische Kategorien verwendet werden, ist die soziologische Forschung nicht mehr in der Lage grundlegende Institutionen moderner Vergesellschaftung zu analysieren.

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
Die Veranstaltung wird in englischer Sprache gehalten.

(Stand: 09.06.2021)