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Zahlen und Fakten

  • Dauer: 6 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Arts
  • Sprache: Deutsch
  • zulassungsbeschränkt

Pädagogik - Fach-Bachelor

Ausrichtung und Ziele

Das Studium im Bachelor Pädagogik ermöglicht durch Lehr- und Lernformen, die der Theorie ebenso wie der Praxis verbunden sind, eine wissenschaftliche Qualifizierung auf universitärem Niveau, die zu kompetentem Handeln in pädagogischen Berufsfeldern sowie zu theoretisch fundierten, systematischen Reflexionen pädagogischer Kontexte und Handlungen befähigt.
Im Pädagogikstudium an der Universität Oldenburg wird Wert darauf gelegt, die Vielfalt gesellschaftlicher Differenzverhältnisse zu thematisieren. Dabei stehen Umgangsweisen pädagogischen Handelns und pädagogische Diskurse, die sich z. B. mit Geschlechterverhältnissen, migrationsgesellschaftlichen Unterscheidungen, Klassen- oder Schichtungsverhältnissen oder der Unterscheidung Beeinträchtigung/Nicht-Beeinträchtigung befassen, im Mittelpunkt.

Studienaufbau und Studieninhalte

Das Studium des sechssemestrigen Fach-Bachelors Pädagogik umfasst 180 Kreditpunkte (KP), in denen der fachwissenschaftliche Anteil 120 Kreditpunkte ausmacht und 60 Kreditpunkte sich aus Professionalisierungsmodulen (30 KP), dem Praxismodul (15 KP) sowie der Bachelorarbeit (15 KP) zusammensetzen.

Die Studierenden des Fachbachelorstudiengangs Pädagogik absolvieren im ersten Studienjahr die vier Module des Basiscurriculums. Hiermit werden sie dazu befähigt die zentralen Grundbegriffe und Kategorien der Pädagogik zu benennen und zu erläutern; die Logik quantitativer Sozialforschung nachzuvollziehen; sich kritisch mit erziehungswissenschaftlichen Theorien und deren Ideengeschichte auseinanderzusetzen sowie unterschiedliche Anforderungen an professionelles Handeln in pädagogischen Handlungsfeldern zu benennen und zu diskutieren.

Aufbauend auf die bereits im Basiscurriculum erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen versetzt das folgende, viersemestrige Aufbaucurriculum die Studierenden in die Lage, zentrale Konzepte pädagogischen Handelns im Umgang mit Differenz und Identität kritisch zu diskutieren und die Zusammenhänge zwischen pädagogischen Institutionalisierungen, pädagogischem Handeln und Prozessen des Lebenslaufs zu reflektieren. Die Studierenden erhalten grundlegendes Wissen bezüglich der professionellen Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten angesichts bildungs- und sozialpolitischer sowie rechtlicher Rahmenvorgaben. Die Studierenden entscheiden sich im Aufbaucurriculum für eine der vier angebotenen Studienrichtungen und eignen sich dort grundlegendes, theoriebasiertes Reflexionswissen über die jeweiligen Handlungsfelder und Fachdiskurse an. Zur Wahl stehen folgende Studienrichtungen:
  • Diversitätsbewusste Sozialpädagogik
  • Rehabilitationspädagogik
  • Migrationspädagogik
  • Weiterbildung und Bildungsmanagement

Der Akzentsetzungsbereich im Umfang von 60 Kreditpunkten (8 Module) erstreckt sich über die gesamte Studiendauer von 6 Semestern. Hier werden die Fach-Bachelorstudierenden bereits in der Studieneingangsphase zur selbstreflexiven Auseinandersetzung mit Theorie-Praxis-Verhältnissen in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften ermutigt. Es folgt ein Modul zu qualitativen Forschungsmethoden durch welches sie in die Lage versetzt werden, deren Erhebungs- und Interpretationsmethoden nachzuvollziehen und diese kritisch und ethisch verantwortlich zu reflektieren.

Ein wesentlicher Bestandteil des Akzentsetzungsbereichs sind die Module der Projektphase, in denen die Studierenden in kleinen Arbeitsgruppen, unterstützt von Lehrenden und Kooperationspartnern aus der Berufspraxis, an empirischen Forschungsprojekten arbeiten. Hierbei erweitern die Studierenden ihre Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie zur Erarbeitung kreativer Lösungen und zum theoretisch fundierten Handeln in der Praxis. Sie erwerben eine forschende Haltung und die Möglichkeit zur Anwendung ihrer erworbenen theoretischen Kenntnisse.

Im Rahmen der drei Module aus dem Themenbereich der Pädagogischen Psychologie erlangen die Studierenden des Fach-Bachelorstudiengangs Kompetenzen zur Analyse und Planung lebensphasen- und biographiebezogener Bildungs- und Erziehungsprozesse; werden in die Lage versetzt, soziales Erleben und Verhalten im Alltag auf grundlegende (sozial-)psychologische Theorien zu beziehen und letztlich die psychologischen Voraussetzungen von Klient*innen für pädagogische Maßnahmen und deren Konsequenzen einzuschätzen und diese darauf abzustimmen.
In den Vertiefungsmodulen zu den im Aufbaucurriculum eingeführten Studienrichtungen wird das erworbene theoretische Grundlagenwissen mit dem jeweiligen beruflichen Handlungswissen verknüpft.

Sprachkenntnisse

Für ein Studium dieses Studiengangs an der Universität Oldenburg müssen internationale Studierende mit der Bewerbung ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen:

Deutschkenntnisse
  • wenn die Muttersprache Deutsch ist bzw. die Hochschulzugangsberechtigung in deutscher Sprache erworben wurde
  • durch DSH 2 (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) oder
  • durch TestDaF mit Niveau 4 in allen Teilbereichen.

Der Nachweis der Sprachkenntnisse muss spätestens bei der Einschreibung vorliegen. Weitere Informationen finden Sie unter Sprachliche Voraussetzungen

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Der Bachelorabschluss ermöglicht den Weg in eine Berufstätigkeit und in ein Masterstudium. Den AbsolventInnen des Pädagogikstudiums steht eine Vielzahl von beruflichen Handlungsfeldern und Institutionen offen:

  • Einrichtungen der (Klein-)Kindererziehung (z. B. Krippen, Kindertagesstätten, Tagesbetreuung von Schulkindern)
  • Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Erziehungs- und Familienhilfe (z. B. Eltern-Kind-Einrichtungen, Jugendwohngruppen, Inobhutnahme- und Klärungsstellen, allgemeiner und kommunaler Sozialdienst, Jugendamt)
  • Schulsozialarbeit (z. B. Begleitung der SchülerInnen beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung, Streitschlichtungsprogramme, Erarbeitung, Einüben und Durchführung von Konfliktbewältigungsstrategien)
  • Einrichtungen der Altenarbeit und Altenpflege (z. B. Seniorenbüros, Nachbarschaftshilfe)
  • Beratungsstellen für Menschen in prekären Lebenslagen, Krisensituationen oder mit spezifischen Anliegen (z. B. Sozialberatung, Suchtberatung, Straffälligenhilfe, Jugendmigrationsdienste, Beratung bei sexuellen oder gewalttätigen Übergriffen)
  • Freizeiteinrichtungen mit sozialpädagogischen Angeboten (z. B. Jugendzentren, Abenteuerspielplätze, außerschulische Lernorte)
  • Einrichtungen in der Gemeinwesen- und Kulturarbeit (z. B. Stadtteiltreffs, Kulturzentren)
  • Einrichtungen des bürgerschaftlichen Engagements (z. B. Freiwilligenagenturen, Menschenrechtsorganisationen)
  • Bildungsträger in der Erwachsenenbildung (z. B. Volkshochschulen, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine, Akademien)
  • Unternehmen und Stiftungen
  • Kammern und Verbände (z. B. IHK)
  • Hochschulen

Bitte beachten Sie: Eine staatliche Anerkennung wird im Rahmen des B.A. Pädagogik nicht vergeben.

Informieren Sie sich weiter über das Berufsfeld Pädagogik und das Berufsfeld Sonder- und Rehabilitationspädagogik
Webmasterbr (inqiwfoportal-stpuivludium@uogscv7l.de) (Stand: 12.12.2019)