In einer Feierstunde hat die Fakultät V – Mathematik und Naturwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 26. Februar 2026 über 650 Absolvent*innen verabschiedet. Insgesamt erlangten 365 Bachelor- und 241 Masterstudierende im vergangenen Studienjahr ihren Abschluss. Außerdem verlieh die Fakultät 52 Promotionen. Rund 180 Absolventinnen und Absolventen nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen. Prof. Dr. Andrea Strübind, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität, hielt ein Grußwort. Prof. Dr. Helmut Hillebrand unterhielt die Teilnehmenden mit einem Vortrag zum Thema „You ain‘t seen nothing yet: Veränderungen der marinen Biodiversität“. Musikalisch begleitet wurde das Programm durch die studentische Soul- und Funkband des Instituts für Musik unter der Leitung von Stephan Schomaker.
Im Rahmen dieser Feierstunde ehrte die Fakultät außerdem fünf Masterstudierende für ihre herausragenden Abschlussarbeiten. Ausgezeichnet wurden Marit Büsing (Institut für Chemie), Lars Burnus (Institut für Biologie und Umweltwissenschaften), Kristian Gjorgjieski (Institut für Physik), Noah Körner (Institut für Mathematik) und Helena Post (Institut für Chemie und Biologie des Meeres).
Das Institut für Chemie spricht allen Geehrten, insbesondere aber Marit Büsing, seine herzlichen Glückwünsche aus
Marit Büsing, M.Sc.:
Nach ihrem Bachelorabschluss zum Thema „Biokatalytische Synthese von Benzylaminen unter Verwendung von Amindehydrogenase“, welches sie in der Arbeitsgruppe um Prof. Harald Gröger durchgeführt hat, nahm Marit Büsing ein Masterstudium auf. Unter den Titel „Adsorption und Verbreitung der Magnetosomen auf festen Oberflächen“ hat sie ihre Masterarbeit an der Carl von Ossietzky Univerisität Oldenburg in der Arbeitsgruppe „Elektrochemie und Grenzflächen kondensierter Systeme” (Prof. Gunther Wittstock) angefertigt. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit der Adsorption, Öffnung und Verbreitung von Magnetosomen auf festen Oberflächen. Präziser ausgedrückt beschäftigte sie sich mit Organellen von magnetotaktischen Bakterien, welche aus einem magnetischen Nanokristallkern, der von der inneren proteinreichen Lipid-Membran der Bakterien umgeben ist, bestehen. Durch die Magnetosomen haben die magnetotaktische Bakterien die Fähigkeit, sich entlang des Magnetfelds der Erde auszurichten. In ihrer Arbeit hat Marit Büsing die Magnetosomen auf Goldoberflächen, die mit Thioglucose- und Thiocytosin-Monolagen modifiziert wurden, adsorbiert. Anschließend wurden die Verbreitung der Magnetosomen über mehrere Tage mit elektrochemischen Methoden, sowie mittels Quarzkristall-Mikrowaage und Rasterkraft- und Magnetkraftmikroskopie untersucht.
Ihre Arbeit, die Ergebnisse und die Zusammenfassung dieser wurden als herausragend eingestuft: Marit Büsing erhielt eine Auszeichnung der Fakultät V – Mathematik und Naturwissenschaften der C.v.O. UOL dafür, welche ihr im Rahmen der Feierstunde von Dekan der Fakultät überreicht wurde. Die Laudation für Marit Büsing wurde von PD Dr. Izabella Brand gehalten. Izabella Brand war Betreuerin und erste Gutachterin der Masterarbeit von Marit Büsing.
Marit Büsing, wird ihre weitere Laufbahn im Rahmen des Exzellenzclusters NaviSense an unserer Universität und als Kollegin und Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe von Prof. Wittstock fortsetzen, wo sie den Herausforderungen und der Arbeit an der Herstellung von Modelmembransystemen, um die intermolekularen Wechselwirkungswege aufzuklären, die bei der Wahrnehmung des Erdmagnetfelds eine Rolle spielen, begenen will. Marti Büsing wird in ihrem Promotionsvorhaben von PD Dr. Izabella Brand betreut.