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Sichtbare Mehrsprachigkeit: Niederdeutsch im öffentlichen Raum

Die Präsenz geschriebener Sprache in der Öffentlichkeit ist Gegenstand des relativ jungen Forschungsgebietes „Linguistic Landscape“, das in den letzten Jahrzehnten zunehmend sprachwissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren hat.

Sichtbare Mehrsprachigkeit: Niederdeutsch im öffentlichen Raum

Ausstellung des Schwerpunkts Niederdeutsch & Saterfriesisch im Rahmen des Uni-Jubiläums (Montag, 27. Mai, 17.00 bis 18.00 Uhr, Haarenstr. 39)

Die Präsenz geschriebener Sprache in der Öffentlichkeit ist Gegenstand des relativ jungen Forschungsgebietes „Linguistic Landscape“, das in den letzten Jahrzehnten zunehmend sprachwissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren hat. Besonders interessant sind Untersuchungen in mehrsprachigen Regionen oder Städten, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden. Markante Beispiele sind etwa Baskisch und Spanisch im Baskenland oder Friesisch und Niederländisch in der Provinz Fryslân, die jeweils als Amtssprachen nebeneinander existieren - und nicht selten auch miteinander konkurrieren.

Eine ähnliche Situation findet sich in Norddeutschland mit dem Nebeneinander von regionalem Niederdeutsch und der Standardsprache Hochdeutsch. Etwa 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sprechen Niederdeutsch und ca.12 Millionen verstehen es. Aber häufig wird die Sprache nur im privaten, nicht öffentlichen Raum genutzt, so dass die Zweisprachigkeit oft verborgen bleibt. Anders ist das, wenn Sprache in geschriebener Form in der Öffentlichkeit auftritt: Neben vielen anderen Aspekten ist dies auch ein Indikator für die Verbreitung, Akzeptanz und Vitalität von Sprachen.

Wie also wird die öffentliche Sichtbarkeit der niederdeutschen Sprache gestaltet und wahrgenommen? Wo und in welchen Zusammenhängen geschieht dies und welche Wirkungen kann es haben? Diesen Fragen sind Studierende der Germanistik im Schwerpunkt Niederdeutsch und Saterfriesisch der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg nachgegangen und haben im Rahmen eines Seminars zum Thema zahlreiche Zeugnisse für die verschiedenen Funktionen und Gestaltungsweisen von niederdeutschen Textzeichen in der sprachlichen Landschaft in und um Oldenburg dokumentiert.

Eine Auswahl der interessantesten Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme wird am 27. Mai, 17 bis 18 Uhr, in der Ausstellung „Niederdeutsch in der Linguistic Landscape Nordwestdeutschlands“ im Rahmen des Pop-up-Store „Uni findet Stadt“ mit einführendem Vortrag präsentiert. Ansprechpartnerin für die Ausstellung ist Gabriele Diekmann-Dröge, Dozentin am Institut für Germanistik der Universität Oldenburg ().

https://uol.de/germanistik/niederdeutsch/veranstaltungen

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(Stand: 29.05.2024)  | 
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