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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
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Veranstaltungen der Fakultät III:
Musik, Theater, Vorträge, Workshops ...

Wo Gender brennt: „Privilegiert oder marginalisiert? Klassenfragen und das Konzept der Jewish Whiteness“

Trotz der Diversität jüdischer Lebenswelten dominieren normative Vorstellungen das Bild von Juden_Jüdinnen im gesamtgesellschaftlichen Diskurs. Im Rahmen dieser eindimensionalen ‚gojnormativen‘ Vorstellungsbilder werden Juden_Jüdinnen oftmals als weiß und privilegiert imaginiert und aus intersektionalen Diskursen ausgeschlossen. Wenn es um Juden_Jüdinnen geht spielen Fragen von Geschlecht, Sexualität, Race, Klasse oder gar der multiplen Verschränkung verschiedener Identitätskategorien und den daraus resultierenden Diskriminierungen also nur selten eine Rolle. Der Vortrag möchte dieser stereotypen Verschränkung von Jüdischsein mit Weiß-Sein nachgehen und die Relevanz der Kategorie Klasse sowie weiterer Strukturkategorien für das Konzept der so genannten Jewish Whiteness aufzeigen. Vor der Folie der Jewish Visual Culture Studies werden so nicht nur Repräsentationen ‚des Jüdischen‘ in Bezug auf Klassenzuschreibungen in US-amerikanischen Serien und Filmen beleuchtet. Es wird ebenfalls dargelegt, inwiefern (audio-)visuelle Inszenierungen von Jewish Whiteness zur aktuellen Diskussion um Antisemitismus nach dem 07. Oktober beitragen. 

Annika Artmann, B.A. (she/her) studiert Medienwissenschaft und Kunstgeschichte im Master an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet als Studentische Hilfskraft im DFG-Forschungsprojekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz’ in (audio-)visuellen Medien" unter Leitung von Dr. Véronique Sina mit. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit dem Konstrukt der Jewish Whiteness in US-amerikanischen Serien und Filmen.

Dr. Véronique Sina (she/her) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie seit Oktober 2022 das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ leitet. Im Sommersemester 2023 hat sie an der Goethe-Universität Frankfurt die Professur für Filmwissenschaft vertreten, zuvor war sie Vertretungsprofessorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Medienakteure und Medienöffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung von Gender“ an der Ruhr-Universität Bochum.

Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Ringvorlesung: Alles eine Frage der Klasse?! im Institut für Kunst und visuelle Kultur statt. Weiter Veranstaltungen der Reihe können unter diesem Link abgerufen werden.

Raum: A08 0-001

Poster als pdf

12.06.2024 18:00 – 20:00

A08 0-001

(Stand: 29.05.2024)  | 
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