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In Memoriam Dr. Birte Junge

Wir trauern um unsere geschätzte Kollegin und ehemalige Geschäftsführerin Dr. Birte Junge, die nach langer Krankheit am 12.3.2022 verstorben ist. Birte hat mit großem Engagement und unermüdlichem Einsatz für das Institut und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel bewegt und Neues auf den Weg gebracht, was die Institutslandschaft bis heute prägt.

Wir trauern um unsere geschätzte Kollegin und ehemalige Geschäftsführerin Dr. Birte Junge, die nach langer Krankheit am 12.3.2022 verstorben ist.

Birte hat mit großem Engagement und unermüdlichem Einsatz für das Institut und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel bewegt und Neues auf den Weg gebracht, was die Institutslandschaft bis heute prägt. Wir erinnern uns an eine Macherin, die tatkräftig und mit einer ansteckenden Fröhlichkeit neue Aufgaben angepackte. Sie konnte mit ihrer positiven Art Menschen motivieren und mitnehmen und blieb dabei immer authentisch.

Als Koordinatorin des Integrierten Graduiertenkollegs im Sonderforschungsbereich Roseobacter fing Birte im Juli 2010 ihre Tätigkeit im ICBM an. Sie hat das Programm des Graduiertenkollegs mit großem Engagement und fachkompetent entwickelt und so der ersten Generation von Doktorandinnen und Doktoranden des Sonderforschungsbereichs beste Voraussetzungen geschaffen für deren erfolgreiche Promotion. Seit 2011 war Birte Geschäftsführerin des ICBM und schätzte die vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben in diesem Bereich. Bei deren Bewältigung halfen ihr ihre pragmatische Art und eine ihr ganz eigene Hartnäckigkeit, die sie immer einen Weg finden ließen. Sie hat die Anbindung des Institutsstandortes in Wilhelmshaven und den Strukturierungsprozess mit großem Eifer, Sorgfalt und Geschick vorangetrieben. Birte setzte das Qualitätsmanagement im Bereich der Lehre auf und hat das Marketing für die Studiengänge des Instituts angestoßen. Außerdem hat sie sich der Reorganisation des Masterstudiengangs „Marine Umweltwissenschaften“ angenommen und diesen Prozess geleitet. Mit ihrer pragmatischen und gleichzeitig visionären Herangehensweise hat sie den Aufbau des Forschungsstandortes Spiekeroog in Kooperation mit dem Nationalpark-Haus Wittbülten maßgeblich vorangetrieben und mit Leben gefüllt.

Besonders am Herzen lagen ihr die Nachwuchsförderung und die Öffentlichkeitsarbeit, der sie sich mit Begeisterung widmete. Birte war lebenslustig und ging ihre Arbeit mit Humor und guter Laune an. Wenn sie etwas amüsierte, konnte schon einmal ein herzliches Lachen aus ihr herausbrechen.

Birte liebte die Lehre, die sie auch nach ihrem Wechsel in die Geschäftsleitung des ICBM unbedingt beibehalten wollte. Und so gab sie ihr Fachwissen und ihre Faszination für die Bodenkunde, das wissenschaftliche Feld, das sie auch für ihre Promotion gewählt hatte, an zahlreiche Studierende in ihren Vorlesungen oder auf Exkursionen weiter. Die Faszination für dieses Fach hat Birte nie verloren, wie manch eine oder einer von uns weiß, die auf ihr Bitten hin Sandproben aus aller Welt nach Oldenburg brachten.

Die Zusammenarbeit mit Birte war immer geprägt von einem vertrauensvollen Miteinander und gegenseitigem Respekt. Sie hat sich für alle aus dem ICBM eingesetzt, hatte stets ein offenes Ohr und hat sich Zeit genommen für jede und jeden. Birte war sehr naturverbunden und genoss bei Aufenthalten in Wilhelmshaven die Möglichkeit eines Mittagsspaziergangs am Strand. Ihre Leidenschaft galt dem afrikanischen Kontinent und insbesondere Benin, wo sie mehrere Jahre beruflich tätig war, sowie dem Fahrradfahren und der Fotografie, was unserem Institut einen reichen Schatz an Fotos bescherte. Birte nutzte jede Gelegenheit, sich auf verschiedenen Sprachen – auch gerne Plattdeutsch – zu unterhalten.

Wir vermissen ihre tatkräftige Unterstützung und trauern um unsere geschätzte Kollegin.

(Stand: 13.05.2022)