Aufwüchse der Paludikultur

Aufwüchse der Paludikultur

Paludikultur (von lateinisch palus „Morast, Sumpf“) ist die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nasser Moorstandorte, in unserem Fall von Niedermoorstandorten. Bei den Aufwüchsen der Paludikultur handelt es sich um Pflanzenarten wie bspw. Schilf (Phragmites australis), Rohrkolben (Typha spec.) oder auch Seggen (Carex spec.), die auf solchen nassen Niedermoorstandorten sehr gut wachsen können. Über die Wurzeln im Boden wird so langfristig Kohlenstoff gespeichert und der oberirdische Spross mit seinen Stängeln und Blättern kann geerntet werden und den Landwirten so als Einnahmequelle dienen. Möglicher Abnehmer der Aufwüchse ist u.a. die Bauindustrie. Diese erzeugt aus den Reinbeständen der Pflanzen z.B. Bauplatten (ähnlich einer OSB-Bauplatte) oder nutzt Teile der Pflanzen als Einblas-Dämmstoff bei Gebäuden. Da diese Pflanzenarten aber oftmals nicht als Reinbestände vorkommen, sondern als Mischungen verschiedener Arten, können diese Aufwüchse weder als Dämmmaterial noch als Bauplatten verwendet bzw. genutzt werden. Genau auf diese „Reststoffe“ greift das PIKO-Projekt zu, um keine Konkurrenz zu anderen Abnahmemärkten zu schaffen. So nutzen wir Reststoffe, die keine andere (wirtschaftliche) Verwendung finden. 

 

Bild: Jungpflanzen des Schmalblättrigen Rohrkolbens (Typha angustifolia) ,als dunkelgrüne Stängel zu erkennen, bei Bad Bederkesa. Als „Beigräuter” der Pflanzung sind noch große Anteile an Gräsern zu erkennen. Foto: M. Röhrdanz

 

(Stand: 13.10.2026)  |  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p121680
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page