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29. Januar 1997   27/97

Deutsch-Französisches Doppeldiplom

Oldenburg. Vor sechs Jahren schufen die Universitäten Oldenburg und Le Havre für ihre StudentInnen die Möglichkeit, im Bereich Ökonomie ein sogenanntes Doppeldiplom zu erlangen. Danach können Studierende des Studiengangs Diplom-Kaufmann durch Studienaufenthalte in Oldenburg bzw. Le Havre sowohl das deutsche als auch französische Examen ablegen, was ihre Berufsaussichten erheblich verbessert. Ein wichtiger Sponsor dieses auf ein immer stärker zusammenwachsendes Europa zielenden Projekts ist der Verband der Nordwestdeutschen Metallindustrie.

Die Evaluation der norddeutschen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten, der sich neben Hamburg, Bremen und Rostock auch Oldenburg unterzog, ergab eine ausgesprochen positive Bewertung des Doppeldiplommodells. Das wird auch durch den erfolgreichen Berufseinstieg der ersten AbsolventInnen mit dem deutschen und französischen Diplom bestätigt.

Das Oldenburger Modell zeichnet sich durch eine besonders hohe Flexibilität aus. Die Studierenden durchlaufen drei Stufen der Ausbildung:

  • die Fachsprachausbildung bis zum Vordiplom,
  • das Auslandsstudium nach dem Oldenburger Vordiplom bis zum französischen Vordiplom und
  • die Phase bis zum französischen Diplom, nachdem das Oldenburger Diplom erreicht wurde.

Nach jeder einzelnen Phase ist es möglich, sich mit dem Erreichten zu begnügen und in das Normalstudium zurückzukehren oder auch die Universität zu wechseln. Das Oldenburger Modell ist so im Gegensatz zu anderen nicht mit einer Bindung auf die Dauer des gesamten Studiums verknüpft. Ein wichtiges weiteres Element im Rahmen dieser Ausbildung ist das Tutorensystem. Dabei betreuen die jeweils älteren Studierenden aus der Partneruniversität ihre KommilitonInnen an der gastgebenden Universität, die sich noch auf das Auslandsstudium vorbereiten.

Nach Willen des Fachbereichs soll das Modell auch auf den englischsprachigen und italienischen Raum ausgedehnt werden. Erfolgversprechende Kontakte wurden bereits mit der Universität Sheffield aufgenommen, gleiches soll auch mit der Universität Siena in Kürze geschehen. Dabei baut der Fachbereich auf Partnerschaftsbeziehungen auf, die im Rahmen des ERASMUS-Programms mit englischen, italienischen, spanischen, schwedischen und finnischen Universitäten gewachsen sind.

Für das Internationalisierungsprogramm hat der Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der Universität Oldenburg eine Dauerstelle eingerichtet, die im wesentlichen vom Verband der Nordwestdeutschen Metallindustrie finanziert wurde.

(Stand: 29.05.2024)  | 
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