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06. Mai 2004   102/04   Forschung

Engagierte Immigranten in Europa
 

Oldenburg. Immer mehr ZuwandererInnen aus aller Welt suchen in den Staaten der Europäischen Union ein neues Zuhause. Mögliche Konflikte, die sich aus der zunehmenden Vielfalt ergeben, sind in aller Munde. Von den Potentialen, die die ZuwandererInnen mitbringen, ist nur selten die Rede. Diese Potentiale sind Gegenstand eines neuen, von der Europäischen Kommission mit 850.000 Euro finanzierten dreijährigen Forschungsprojekts an der Universität Oldenburg: „Europa aufbauen mit neuen Bürgern? Untersuchungen zum bürgerschaftlichen Engagement von ausländischen und eingebürgerten Einwohnern in 25 Ländern“. Das Interdisziplinäre Zentrum für Bildung und Kommunikation (IBKM) wird mit Forschungspartnern aus ganz Europa den Rahmenbedingungen für ein bürgerschaftliches Engagement der ZuwandererInnen nachspüren.
Um dies Ziel zu erreichen, haben die Oldenburger WissenschaftlerInnen eine einzigartige Projektstruktur ersonnen: Sie werden nicht nur zusammen mit ExpertInnen aus 25 Staaten länderspezifische Berichte für Wissenschaft und Politik ausarbeiten, sondern wollen auch internationale Studierende als lernende ForschungspartnerInnen gewinnen. Diese werden in speziellen Workshops geschult, damit sie Interviews mit ihren in Europa lebenden Landsleuten führen können. Auch das Europabild der internationalen Studierenden wird Gegenstand der Untersuchung sein. Vielleicht - so die Hoffnung - können intelligente junge Leute aus dem „Rest der Welt“ klarer die europäischen Gemeinsamkeiten erkennen, die für die Integration der Mitgliedstaaten untereinander und die Integration von ZuwandererInnen in die europäischen Staaten hilfreich sein können.

ⓚ Kontakt:
Dr. Dita Vogel, Tel.: 0421-445374, E-Mail:
 
(Stand: 29.05.2024)  | 
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