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Irina Tiemann

Klaus Fichter

 

21. Juni 2016   213/16   Forschung / Studium und Lehre

Online-Tool für nachhaltige Geschäftsmodelle
Oldenburger Wissenschaftler entwickeln „Sustainable Business Canvas“ für Praxis und Lehre

Oldenburg. Wie kann ich ein nachhaltiges Unternehmen gründen? Im Rahmen der Gründerinitiative „StartUp4Climate“ hat ein Wissenschaftler-Team um den Oldenburger Hochschullehrer Prof. Dr. Klaus Fichter die Methodik des „Sustainable Business Canvas“ entwickelt. Sie ermöglicht es Gründern, Nachhaltigkeit von Beginn an in alle Facetten der Geschäftsmodellentwicklung zu integrieren. Das Online-Tool, das im Fachgebiet Innovationsmanagement & Nachhaltigkeit der Fakultät II Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften entstanden ist, lässt sich unter www.start-green.net/tools ab sofort kostenfrei nutzen.
Das „Sustainable Business Canvas“ ist eine Weiterentwicklung des in der Gründerszene weit verbreiteten Ansatzes „Business Model Canvas“ von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Ein Business Model Canvas hilft dabei, sich einen Überblick über die wichtigsten Schlüsselfaktoren eines Geschäftsmodells zu verschaffen. Im Mittelpunkt steht eine Leinwand (englisch: Canvas). Zu jedem Schlüsselfaktor – beispielsweise Ressourcen, Kunden-Versprechen und Vertriebskanäle – werden Ideen auf Klebezetteln notiert, die bei Bedarf wieder weggenommen oder umgehängt werden können. Durch dieses visuell unterstützte Vorgehen lassen sich mehrere Einzelideen zu einem Geschäftsmodell baukastenartig zusammenzufügen und zueinander in Beziehung setzen.
Dieses Grundprinzip haben die Oldenburger Wissenschaftler nun mit Blick auf nachhaltiges Wirtschaften weiterentwickelt. „Im Gegensatz zum Ansatz von Osterwalder fragen wir bereits im ersten Schritt nach der Motivation für die Geschäftstätigkeit, dem zu erwartenden Wettbewerb und der Bedeutung von relevanten Stakeholdern“, erläutert Dr. Irina Tiemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität und Mitglied des Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS). Dabei werde Nachhaltigkeit als erfolgsrelevanter Faktor fest im Geschäftsmodell verankert.
Nachdem der Nutzer einige Leitfragen beantwortet hat, führt das Online-Tool ihn Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Stichworte werden wie Notizzettel an das Canvas gepinnt, das jederzeit anderen zur Einsicht freigegeben werden kann. Jede Menge Hintergrundinformationen, Praxisbeispiele und Informationsvideos ergänzen das Angebot.
In das Sustainable Business Canvas sind auch Erfahrungen aus der Lehre eingeflossen. Im Mastermodul „Eco-Venturing“, das die Hans Sauer Stiftung 2010 mit dem Preis „Bester Förderung von Umweltunternehmen“ ausgezeichnet hat, entwickeln Oldenburger Studierende gemeinsam mit Partnern aus der Praxis reale, nachhaltigkeitsbezogene Geschäftsmodelle. „Nun bündeln wir das anwendungsbezogene Wissen, das die Studierenden in ihren Projektarbeiten erworben haben“, sagt Fichter.
Das Sustainable Business Canvas richtet sich an Gründer, Start-ups und bereits etablierte Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle überprüfen und neue, nachhaltige Ideen umsetzen wollen. Studierenden, die sich im Rahmen ihres Studiums mit Geschäftsmodellen beschäftigen, gibt es praktische Tipps und Hilfestellungen.

Über StartUp4Climate
Die Gründerinitiative StartUp4Climate setzt sich dafür ein, die Gründungsförderung konsequent auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszurichten und stärkt grüne Gründer beim Einführen und Etablieren neuer Technologien und Dienstleistungen. Das Vorhaben hat die Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit und dem Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie-und Gründerzentren initiiert.

Auf dem Foto: Die Methodik des „Sustainable Business Canvas“ hilft Gründern, Nachhaltigkeit von Beginn an in alle Facetten der Geschäftsmodellentwicklung zu integrieren. Foto: Universität Oldenburg

ⓘ www.start-green.net
www.startup4climate.de
 
ⓚ Kontakt:
Apl. Prof. Dr. Klaus Fichter, Tel.: 0441/798-4762, E-Mail: klaus.fichter(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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Bild:
   

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