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Christina Müller

Christina Müller

Marc Onken

René Hurlemann

7. Juni 2023   124/23    Forschung

Studienteilnehmende mit Depression gesucht

Universitätsklinik untersucht neue Behandlungsmethoden

Oldenburg. Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Oldenburg sucht für eine Studie Menschen, die akut an einer depressiven Episode leiden und bei denen eine Therapie bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Das Forschungsteam von Prof. Dr. Dr. René Hurlemann will besser verstehen, inwieweit die repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) die psychiatrische Standardbehandlung optimieren kann. Außerdem soll erforscht werden, inwieweit sich die Behandlung personalisieren, also gezielt an die Betroffenen anpassen lässt. Die Studie findet im Rahmen einer stationären Behandlung in der Karl-Jaspers-Klinik statt.

Bei der rTMS regt ein pulsierendes Magnetfeld zielgenau Aktivität in den Gehirnbereichen an, die bei Menschen mit Depressionen üblicherweise eine verringerte Aktivität zeigen. Das Verfahren kommt bereits seit mehr als 30 Jahren in der Depressionsbehandlung zum Einsatz. Die Oldenburger Studie soll jetzt zeigen, wie sich eine größere Präzision bei der Behandlung auswirkt. Bereits im Vorfeld hat das Team mit Forschenden der Universität Melbourne (Australien) ein Lokalisationsverfahren entwickelt, das es ermöglicht, den idealen Stimulationspunkt für jede Person individuell mittels Magnetresonanztomographie (MRT) zu bestimmen. Eine zweite MRT-Untersuchung erwartet die Teilnahmenden am Ende der Studie. Sie zeigt die zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen im Gehirn.

Während des Behandlungszeitraums wird außerdem die Schlafqualität der Teilnehmenden mit einem speziellen Stirnband gemessen. So dokumentieren die Forschenden die Wirkung der rTMS-Behandlung auf den Schlaf.

Die Studie findet im Rahmen einer regulären stationären Depressionsbehandlung in der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Karl-Jaspers-Klinik statt. Die Teilnahme an  der Studie ist freiwillig. Es kommt ein intensiviertes TMS-Verfahren zum Einsatz, wodurch sich die Dauer der eigentlichen TMS-Behandlung auf zwei Wochen reduziert. Dies ermöglicht, die Therapie ohne Verlängerung des stationären Aufenthalts durchzuführen und sonstige Therapien (z.B. Psychotherapie, Pharmakotherapie, Ergotherapie) nicht zu beeinträchtigen. Um Symptomveränderungen auf die rTMS-Behandlung zurückführen zu können, wird bei der Hälfte der Teilnehmenden eine Placebostimulation durchgeführt. Allen Teilnehmenden der Placebogruppe wird ermöglicht, im Anschluss an den Klinikaufenthalt die richtige Stimulation im ambulanten Rahmen zu erhalten.

Betroffene, Angehörige und Behandelnde, die weitere Informationen wünschen, erreichen das Forschungsteam telefonisch unter der Nummer 0441/96151520.

Kontakt

Marc Onken & Christina Müller, Tel.: 0441/96151520, E-Mail: ,

(Stand: 29.05.2024)  | 
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