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21. September 2026   102/26    Wissenschaftliche Tagung / Veranstaltungsankündigung

3. Oldenburger Klimatage: Wie die Energiewende sozial und wirtschaftsverträglich gelingen kann

Symposium, Öffentlicher Vortrag mit Claudia Kemfert und Kinoabend – Eintritt frei

Oldenburg. „Klima, Mensch und Energie“ – unter dieser Überschrift steht die dritte Ausgabe der Oldenburger Klimatage von Mittwoch bis Freitag, 7. bis 9. Oktober. Das von der Universität Oldenburg ausgerichtete interdisziplinäre Symposium bringt Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zusammen – darunter viele renommierte Forschende aus dem In- und Ausland. Im Mittelpunkt stehen der Wandel des Energiesystems sowie politische und gesellschaftliche Fragen rund um die Energiewende. Zum Auftakt hält die bekannte Nachhaltigkeitsökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert am Mittwoch, 7. Oktober, um 18.00 Uhr im CORE Oldenburg (Heiligengeiststraße 6-8) einen öffentlichen Abendvortrag. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir als Universität alle zwei Jahre die Oldenburger Klimatage ausrichten – ein besonderes Format, das vom großen Engagement unserer Forschenden getragen wird“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder. „Es gehört zu unseren Aufgaben, wissenschaftliche Erkenntnisse in Debatten einzubringen und den Austausch zu fördern. Die Klimatage sind ein hervorragendes Beispiel dafür: Sie bringen Forschung, Praxis und Gesellschaft miteinander ins Gespräch, liefern wertvolle Impulse und strahlen in Stadt und Region aus.“

Der Auftaktvortrag am 7. Oktober von Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg und Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), wirft die Frage auf, warum Klimaschutz und Energiewende zentrale Grundlagen für Wohlstand, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sind. Die Expertin wird dabei auch energiepolitische Fehlentscheidungen analysieren, verbreitete Mythen einordnen und Wege aufzeigen, wie die Energiewende sozial und wirtschaftlich erfolgreich gelingen kann.

Am Tag darauf steht der wissenschaftliche Austausch im Hörsaalzentrum der Universität auf dem Campus Haarentor im Mittelpunkt. Insgesamt sieben englischsprachige Fachvorträge von internationalen Forschenden befassen sich etwa mit Energiegemeinschaften, mit der Nordsee als Ort der Energiewende, mit der Digitalisierung der Energiesysteme und mit der Frage, welche Politik Emissionsfreiheit bis 2050 ermöglichen könnte. Hinzu kommen wissenschaftliche Posterpräsentationen und Infostände von verschiedenen Netzwerken aus Oldenburg und darüber hinaus.

Zum öffentlichen Programm gehört auch ein Filmabend: Am Donnerstagabend, 8. Oktober, 18.30 Uhr, zeigt das „Cine k“ (Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg) den Dokumentarfilm „2040: Wir retten die Welt!“. Der australische Filmemacher Damon Gameau will in seinem Werk eine positive Zukunftsvision vermitteln. Er geht der Frage nach, welche Lösungsansätze schon heute für verschiedene ökologische Probleme existieren und wie sich eine lebenswerte Zukunft erschaffen lässt. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag enden die Klimatage mit zwei Dialogveranstaltungen für geladene Gäste zu den Themen Energiegemeinschaften und Generationengerechtigkeit in der Energiewende. Für die Ausgestaltung dieses Teils der Veranstaltung übernehmen Studierende eine tragende Rolle.

„Mit den Klimatagen bringen wir Forschung und Gesellschaft zusammen, um unterschiedliche Perspektiven auf die Energiewende zu diskutieren. Zum Beispiel, welche technologischen Herausforderungen es gibt und wie wir sie am besten angehen können. Oder wie die Gesellschaft stärker in die Gestaltung des zukünftigen Energiesystems miteinbezogen werden kann. Dabei wollen wir insbesondere Themen wie Gerechtigkeit und Vertrauen berücksichtigen“, so die beiden Organisatorinnen Prof. Dr. Astrid Nieße (Energieinformatik) und Prof. Dr. Jannika Mattes (Sozialwissenschaften).

Die Oldenburger Klimatage finden seit 2022 alle zwei Jahre statt – jedes Mal neben „Klima“ und „Mensch“ mit einem neuen Fokus in Titel und Programm. In diesem Jahr wird die Veranstaltung unterstützt von der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO), von den Oldenburger Unternehmen energy & meteo systems GmbH (emsys) und EWE AG, dem Energieforschungszentrum Niedersachsen (efzn) und dem Alumni-Verein „OLDIES e.V.“ des Departments für Informatik. 

Weblinks

Kontakt

Sabrina Paustian, Tel.: 0441/798-4502, E-Mail:

(Stand: 19.09.2026)  |  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p34471
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